Vorgetäuschter Auto-Rempler

Um an das Geld ihrer Mitmenschen zu kommen, entwickeln Betrüger erstaunliche Kreativität.

Eine Gruppe von Personen agiert mit einem oder mehreren PKWs. Eine Person stellt ein Auto auf einem belebten Parkplatz in eine Parklücke, dabei stellt sie den Wagen sehr eng an die benachbarte freie Parklücke. Weitere Personen warten ein wenig abseits, sie fungieren als „Zeugen“. Die Personen warten, bis ein Autofahrer in die freie Lücke fährt.

Kaum ist das Auto in die (durch den danebenstehenden Wagen) verengte Parklücke eingefahren, wird der Autofahrer beschuldigt, den bereits zuvor eingeparkten Wagen „angerempelt“ zu haben. In einem Fall war der beschuldigte Autofahrer nicht gesprächsbereit und lehnte jegliche Schuld an einem Schaden ab, in diesem Fall reden dann die „Zeugen“ mit dem Autofahrer und weisen ihn auf seinen angeblichen „Fehler“ hin.

Wenn der Autofahrer ahnt, dass etwas nicht stimmt und Fotos machen will, wird er von den „Zeugen“ unter Druck gesetzt, dass es verboten sei, Fotos auf dem Parkplatz zu machen und schließlich, ob er „kleine Mädchen“ fotografieren wolle und dass er deshalb auch angezeigt werden könnte.

Die Aktion dient offensichtlich dazu, dem jeweiligen Autofahrer einen Verkehrsunfall vorzutäuschen. Gleichzeitig wird ihm vorgemacht, dass ja nur geringer Schaden entstanden ist und man daher auf die Polizei verzichten könnte. Man einigt sich auf die Zahlung eines geringen Geldbetrages und „schafft die Sache damit aus der Welt“.

In einem solchen Fall rufen Sie die Polizei, meist sind die Betrüger dann blitzschnell verschwunden.

Quelle: Polizeipresse Brandenburg v.11.08.11

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