Trickbetrüger Lotto

Lotto-Tipp-Gemeinschaften

lotto Bei Lotto-Tipp-Gemeinschaften sind Spielevermittler am Werk, die derartige Tipps gewerblich in der Regel im Abonnement vermitteln und oft das Mehrfache an angeblichen Gewinnchancen versprechen. Auch sie fallen unter den Lotteriestaatsvertrag.

Mieser Trick: Betrüger wollen Bankdaten ausspionieren

Lotto wurde 2015 60 Jahre alt. Betrüger rufen im Namen von Toto/Lotto an. Oft erscheint sogar die echte Telefonnummer im Display (Call ID-Spoofing). Den Angegrufenen wird am Telefon weisgemacht, sie wären zum 60. Jubiläum ausgewählt, in einer Tippgemeinschaft mitzuspielen. Die Betrüger wollen so die Bankdaten in Erfahrung bringen

Ein anderer Trick um an die Bankdaten zu kommen: Den Angerufenen wird vorgegaukelt, es hätte einen Systemabsturz gegeben und man müsste die Bankdaten neu eingeben. Es ist verboten, für Lotteriespiele zu werben, solche Anrufer sind daher in jedem Falle unseriös. Lotto ruft nicht an, um Bankdaten abzugleichen/zu ermitteln.

Schließt man per Telefon, Brief, Fax oder Internet mit den Spielevermittlern einen Fernabsatzvertrag ab, steht dem Verbraucher hier ein Widerrufsrecht zu.

Verraten Sie am Telefon nie Ihre Kontonummer. Bestätigen Sie auch keine angeblich bekannte Kontonummer Bei Werbeanrufen am besten sofort auflegen und keine Kontodaten preisgeben!

Die Frist für das Recht, einer Falschbuchung widersprechen zu können (Rückgaberecht) wurde verkürzt, sie beträgt im europäischen Lastschriftverfahren künftig nur noch 8 Wochen ab Buchungstag. Bei einer nicht korrekt autorisierten SEPA-Lastschrift beträgt die Frist 13 Monate. Mehr dazu

Wenn widerrechtlich Kontoabbuchungen erfolgen, erstatten Sie Strafanzeige

Keine Werbung

Werbung für Glücksspiele ist verboten

Seit dem 1. Januar 2009 ist der Staatsvertrag über das Glücksspielwesen in Kraft.

Der Vertrag verbietet Werbung für Glücksspiele jeglicher Art über das Telefon, das Fernsehen oder im Internet generell verbietet. Zudem verletzen Werbeanrufe ohne ausdrückliche Einwilligung des Betroffenen das Wettbewerbsrecht.

Internet- und Telefonwerbung für Spielgemeinschaften zur Teilnahme an Ausspielungen des Deutschen Lotto- und Toto-Blocks verstößt gegen § 4 Nr. 11 UWG in Verbindung mit § 5 Abs. 3 des Glückspielstaatsvertrages (GlüStV) und ist unzulässig (Urteil OLG Köln v. 19.11.2010, az.: 6 U 38/10. )

Bei der Telefonwerbung für Lotto-Tippgemeinschaften oder für Lose der staatlichen Klassenlotterien kommt es seither also nicht mehr darauf an, ob der Verbraucher sein Einverständnis mit Werbeanrufen erklärt hat. Der Streit über die Wirksamkeit dubioser Generaleinwilligungen hat zumindest für diesen Bereich damit ein Ende gefunden erklärt die Verbraucherzentrale Berlin.

Rein theoretisch müsste jetzt ein nicht unerheblicher Teil der lästigen Werbeanrufe wegfallen.

Schild Werbung trotz Verbot

Lottowerbung trotz Werbeverbot

Eine Umfrage des Verbraucherverbandes brachten ein trauriges Ergebnis.

Lotterien und Gewinnspielfirmen nehmen mit Abstand den ersten Platz bei den Beschwerden ein. Mehr

Trotz des Werbeverbots werden vor allem Senioren immer noch Gewinnspiel-Verträge untergeschoben und unberechtigt Beträge vom Konto abgebucht.

