Kontaktlos bezahlen heißt: Die Karte muss nicht mehr in ein Kartenterminal gesteckt werden. Es reicht, sie vor ein entsprechendes Lesegerät zu halten. Die Zahlung erfolgt in Sekundenschnelle. Unterschrift oder PIN-Eingabe sind nicht mehr nötig. Die Wartezeiten an der Kasse verkürzen sich damit um bis zu 25 Prozent. Mit der Akzeptanz von Kontaktlos-Zahlungen könnten Handelsunternehmen vor allem die durch Kleinbeträge verursachten Münzberge und deren kostspieligen Umtausch vermeiden.
Einsatzgebiete sehen die Sparkassen zum Beispiel bei Sport-Arenen oder Mehrzweckhallen, Kantinen und Mensen in Unternehmen, Schulen und Universitäten. Aber auch Festivals und andere Großveranstaltungen, Vergnügungs- und Tierparks, Schnellrestaurants oder Cafés
Die Sparkassen wollen ihre 45 Mio EC-Karten vom 2. Halbjahr 2011 für dieses Verfahren ausrüsten. Die Karten haben dann keinen Magnetstreifen mehr. Für manche Länder wie z.B. den USA wird man zum Geld abheben am Bankautomat dann eine gesonderte Karte brauchen. Das kontaktlose Bezahlen soll für Beträge bis 20 Euro möglich sein. Im Stadion Leverkusen gibt es das Verfahren schon.
Quelle: Pressemitteilung des Sparkassen und Giroverbandes v. 30.06.10
Seit Ende 2007 gibt es in Europa ein neues zusätzliches Bezahlverfahren. Es handelt sich um das "Berührungslose Zahlen mit der Visa Kreditkarte". (PayPass) das ohne Geheimzahl oder Unterschrift funktioniert.
Damit sollen dann "geringe" Beträge " bezahlt werden, indem man die Karte an einem speziellen Gerät vorbeiführt. Die Abwicklung soll etwa eine halbe Sekunde dauern und weder Unterschrift noch Eingabe eines PIN-Codes erfordern. Die Kreditkartenfirma möchte damit in das Geschäft mit der Abwicklung kleinerer Zahlungen vordringen Die Kartendaten werden dabei drahtlos zwischen der mit einem RFID-Chip ausgestatteten Karte und dem Leseterminal übertragen.
Künftig können die Deutschen Minibeträge bequemer begleichen. Mit einer neuen Technologie können Besitzer von Kreditkarten Summen bis zu 25 Euro durch Vorbeiziehen der Karte an einem Lesegerät zahlen. Der Zahlvorgang ist in einer Sekunde erledigt. Der Sensor lässt sich auch in Uhren oder Handys einbauen.
Wie www.heise.de am 23.11.07 berichtete wird wird ab Januar 2008 Mastercard statt Visa die Kreditkarten im Miles&More-Programm der Lufthansa stellen. Die neu ausgegebenen Karten werden mit dem von Eurocard, Mastercard und Visa gemeinsam entwickelten EMV-Chip ausgestattet sein. Mit dem ebenfalls integrierten Funkmodul ist drahtloses Bezahlen von Mastercard möglich. Der Abstand zwischen Karte und Terminal darf nicht größer als 20 cm sein. Die Flughäfen Frankfurt und München werden beginnen.
Kontaktlose Zahlungsverfahren sind vor allem für Geschäfte geeignet, die viele Zahlungen abwickeln. Um zu bezahlen, braucht der Karteninhaber seine Visa payWave Karte nur sehr kurz vor ein Radiofrequenz (RF)-Lesegerät an der Kasse zu halten. Alle erforderlichen Informationen werden dann drahtlos übertragen und die Zahlung wird wie gewohnt durchgeführt.
Quelle: PC-Welt v. 09.05.07 und www.markenpost.de v. 14.05.07
Auch mit der Maestro Karte und der Payback-Maestro-Karte kann man "payPass" bezahlen.
Der Händler kann beim kontaktlosen Bezahlen nicht prüfen, ob ob die Karte gesperrt oder gestohlen ist. Es gibt keinen Kontakt zum zentralen Rechner. Daher auch das niedrige Bezahl-Limit von 20 Euro. Wird mit einer gestohlenen Karte bezahlt, haftet der Kunde bei rechtzeitiger Kartensperrung nicht.
Auch die Banken sichern sich ab. Sie legen fest, wieviel kontaktlose Bezahlvorgänge möglich sind. Der Chip auf der Karte speichert die Anzahl der Bezahlvorgänge. Beim festgelegten Maximalvorgang ist eine Online-Anfrage des Händlers nötig.
Daten klauen: Die Daten werden zwischen Karte und Terminal verschlüsselt übertragen. Auch die kurze Reichweite von 10 cm verhindert Datenklau.