Die polizeiliche Erfahrung hat gezeigt, dass diese Leute meist unter Vorspiegelung falscher Tatsachen um Spenden bitten. Meist zeigen sie Fotografien oder vorgefertigte, laminierte Textzettel, wonach auf eine besondere Notlage hingewiesen wird, zum Beispiel auf ein erkranktes Kind. Hierdurch soll in der Bevölkerung Mitleid erregt und so die Spendenfreudigkeit erhöht werden.
In der Vergangenheit kam es durch solche Bettler auch zu Gelegenheitsdiebstählen. Zudem wurden Wohnungen für spätere Einbrüche ausgespäht.
Nach den Berichterstattungen in den örtlichen Siegburger Medien erreichten die Polizei zahlreiche wertvolle Hinweise aus der Bevölkerung. Allein in den ersten drei Tagen gingen bei den Ermittlern zehn Hinweise ein. Die entsprechenden Personen bzw. Personengruppen konnten sich bei den anschließenden Kontrollen in vielen Fällen nicht ausweisen und wurden daher erkennungsdienstlich behandelt.
Am vergangenen Wochenende konnte die Polizei nach Hinweisen aus der Bevölkerung in der "Alte Heerstraße" in Sankt Augustin ein 17-jähriges Mädchen antreffen und kontrollieren. Die 17-Jährige, die ihren Wohnsitz im Ausland hat, war mit einem Zettel "Hilfe für Obdachlose" unterwegs.
Im Krokusweg, in Neunkirchen-Seelscheid zog ein 18 und 22 Jahre altes Pärchen von Haus zu Haus und zeigte den Anwohnern in einem Notizbuch das eingeklebte Bild eines kleinen Kindes vor. Darunter stand ein mitleid erregender Text. Die Beiden wurden zur Personalienfeststellung erkennungsdienstlich behandelt.
Durch den hohen Kontrolldruck wird eine nicht zu unterschätzende präventive Wirkung erzielt. Das Entdeckungsrisiko für potentielle Täter ist nach den Personalienfeststellungen erheblich höher und schreckt daher ab.
Wir bitten die Bürgerinnen und Bürger auch weiterhin um erhöhte Wachsamkeit. Bei verdächtigen Beobachtungen sollte sofort die nächste Polizeiwache informiert werden. Im Zweifelsfall ist die Polizei über 110 zu rufen!
Quelle: news aktuell gmbh v. 08.02.10
Profibettler klopfen beim Halt an der roten Ampel an die Autoscheibe. Öffnet man diese, bekommt man eine Zettel: "Ich habe Hunger bin arbeitslos, bitte kleine Spende". Solange sie nicht aggressiv werden und den Verkehr nicht behindern, ist das noch nicht mal stafbar.
Vorsorglich warnt die Coburger Polizei vor sogenannten "Bettelbetrügern", die im oberfränkischen Raum ihr Unwesen treiben.
Häufig wird von den nur wenig deutsch sprechenden Bettlern auf Handzetteln eine Notlage geschildert. Sämtliche Überprüfungen ergaben bisher, dass diese vermeintlich existenzbedrohenden Situationen frei erfunden waren. Durch die Erregung von Mitleid soll die Spendenbereitschaft der Passanten in den Innenstädten erhöht werden.
Jetzt wurde bekannt, dass eine solche Gruppe mit einem Bus in die größeren oberfränkischen Städte transportiert und einige Tage später wieder abgeholt wird. Offensichtlich steht eine planmäßig agierende Organisation hinter diesen Bettelbetrügereien.
Quelle: Polizeipresse Bayern v.07.04.10
Das Polizeipräsidium Niederbayern warnt vor allzu schneller und unüberlegter Hilfsbereitschaft
Am Sonntag wurde in Meilenhofen eine rumänische Familie festgestellt, von denen eine Frau beim Betteln angetroffen wurde. Bei den weiteren Familienmitgliedern und im Pkw wurden Bettelutensilien, darunter eingeschweißte Vordrucke aufgefunden. Die Familie wurde nach Feststellung der Personalien wieder entlassen.
Vor allem in den größeren Städten Niederbayerns sind sie mit Einzug der wärmeren Witterung wieder öfters anzutreffen: rumänische Bettler, die aus den "unterschiedlichsten Beweggründen" um Geld betteln. Erfahrungen der niederbayerischen Polizei aus den vergangenen Jahren zeigen, dass die Personen jedoch gezielt und quasi bandenmäßig agieren.
Wie profihaft die Frauen und Männer - und nicht selten auch Kinder - vorgehen, zeigt die Tatsache, dass sich die Bettler in den Städten grundsätzlich die best frequentierten Orte und Plätze aussuchen, um dort in äußerlich auffälliger Form um Geldspenden anzuhalten. Dabei wird auch kräftig auf die "Mitleids-Wahrnehmung" der vorbeigehenden Bürgerinnen und Bürger gezielt.
Nicht selten knien die Männer und Frauen in auffälliger Weise am Gehsteig und halten selbstgefertigte Schilder vor sich, die die unterschiedlichsten - oft erfundenen - Notlagen vorgeben.
Aus den Vorjahren ist bekannt, dass die Männer und Frauen aus Osteuropa zumeist aus einem regional begrenzten Raum in Rumänien kommen und ihre Bettelaktionen fast generalstabsmäßig vorbereiten. So werden sie mit Fahrzeugen zu ihren "Einsatzorten" transportiert und haben regelmäßige Wechselzeiten.
Das erbettelte Geld wird ebenfalls regelmäßig von Aufsehern eingesammelt und dann "verwertet". Aus diesem Grund bittet das Polizeipräsidium Niederbayern aktuell darum, sich gut zu überlegen, ob man "im Vorbeigehen" vorschnell sein Geld einem dieser Bettler anvertraut.
Zudem ist in vielen Kommunen das offene Betteln - so wie z. B. im Innenstadtbereich von Straubing - eh verboten. Die niederbayerische Polizei will auf keinen Fall bedürftigen Menschen ihre Möglichkeiten einschränken, jedoch ist die gezeigte Form der professionellen "Bettel-Abzocke" ethisch fragwürdig und in vielen Fällen ganz einfach auch verboten.
In den letzten vier Wochen wurden bei den Polizeidienststellen in Niederbayern allein 50 Fälle von verbotener Bettelei bekannt. Neben den größeren Städten sind inzwischen auch Gemeinden mittlerer Größe in ganz Niederbayern betroffen.
Zwischenzeitlich wird in einigen dieser Fälle in auch schon strafrechtlich wegen Verdachts auf Betrug ermittelt.
us diesem Grund weist die Polizei darauf hin,
es sich gut zu überlegen,
vorschnell sein Geld einem dieser Bettler anzuvertrauen. Die
Möglichkeiten, soziales Engagement zu zeigen, sind
vielfältig. Zudem
ist in vielen Kommunen das offene Betteln gesetzlich verboten.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 27.07.09 und 22.10.09