Jetzt ist Schluss mit der Telefonabzocke

Seit dem 09.10.2013 sind telefonisch abgeschlossene Gewinnspielverträge erst nach ausdrücklicher schriftlicher Bestätigung gültig Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken.

Mit welchem geschickten Fragespiel die Angerufenen überrumpelt werden schildert eine Broschüre der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein.

Lassen Sie sich in keinem Fall auf ein „Fragespiel“ ein, in dem Sie nur mit „Ja oder Nein“ antworten müssen, bzw. bekannte Daten nur bestätigen müssen!
Die Betrüger wollen von Ihnen nur das Wörtchen „JA!“, dass durch geschickte Gesprächsführung als Zustimmung zum Vertrag angesehen wird.

Eine Kundenbefragung der Verbraucherzentralen hat im Juli 2010 ergeben, dass Lotterien und Gewinnspielfirmen mit Abstand den ersten Platz bei den Beschwerden einnehmen. So würde zwei Drittel der Angerufenen die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder einer Lotterie angepriesen

Viele gewerbliche Spielanbieter behaupten am Telefon, im Auftrag der Lotto-Gesellschaften oder in Zusammenarbeit mit ihnen anzurufen.

Der Deutsche Lotto- und Totoblock weist darauf hin, dass er telefonische Werbung weder selbst durchführt noch in Auftrag gibt.

Wer beim Lotto-Spielen sicher gehen will, wählt den Weg zur Lotto-Verkaufsstelle in seiner Nähe.

Teilnahme an einem Gewinnspiel darf nicht von der Einwilligung einer Sammelerlaubnis zur Telefonwerbung abhängig gemacht werden
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat einer Werbefirma untersagt, sich im Rahmen eines Gewinnspiels von Verbrauchern eine Sammelerlaubnis zur Telefonwerbung von bis zu 30 Unternehmen einzuholen. Damit gaben die Richter einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) in diesem wichtigen Punkt statt (Urteil des OLG Frankfurt/Main vom 17.12.2015, Az. 6 U 30/15).

Die Frage, ob Webseitenbetreiber eine ausdrückliche Einwilligung zur Nachverfolgung des Nutzerverhaltens mittels „Opt-in“ einholen müssen, ist in der Fachwelt umstritten. Im Interesse einer grundsätzlichen Klärung hat der vzbv deshalb gegen diesen Teil des Urteils Revision beim Bundesgerichtshof eingelegt.

Mafiöse Strukturen, Betrüger im Callcenter

In Essen hat die Polizei einen Betrügerring gesprengt

telefon 61 Mitarbeiter eines Callcenters in Essen wurden vorläufig festgenommen. In nur sieben Monaten sollen die mutmaßlichen Betrüger 80 000 Opfern in ganz Deutschland vorgegaukelt haben, früher an Gewinnspielen teilgenommen zu haben, für die jetzt Gebühren fällig würden.

Der WDR hat am 11.10.10 über die Strukturen der Gewinnspiel-Mafia berichtet, die sich in Wien zentrieren. Die Umsätze liegen im Milliardenbereich. Ob überhaupt ein Gewinnspieleintrag vorgenommen wird, ist fraglich. Senioren werden mit Lastschrifteinzügen von Gewinnspielfirmen mit verschiedenen Namen abgezockt. In einigen Fällen sind die widerrechtlichen monatlichen Kontobelastungen höher als die gesamte monatliche Rente. Widerrufe und Beschwerden werden überhaupt nicht beachtet.

Welche Probleme es beim Widerruf von Lastschrifteinzügen geben kann siehe unter Abbuchung ohne Einzugsermächtigung

Um die unberechtigten Kontoabbuchungen zu stoppen, hilft oft nur die Eröffnung eines neuen Girokontos.

Wenn die Betrüger dann nicht länger abbuchen können, werden die Betroffenen mit Mahnungen und Drohungen überschüttet.

Lassen Sie sich nicht einschüchtern, zahlen Sie nicht. Die Betrüger werden es kaum auf eine gerichtliche Auseinandersetzung ankommen lassen, denn dann müssen Sie einen Vertragsabschluss beweisen.

