Trickdiebe und Trickbetrüger

Enkeltrick am Telefon, aktuelle Fälle

Mit Enkeltrick um Erspartes gebracht

Die 73-jährige Seniorin aus Neuburg bekam am 19.06.2015, gegen 10 Uhr einen Anruf. Wieder gelang es dabei den Tätern, sich durch geschickte Gesprächsführung als naher Verwandter auszugeben, so dass die Rentnerin während des Telefonats fest davon ausging, sich mit ihrem Neffen aus Aschaffenburg zu unterhalten. „Dieser“ gab an, dass er gerade eine Wohnung ersteigert habe und deshalb dringend Geld für die Finanzierung benötige. Im guten Glauben ihrem Neffen beim Kauf der Wohnung zu unterstützen, begab sich die Seniorin zu ihrer Hausbank und hob den benötigten Anzahlungsbetrag ab. Das abgehobene Geld übergab die 73-Jährige, wie im Telefonat vereinbart, gegen 17 Uhr, an eine unbekannte Frau mit südländischem Erscheinungsbild. Als Übergabeort wurde der Platz vor dem Feuerwehrhaus in Neuburg-Feldkirchen gewählt.

Erst am Samstagabend, als der angebliche Neffe, nicht wie ursprünglich versprochen, zu ihr kam, schöpfte die Neuburgerin Verdacht und verständigte die Polizeiinspektion Neuburg. Schnell wurde klar, dass sie Opfer der dreisten Enkeltrickmasche wurde.

Quelle: Polizeipresse Bayern, news aktuell v. 22.06.15

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Schockanruf mit Unfallmasche

Am Montag hob eine in der Gießener Straße in Marburg wohnende 67-jährige Seniorin den Telefonhörer ab und sah sich nun mit einem angeblichen Anwalt konfrontiert. Der berichtete von einem Unfall, hohen Kosten für eine OP und einen möglichen Gefängnisaufenthalt, der nur durch sofortiges Bereitstellen von Bargeld verhindert werden könne. Die Seniorin ließ sich in dem Glauben, die Schwiegertochter und Enkelin würden sich in einer Notlage befinden, auf die Forderung des ausschließlich russisch sprechenden Mannes ein. Etwa um 15.45 Uhr erschien wie verabredet ein russisch sprechender Mann vor dem Wohnhaus der Seniorin und nahm das Geld in Empfang.

Quelle: Polizeipresse Mittelhessen, news aktuell v. 18.06.15

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Kein Geld für falsche Bärbel

Erfolglos blieb gestern (16.06.2015) eine Betrügerin, die mittels des zwischenzeitlich offenbar auch in der Bevölkerung hinreichend bekannten Enkel-/Verwandtentricks zu Geld kommen wollte. Dank der guten und folgerichtigen Reaktion des Angerufenen blieb es beim Versuch, eine Schädigung trat nicht ein.

Eine Frau meldete sich telefonisch bei einem 86-jährigen Augsburger Rentner und gab sich als „Bärbel“ aus. Da die Nichte des Angerufenen tatsächlich Bärbel heißt, denkt er zuerst es handelt sich tatsächlich um besagte Familienangehörige. Als der Senior dann allerdings nachfrägt, warum sie nicht in der Schule sei und was sie wolle, bekommt er zur Antwort, dass die vermeintliche Nichte eine Wohnung in München gekauft habe. Zur Fertigstellung des Vertrages fehlen ihr jetzt aber noch 5.000 Euro.

Der Rentner fragte daraufhin nach ihrem Nachnamen, was aber von der Anruferin mehrmals ignoriert und stattdessen nur auf das Geld verwiesen wurde. Nachdem der 86-Jährige nun beharrlich nachhakte und weitere Fragen stellte, wurde das Gespräch durch die falsche „Bärbel“ kurzerhand beendet. Eine Telefonnummer wurde nicht angezeigt. Zur Person kann der Rentner lediglich sagen, dass es sich der Stimme nach um eine jüngere Frau gehandelt haben müsste.

Quelle: Polizeipresse Bayern v. 17.06.15

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