Trickdiebe und Trickbetrüger

Enkeltrick am Telefon, aktuelle Fälle

Viel Geld für günstige Wohnung

Am frühen Mittag ruft die erwachsene Tochter ihre Eltern Zuhause in Essen an. Sie habe soeben eine Eigentumswohnung gekauft und einen Teilbetrag bereits überwiesen. Sie musste in dem Fall sehr schnell handeln, da weitere Interessenten ihr sonst die günstige Wohnung weggeschnappt hätten. Da sie jedoch in der Aufregung die falsche Kontonummer eingetragen hätte, sei das Geld nicht beim Notar angekommen. Sie benötige nun dringend einige zigtausend Euro für den Notar, um den Vertragsabschluss zu sichern. Auch der Notar sprach telefonisch mit den Eheleuten und kündigte seine Sekretärin an, die in den hohen Bargeldbetrag abholen würde.

Die Eltern lösten sofort ihren Sparvertrag auf und erhielten dafür einen hohen Bargeldbetrag. Kurze Zeit danach erschien eine gut gekleidete junge Frau, die eine große Sonnenbrille trug und sich als die Sekretärin vorstellte. Hastig nahm sie das Geld an sich und verschwand aus der Wohnung.

Da die Eltern weder mit ihrer Tochter, einem Rechtsanwalt oder dessen Sekretärin Kontakt hatten, stellten sie leider zu spät fest. Das anschließende Telefonat mit der Tochter, die sie dann zur Vorsicht selber anriefen, bestätigte ihre böse Vorahnung. Die gesamte Geschichte war von einer Bande von Trickbetrügern sehr professionell vorbereitet und durchgeführt worden. Das Essener Raubkommissariat hat die Ermittlungen in diesem Fall übernommen.

Quelle: Polizeipresse Essen/ Mülheim an der Ruhr, news aktuell v. 17.07.14

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20.000 für falschen Schwiegersohn

Zwar war es diesmal der Schwiegersohn, dem dringend aus einer akuten finanziellen Notlage geholfen werden sollte, aber im Grunde war einmal mehr die typische Masche des sogenannten Enkeltricks erfolgreich und 20000 Euro wechselten den Besitzer.

Einem ausnehmend eloquenten Zeitgenossen ist es bereits am 14. Juli gelungen, ein Erkrather Paar ( 75 ) in mehreren Telefonaten davon zu überzeugen, dass er, der vorgebliche Schwiegersohn, dringend 20000 Euro für ein unaufschiebbares Immobiliengeschäft benötige. Gut zwei Stunden später erfolgte die Geldübergabe in einem Hotel an der Neanderstraße. Hier tauchte natürlich nicht der "Schwiegersohn" persönlich auf, sondern ein von ihm avisierter Geldbote. In diesem Fall eine junge Frau, die nach der erfolgten Übergabe das Hotel sofort verließ.

Die bittere Wahrheit mussten die Erkrather wenig später zur Kenntnis nehmen, als sie nach der Geldübergabe die Familie des Schwiegersohnes kontaktierten und dort erfuhren, dass von dieser kein finanzieller Hilferuf ausgegangen war und man einem Betrüger aufgesessen war.

Quelle: Polizeipresse Mettmann, news aktuell v. 17.07.14

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Mit Unfall-Schockanruf betrogen

Skrupellose Betrüger bringen seit einigen Monaten ganz gezielt russischsprachige Mitbürger mit einem Trick um ihre Ersparnisse. Auch im Kreis Gütersloh kam es in den vergangengen Tagen zu sogenannten "Schock-Anrufen" bei russischsprachigen Familien.

Eine Rentnerin im Borgholzhausener Ortsteil Barnhausen erhielt am späten Dienstagnachmittag (15.07.) von einer unbekannten männlichen Person einen Anruf. Der Mann gab sich als russischer Anwalt aus und teilte der Frau mit, dass ihr Sohn einen Autounfall gehabt habe und nun dringend Geld für eine Operation gebraucht werde.

Die Rentnerin nahm den Anruf ernst und übergab wenig später an der Haustür einem Kurier einen vierstelligen Bargeldbetrag. Erst später stellte sich heraus, dass der geschilderte Sachverhalt mit ihrem Sohn nur erfunden war, um an das Geld der älteren Dame zu kommen.

Quelle: Polizeipresse Gütersloh, news aktuell v. 16.07.14

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