Holen Sie sich Rat bei Ihrer örtlichen Verbraucherzentrale

Mit Auslandstelefonnummern Werbeverbot umgangen

Durch das am 4. August 2009 in Kraft getretene Gesetz zur Bekämpfung unerlaubter Telefonwerbung und zur Verbesserung des Verbraucherschutzes sind die Werbeanrufer jetzt verpflichtet, ihre Rufnummer zu übermitteln.

Bei Verstößen droht ihnen ein Bußgeld von bis zu EUR 10.000

Um diese Strafe zu umgehen, benutzen die unseriösen Werbeanrufer jetzt Internet-Telefonanschlüsse im Ausland und übermitteln dann eine ausländische Rufnummer, wodurch die Identifizierung des Anrufers fast unmöglich wird.

Die Verbraucherzentrale rät: Die Daten des Telefonats, wie Name des Anrufers, die Firma für die angerufen wird, die Rufnummer des Anrufers, Datum und Uhrzeit des Telefonats und den Grund des Anrufs zu notieren und sich an die „Aktion gegen unerlaubte Telefonwerbung“ auf der Homepage der Verbraucherzentrale Bremen zu beteiligen.

Quelle: Verbraucherzentrale Bremen v. 10.08.09

Verlängerung Lotto-Abo, Datenabgleich

Datenabgleich

Die Anrufer wollen nur nochmal die Kontodaten abgleichen, Oft ist ihnen die Kontonummer aus Adressverkäufen bekannt. Wo kein Abo-Vertrag besteht, kann auch nichts verlängert werden. Sie sollten auf keinen Fall ihre Kontodaten bestätigen oder preisgeben.

Kündigung eines angeblichen Lottovertrages

Der Anrufer behauptet, die Angerufenen hätten einen Lotterievertrag abgeschlossen, und fragt, ob man diesen vielleicht kündigen wolle. Wenn nicht, laufe der Vertrag noch weiter und koste dann monatlich zwischen 40 und 100 Euro. Die Summe ist jeweils verschieden. Bei einer Kündigung am Telefon laufe der Vertrag nur noch wenige Monate. Tatsächlich haben die Angerufenen nie einen Lotto-Vertrag abgeschlossen.

Statt der versprochenen Kündigung erhält man jedoch eine Auftragsbestätigung über die Teilnahme an einem Lottospiel zusammen mit einer monatlichen Rechnung. Ist den Abzockern die Kontonummer bekannt, wird gleich abgebucht.

Lottowerbung ist zwar verboten Dennoch: Widerrufen Sie Lotto-Abos vorsorglich sicherheitshalber per Einwurf-Einschreiben innerhalb von 14 Tagen. Lassen Sie sich von der Verbraucherzentrale beraten, denn es können auch längere Widerrufsfristen gelten, z.B. wenn der Anbieter überhaupt nicht zum Lottospiel zugelassen ist.

Erpressungsanrufe

Senioren werden zu Hause angerufen. Für einen angeblichen Gewinn sollen sie eine 4stellige Gebühr überweisen, andernfalls droht eine Gefängnisstrafe. Der Geldtransfer soll jeweils per „Western Union“ erfolgen Mit dieser Bezahlmethode bleiben die Täter im Ausland anonym. Weitere Informationen finden Sie bei Gewinn gegen Vorkasse

Betrüger wollen Senioren weismachen, dass sie an einem Gewinnspiel teilgenommen und eine Kündigungsfrist versäumt haben.Oft rufen Sie unzählige Male an, um ihre Opfer einzuschüchtern.

Besonders dreist:
Sollte das geforderte Geld nicht überwiesen werden, wird mit Konsequenzen wie der Erstattung einer Anzeige gedroht. Oft geben sich die Betrüger sogar als Staatsanwalt Richter usw aus. Siehe auch Amtspersonen fordern Geld

Lassen Sie sich nicht beirren, zahlen Sie nicht und erstatten Sie nun ihrerseits Strafanzeige wegen Erpressung.

Und bei Nichtgewinn den Einsatz zurückbekommen?

Sollte eine Firma trotz des Werbeverbots so etwas versprechen, ist Vorsicht geboten. Wer so wirbt, ist unseriös. In Wirklichkeit verwenden die betrügerischen Lottoanbieter nur einen Bruchteil der eingezahlten Wetteinsätze für echte Tippscheine und lassen den Großteil des Geldes in dunkle Kanäle verschwinden.

