Abzocke und Betrug bei Partnersuche im Internet und Internet-Liebe

Vorsicht bei vorgetäuschter Internet-Liebe

lovescammingDie Betrüger bauen über Chats, E-Mails, in Sozialen Netzwerken und Telefonaten ein Vertrauensverhältnis zu den Opfern auf. Mitunter träumt man von einer gemeinsame Zukunft. Scam-Frauen locken ihre Opfer bevorzugt mit schönen Fotos, Die abgebildeten Personen sind nicht die Täter, sondern in der Regel völlig Unbeteiligte, deren Bilder aus dem Internet kopiert wurden. Ist ein Kontakt erst einmal hergestellt, werden diese mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft – und zwar einzig und allein mit dem Ziel, ihnen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Die Gründe für die Geldnot sind vielfältig: Entweder sie benötigen Geld für eine wichtige Operation ihres Kindes oder eines Angehörigen. Auch gestohlene Koffer und Pässe, unbezahlter Lohn oder eine unbezahlte Hotelrechnung, ein Überfall, konfiszierte Pässe, ein Krankenhausaufenthalt nach einem Autounfall oder Probleme mit Kreditkarten, sollen das ahnungslose Opfer dazu bringen, Geld zu überweisen. Und viele tun es auch, schließlich sind sie zu diesem Zeitpunkt schon von ihrem Internet-Partner/ihrer Internet-Partnerin emotional abhängig. Dabei treten nicht nur Männer als Betrüger auf, sondern auch Frauen. Die Opfer werden gebeten, per Bargeldtransfer (z.B. Western Union oder MoneyGram) Geld zu senden.

Die Betrugsvariante mit dem angeblichen Ehebruch

Im vergangenen Jahr wurde vereinzelt eine besonders gravierende Variante des Romance-Scamming registriert. Dabei haben Männer in Deutschland über das Internet eine angebliche Liebesbeziehung mit einer senegalesischen Frau geführt und wurden dazu eingeladen, die Frau in ihrer afrikanischen Heimat zu besuchen. Vor Ort trafen die Männer ihre vermeintliche Liebschaft tatsächlich, wurden dann aber in eine verfängliche Situation gebracht. Ein angeblicher Ehemann und weitere Personen beschuldigten das angereiste Opfer des Ehebruchs, schlugen es und forderten eine Geldzahlung zur Wiedergutmachung. Erst nach Zahlung von bis zu 5-stelligen Summen von Angehörigen in Deutschland wurden die Geschädigten wieder freigelassen. (Quelle: Hessisches Landeskriminalamt v. 28.01.14)

Die Polizei rät: Vorsicht bei der Online-Liebe: Sagen Sie “Nein”, wenn Onlinepartner Geld fordern! Fragen Sie im Zweifel die Polizei. Ihre Fragen werden vertraulich behandelt! Im Internet kann man sich nie sicher sein, dass der “Partner” seine Identität täuscht und Absichten vortäuscht!

Betrug mit gefälschten Schecks

Über einen Zeitraum von eineinhalb Jahren hat sich ein Unbekannter mit einer perfiden Masche das Vertrauen einer Rentnerin erschlichen und durch betrügerisches Vorgehen einen finanziellen Schaden von 15.000 Euro angerichtet. Die Kripo Schweinfurt hat die Ermittlungen aufgenommen.

Am vergangenen Montag hatte sich die Geschädigte an die Polizei gewandt. Wie sich bei der Anzeigenaufnahme herausstellte, lernte sie bereits im April 2013 einen Mann über das Internet kennen. Er gab sich als US-Soldat aus, der in Afghanistan stationiert sei. Über viele Kontakte baute sich ein trügerisches Vertrauensverhältnis auf. Die Geschädigte überwies unter anderem für angebliche Arztkosten 10.000 Euro ins Ausland.

Der Unbekannte gab in der Folge vor, dass er Gold und Bargeld im Gesamtwert von einer Million Euro nach Deutschland transferieren möchte und bat um die Hilfe der Rentnerin. Im Rahmen einer angeblichen Gebührenabwicklung schickte der Täter mit einem Paket Traveler-Schecks im Gesamtwert von 5.000 Euro, welche die Frau bei ihrer Hausbank einlöste und das Bargeld anschließend über einen Dienstleister nach Ghana transferierte.

