Vorsicht bei vorgetäuschter Internet-Liebe
Die Betrüger bauen über Chats, E-Mails, in Sozialen Netzwerken und Telefonaten ein Vertrauensverhältnis zu den Opfern auf. Mitunter träumt man von einer gemeinsame Zukunft. Scamm-Frauen locken ihre Opfer bevorzugt mit schönen Fotos, Die abgebildeten Personen sind nicht die Täter, sondern in der Regel völlig Unbeteiligte, deren Bilder aus dem Internet kopiert wurden.
Ein besorgter Vater teilte am Mittwoch der Polizei in Oberndorf mit, dass sein Sohn seit etwa 6 Wochen Kontakt via Internet zu einer angeblich in Afrika wohnenden Frau habe. Es wäre schon so weit, dass die Beiden heiraten möchten.
Zwischenzeitlich habe sich sein Sohn bei ihm 1.000.- und 700.- Euro ausgeliehen und diese Beträge offensichtlich an die Frau überwiesen. Jetzt sind noch weitere Geldbeträge eingefordert worden. Diese sind jedoch unterblieben aber nur weil die Familie kein weiteres Geld zur Verfügung stellte.
Die Sorge des Vaters ist sicherlich wegen der Schädigung des eigenen Sohnes und auch dessen fehlende Einsicht für Argumente der Vernunft. Die Polizei stellt immer wieder über Kontaktseiten im Internet solche Kontaktanbahnungen fest und warnt vor Geldüberweisungen. Weder von tollen Bildern noch von tollen Profilen soll man sich in einem solchen Fall täuschen lassen.
Quelle: Polizeipresse Rottweil v. 22.03.12
Eine Frau aus dem Landkreis Rhön-Grabfeld ist Opfer einer besonders dreisten Betrugsmasche geworden. Bereits im Januar diesen Jahres überwies die Betrogene mehr als 30.000 Euro an ihre Internetbekanntschaft, da diese angeblich in finanzielle Nöten geraten sei. Erst durch einen Hinweis ihrer Bank bekam die Frau Gewissheit, dass ein Betrüger am Werk war.
Vor einigen Monaten lernte die Geschädigte über eine Internetplattform einen Mann kennen, der seinen Angaben zufolge aus Texas stammt. Der bislang noch Unbekannte gab an, als selbstständiger Straßenbauer im Auftrag des ghanaischen Verkehrsministeriums in Ghana tätig zu sein. Im Januar teilte er seinem Opfer schließlich mit, dass er mit seinem Bauprojekt in Schwierigkeiten geraten sei.
Bereits vor einiger Zeit waren die Internetbekannten übereingekommen, nach Beendigung des angeblichen Bauvorhabens zusammen in Texas leben zu wollen. Vermutlich deshalb zögerte die Frau auch nicht lange, eine Überweisung von 32.000 Euro auf ein afrikanisches Konto zu tätigen. Zeitgleich beantragte die hilfsbereite Geschädigte bei ihrer Bank noch einen Privatkredit über 60.000 Euro. Sie war offenbar bereit, noch weitere Mittel zur Verfügung zu stellen.
Nachdem die Frau von ihrer Bank darauf aufmerksam gemacht wurde, möglicherweise Opfer eines Betrügers geworden zu sein, meldete sie den Vorfall bei der Polizei. Die Kripo Schweinfurt
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 05.03.12
Man ist sehr verliebt, aber der Partner braucht Geld für das Internetcafe, oder Geld für das Flugticket zum geliebten Partner. Oder man braucht Geld für kranke Verwandte. Oder angeblich ist die Bank wegen einer Insolvenz derzeit nicht zahlungsfähig. So brauche man dringend Geld, um Waren beim Zoll auszulösen und in der Folge auch einen Besuch in Deutschland bei seiner angeblichen Traumfrau zu arrangieren.
Zum Beweis der Glaubwürdigkeit erhält das Opfer in manchen Fällen Passkopien, Zollpapiere, Krankenhausunterlagen oder ähnliches zugesandt. Natürlich wird die Rückzahlung des Geldes mit einer üppigen Verzinsung versprochen.
Oder die Opfer werden durch Vorspiegeln finanzieller Notsituationen aufgrund von Erkrankungen, Unfällen oder geschäftlichen Problemen zu Geldzahlungen per Bargeldtransfer bewegt.
Zu einem persönlichen Treffen kommt es nie. Sogar mit Selbstmord gedroht, damit man das Geld schickt. Oft bitten die Betrüger ihre Opfer auch Schecks bzw. Traveller-Schecks in Deutschland einzulösen. Dass diese gefälscht sind, ahnen die Betroffenen nicht. Die Folge kann eine Strafanzeige der Bank wegen Betrugs sein.
Es kursieren auch E-Mails von vermeintlichen Verehrern aus dem Ausland. In den Nachrichten heisst es, man habe ein Foto des Empfängers in einem sozialen Netzwerk gesehen und würde sich gerne mit diesem treffen. Im Anhang sind Bilder von einer attraktiven Frau oder einem attraktiven Mann - je nachdem, ob Frauen oder Männer angeschrieben werden. Wird auf die Mail geantwortet, heisst es, dass die Person gerne zum Treffen nach Deutschland kommen würde, dazu aber finanzielle Unterstützung benötige. Empfänger solcher Mails, sollten darauf auf keinen Fall antworten, sondern die Nachricht umgehend löschen.
Stellen Sie dem vermeintlich liebevollen Partner auf keinen Fall Ihr Konto für Zahlungseingänge zur Verfügung
Der Partner möchte Sie besuchen, will auch kein Geld von Ihnen und ein lieber Anverwandter aus wiederum einem anderen Land will Geld zur Verfügung stellen. Der benötigt jetzt aber eine Kontoverbindung in Deutschland, weil andere Wege angeblich schwierig sind. Also stellt der oder die Hoffnungsfrohe in Deutschland sein/ihr Konto zur Verfügung um den eingehenden Betrag so schnell wie möglich abzuheben und per MoneyGram oder Western Union an die Liebste oder den Liebsten weiterzuleiten, damit der Besuch auch stattfinden kann.
Das Geld stammt natürlich nicht von Anverwandten, sondern von Opfern eines Trojaner- oder Phishingangriffes. Und die Internetbekanntschaft kommt natürlich nicht zu Besuch. Sofern weitere Transaktionen in Aussicht stehen, werden Gründe genannt wie z. B. das Geld ist nicht angekommen, wurde gestohlen, der Pass ist nicht gültig oder irgendjemand ist schwer erkrankt....
Spätestens wenn von den Geleimten die Antwort kommt, dass kein Geld mehr weitergeleitet werden kann, bricht der Kontakt ab. Mit der Weiterleitung des durch Betrug erlangten Geldes machen Sie sich der Geldwäsche schuldig. Näheres dazu bei Geldwäsche