Lassen Sie sich weder an der Wohnungstür noch am Telefon zu etwas drängen. Danke nein, Tür zu, Telefonhörer auflegen. Holen Sie Rat bei Ihrer örtlichen Verbraucherzentrale, verständigen Sie die Polizei.

Gewinnspieleintragungsdienste – Nötigung durch ein anwaltliches Mahnschreiben

Hier ein Musterbrief der Verbraucherzentrale zur Abwehr einer unberechtigten Forderung.

Der Bundesgerichtshof bestätigt Verurteilung wegen (versuchter) Nötigung durch ein anwaltliches Mahnschreiben (Beschluss vom 5. September 2013 – 1 StR 162/13).

Gegenstand des Verfahrens sind anwaltliche Mahnschreiben an die Kunden von sog. Gewinnspieleintragungsdiensten. Diesen war über Callcenter angeboten worden, sie gegen einen Teilnehmerbeitrag in Gewinnspiele einzutragen. Dies geschah aber nicht. Nachdem es bei Einzug der Teilnehmerbeträge mittels Lastschrifteinzug immer häufiger zu Rücklastschriften kam, entschloss sich der gesondert verurteilte Verantwortliche des Gewinnspieleintragungsdienstes, die Kunden mittels eines „Inkassoanwalts“ zu mahnen, um so auf sie Druck auszuüben und dadurch zur Zahlung der unberechtigten Forderungen zu veranlassen.

Die entsprechend den Entwürfen hergestellten Mahnschreiben erweckten den Anschein, der Angeklagte habe die Forderungen aus den Gewinnspieleintragungen geprüft. Tatsächlich wurden die Namen der Empfänger vom Verantwortlichen des Gewinnspieleintragungsdienstes selbst eingesetzt. Der Angeklagte kümmerte sich weder darum, an wen die Briefe versandt wurden, noch darum, ob der Gewinnspieleintragungsdienst tatsächlich eine Forderung gegen den jeweiligen Empfänger des Schreibens hatte.

Lottobetrug im Internet

In Deutschland dürfen große Lotterien mit Millionengewinnen ausschließlich von den Landeslotteriegesellschaften sowie zugelassenen gewerblichen Spielvermittlern, die unter der Marke LOTTO bekannt sind bzw. als offizieller Partner von LOTTO lizensiert sind, veranstaltet und vertrieben werden.

Die Betrugsmasche

Den Verbrauchern wird in Art und Aufmachung der Internetseiten dieser Anbieter suggeriert, sie nehmen an den bekannten Lotterien der staatlichen Veranstalter teil. In Wirklichkeit – dies steht oft im Kleingedruckten – erfolgt die Teilnahme an der eigenen privaten Lotterie des bspw. in England bzw. Gibraltar ansässigen und dort lizensierten Anbieters.

Hier ist für den Verbraucher Vorsicht geboten! Denn, da es sich um unerlaubtes Glücksspiel in Deutschland handelt, wird der Abschluss dieser Spielverträge auch von der deutschen Rechtsordnung missbilligt (§§ 763, 134 BGB). Die Folge ist, dass im Gewinnfall – sollte die Auszahlung durch den Veranstalter verweigert werden – ein diesbezüglicher Anspruch des Spielteilnehmers gegenüber diesen Anbietern sich gerichtlich wohl nicht durchsetzen lassen wird.

Die Verbraucherzentrale rät deshalb, sich genau darüber zu informieren, ob der Anbieter über eine entsprechende deutsche Lizenz verfügt (LOTTO oder offizieller Partner von LOTTO).

Quelle: Verbrauacherzentrale Schleswig-Holstein v. 16.04.15

Australische Lotterie

In Deutschland werben Agenten für die Teilnahme an der Australischen Lotterie. Sie verdienen an der Vermittlungsgebühr. Nicht immer sind diese Agenten von der Australischen Lotterie lizensiert.