Erst nach der vorläufigen Gutschrift der Schecks stellte sich heraus, dass diese gefälscht sind und die Wertstellung wurde wieder storniert. Hier war der Frau letztlich klar, dass sie einem Betrüger aufgesessen war. Die Kriminalpolizei Schweinfurt hat jetzt die Ermittlungen wegen Zahlungsmittelfälschung und Betruges eingeleitet.

Quelle: Polizeipresse Bayern v. 22.03.16

Falsche Versprechungen

< Eine 75-jährige Frau aus Buchloe machte im Internet über eine Kontaktseite Bekanntschaft mit einem angeblich älteren Mann. Offensichtlich durch Vorspiegelung falscher Tatsachen erbat sich der Mann von seiner Chatpartnerin mehrfach Geld. Die Frau überwies daraufhin insgesamt fast 14000 Euro, obwohl sie den Mann persönlich nie sah. Zu spät erkannte die Geschädigte, dass sie betrogen wurde

Quelle: Polizeipresse Bayern v. 19.11.15

Große Liebe entpuppt sich als Internetbetrügerin

Ein 35-jähriger Mann aus Frankenberg ist einer Internetbetrügerin auf den Leim gegangen und überwies 10.000 US-Dollar auf ein Konto in Russland.

In einer Internet-Dating-Plattform lernte der Frankenberger eine junge Frau kennen, die vorgab aus Moskau zu stammen. Über das Internet entwickelte sich schnell ein vertrauensvolles und inniges Verhältnis. Die vermeintliche “Große Liebe” entpuppte sich aber als Betrügerin. Sie verstand es immer wieder durch geschicktes Vortäuschen von finanziellen Notlagen Geld von dem Frankenberger zu ergaunern. Ein realer Kontakt zwischen dem Geschädigten und seiner “Großen Liebe” hat es bis auf ein Telefonat nie gegeben. Dennoch überwies der Mann in mehreren Überweisungen nahezu 10.000 US-Dollar nach Moskau. Als er den Betrug bemerkte, war es zu spät. Sein Geld ist wohl verloren.

Quelle: Polizeipresse Nordhessen, news aktuell v. 03.03.15

2 Gedanken zu „Abzocke und Betrug bei Partnersuche im Internet und Internet-Liebe“

    • Hallo woher soll man ohne nähere Angaben wissen, ob es eine Abzocke ist. Grundsätzlich sollte man Jemandem, den man nie in Natura gesehen hat KEIN Geld schicken. Mir im Prinzip gerade passiert, bzw. nicht passiert, weil ich nicht darauf eingegangen bin.
      Wurde über eine Kontaktanzeige im Internet angeschrieben und kurz darauf gefragt, ob ich WhatsApp habe. Da meine Antwort ja war, lief der Kontakt darüber weiter. Nach vielleicht 1-2 Tagen wurden schon Herzchen und Küsschen-Symbole verschickt. Ich wurde sehr schnell mit “Liebste” “Darling” usw. angeredet. Es kamen aber im Prinzip auf meine Texte nur kurze Sätze wie “Mein Darling, hast Du gut geschlafen” oder “Ich musste die ganze Nacht an dich denken” usw. Er ist also nie wirklich auf das eingegangen was ich geschrieben habe. Das habe ich zwischenzeitlich sogar bemängelt. Auch darauf kam nichts konkretes. Angeblich hat der Mann auf einem Schiff bei der deutschen Marine gearbeitet (mit 76 Jahren) und hatte nur Zugang zu einem Handy. Alles andere war verboten oder geheim, er durfte z.B. von sich kein aktuelles Selfie machen. War sein ganzes Leben traurig und einsam, weil mit 3 Jahren eine Waise. Seine große Liebe war tragisch gestorben usw. usw.. Es endete damit, dass er plötzlich seine Ersparnisse, die bei einer Sicherheitsfirma in den USA deponiert war, zurückholen musste, weil die Firma Probleme hatte… Weil er ja bald von dem Schiff käme und es so dringend sei und er mir ja voll vertraue, wollte er diese angeblichen Werte an mich schicken lassen. Ich sollte dafür eine Summe von 1980 € für die Liefergebühr auslegen. Das sei ja nicht so viel, er würde es mir ja bald zurückgeben… Ich bin nicht darauf eingegangen und dann war er natürlich ganz enttäuscht und traurig usw. Die Tel.Nr. habe ich sogar noch gespeichert. Sie funktioniert nach wie vor. Das ganze Geplänkel hat gerade etwas über1 Woche gedauert. Das Gespräch fand immer nur morgens und abends statt.

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