Mit der üblichen Telefonmasche fand eine unbekannte Anruferin den persönlichen Zugang zu einer 79- jährigen Reusratherin. Am Morgen des 28. Juli erhielt diese in ihrer Wohnung den Anruf mit der Bitte, 10.000 € für einen Dringlichkeitskauf zur Verfügung zu stellen. Als die alte Dame angab, nicht über eine so große Summe zu verfügen, gab sich ihre angebliche Cousine auch mit weniger zufrieden. Sie hatte dabei einen so großen psychischen Druck auf die Reusratherin ausgeübt, dass diese schließlich nachgab.
Zur Übergabe des Geldes an den üblichen Boten, wurde sie zur Bushaltestelle Am Hagelkreuz bestellt. Dort kam dann gegen 12.30 Uhr der angekündigte junge Mann auf sie zu, drückte ihr ein Mobiltelefon in die Hand, an dessen anderer Seite wieder ihre angebliche Cousine war. Diese forderte sie auf, das mitgebrachte Geld dem jungen Mann zu übergeben. Dies tat die Langenfelderin. Daraufhin entfernte sich der Geldbote in Richtung Brunnenstraße, aus der zeitgleich ein Taxi kam. Dies winkte der Mann zu sich heran und fuhr anschließend in Richtung Opladen davon.
Der Geldbote wird wie folgt beschrieben: Ca. 20 Jahre, 175 cm, südländischer Typ, schlank, dunkles Haar, Umhängetasche,Schirm.
Nachdem die Langenfelderin mehrere Stunden vergeblich auf den Besuch der "Cousine" gewartet hatte, die ihr das neue Auto vorführen wollte, rief sie die wirkliche Cousine an und erhielt die Auskunft, dass diese nicht um Geld gebeten hatte.
Die 79- Jährige gab an, von Anbeginn an schon ein ungutes Gefühl bei der Sache gehabt zu haben. Der Anruferin sei es aber gelungen, sie so unter Druck zu setzen, dass sie keine Möglichkeit gehabt habe, den Schaden zu verhindern. Den Enkeltrick kannte sie auch zuvor, hätte aber nie gedacht, auf ihn hereinzufallen.
Quelle: Polizeipresse NRW v. 29.07.10
Opfer von Trickbetrügern wurde eine 87-jährige Seniorin, die aus der ehemaligen Sowjetunion stammt.
Die Frau erhielt gestern (28.07.2010) einen Anruf, in dem sich ein Unbekannter als ihr Sohn ausgab. Er forderte sie auf, ihm zu helfen, da er Schwierigkeiten mit der Polizei habe und sonst ins Gefängnis müsse. Ihr angeblicher Sohn würde 15.000 Euro brauchen um die drohende Haftstrafe abzuwenden. Ein Bekannter von ihm würde in Kürze vorbeikommen um das Geld zu holen.
Die gutgläubige Frau gab an, nicht über so viel Barmittel zu verfügen und benannte den genauen Betrag, der sofort zur Verfügung stand. Der Anrufer kündigte an, dass das Geld in Kürze abgeholt wird, was dann auch geschah.
Sowohl der Anrufer wie auch der Geldabholer sprachen beide akzentfrei russisch.
Die Kripo Augsburg warnt in diesem Zusammenhang zum wiederholten Mal vor dem Auftreten von Trickbetrügern, die eine Hilfe-Situation vortäuschen. Gerade Senioren aus Osteuropa werden häufig Opfer solcher Straftaten.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 29.07.10
Trotz eindringlicher Warnungen der Polizei vor dem Auftreten sogenannter Enkeltrickbetrüger ist erneut eine ältere Frankfurter/M Bürgerin Opfer dieser dreisten Betrugsmasche geworden. Dieses Mal traf es eine 85-jährige Rentnerin aus dem Westend, die auf diese Weise ihre Ersparnisse von rund 10.000 Euro vermutlich auf Nimmerwiedersehen abschreiben kann.
Laut Anzeige der Seniorin erhielt sie am vergangenen Montag gegen 13.00 Uhr den Anruf eines Mannes, der sich als Bekannter der Frau ausgab. Er gab vor, Geld für einen Immobilienkauf in Höhe von 15.000 Euro zu benötigen. Die Seniorin bot dem 10.000 Euro an, die sie in der Wohnung aufbewahre. Daraufhin teilte der Anrufer mit, dass in etwa einer Stunde die Mitarbeiterin eines Rechtsanwaltbüros vorbeikäme, um das Geld abzuholen.
Nach der vereinbarten Zeit erschien dann eine etwa 30-jährige Frau, die das Geld in Empfang nahm, der 85-Jährigen noch eine Quittung aushändigte und daraufhin verschwand.
Quelle: news aktuell gmbh v. 28.07.10