Eine Leserin der Pfiffigen Senioren erhielt einen Brief: vom „Preis-Komitee vom *Australischen Lotto 6/45 *angeschrieben vom Preisverleihungs-Direktor *A. Steadman, *mit der Info, dass sie qualifiziert worden ist, für die letzte Stufe, wie folgt: Bestätigt als berechtigt für die Teilnahme an: Preispool der 1. Gewinn- Klasse. Summe für Alleingewinner aus verfügbarem Gesamt-Preispool: AUD (Australischer Dollar) ..: 4,1 Millionen in bar. – Noch nicht zugewiesene Sets: 4845 Chancen.

Aber dann auf der rechten Seite, die Info zu was sie mitspielen kann: zu 15,- €
mit 1425 Chancen
zu 30,- € für 2850 Chancen
oder zu 45,- € für 4560 Chancen.

Da sie einen Spezial-Code bekommen hatte, könnte sie noch an vielen Chancen mehr teilnehmen, die ihr aber dann zusätzlich kostenlos angeboten werden, jedoch immer in Verbindung mit einen von den drei Möglichkeiten.

Eine Gewinnsumme soll per Scheck zugesandt werden.
Eine dubiose Masche, von der Teilnahme ist abzuraten.

7 Gedanken zu „Trickbetrüger Lotto“

  1. hallo mein name ist wassim ich habe vor 3 monaten die 7 platin lotto spiele gewonnen und war damals krank. Aber der Lottoverkäufer hat mich betrogen, weil er wusste, dass ich krank war. Ich habe auch den Beweis, dass ich krank bin und der Verkäufer mich betrogen hat. Können Sie mir helfen?

    Antworten
  2. Hallo mein Name ist Grete. H. nach meheren Anrufen hätte ich für 3 Monate Freispiele gehabt und nach Ablauf nicht gekündigt. Jetzt kam die Forderung für weitere 9 Monate die Kosten vom monatl. 97,50 zu zahlen. Nach Rücksprach wurden mir dann die Foderuung erlassen und ich bekam dann ein Schreiben wo ich dann einen Neuen Vertrag unterschreiben sollte. Ich habe mich im Net schlau gemacht und einen Musterbrief von der Verbraucherzentrale gefunden, den sofort kopiert und per Mail an den Einfachdabei.eu/service gesandt. Und siehe da, am folgenden Werktag kam die Küdigungsbestätigung, und man schrieb :_ Der Vorgang wird somit als erledigt betrachtet.
    Vorsicht und KEINE Unterschrift leisten !!!!!!!!!

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  3. Ich erhielt heute einen Anruf von Tel. Nr. 052424144600
    Dort wurde mir mitgeteilt, ich hätte einen Spielvertrag mit einer Lotto-Spielergemeinschaft abgeschlossen. Wenn ich jetzt nicht kündigen würde, müsste ich weitere 12Mon. 96,–€ bez. Wenn ich jetzt kündigen würde, würden noch 3 Monate mit 92,–€ von meinem Konto per Einzug abgebucht werden.
    Da ich nie gespielt habe war ich sehr überrascht, das sie mir meine konto Nr. mitteilten
    Diese macht mir z.Z. große Sorgen als 80 jähriger.
    Da ich aber keinen Spielvertrag abgeschlossen habe und ich auch keinerlei Belege dazu bekommen habe, weder eine gültige E-Mail noch eine Firmenanschrift besitze .
    Was kann man dagegen tun?
    Wie kommt man aus so einer Falle wieder heraus.
    Ich wäre für eine Rückantwort sehr dankbar.

    Antworten
  4. Hier meine Vorgehensweise, die Sie gerne an die eigenen Umstände anpassen können. Ich bin kein Anwalt aber bisher bin ich damit gut gelaufen.

    1. Nummer sowie Zeitpunkt und idealerweise den Ansprechpartner notieren und auf https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Aerger/Faelle/UEW/start.html (blauer Kasten rechts) melden. (Falls nicht genau bekannt im Telephon oder der Telephonanlage die Anruferliste durchgehen).

    2. Auf die Bestätigung mit der gesetzl. erforderlichen Widderufsbelehrung per Post warten.

    3. Die Genaue Adresse der Firma hinter dem Betrug ermitteln, die angegebene Webseite aufrufen und die Impressum Seite aufsuchen. Idealerweise auch den Eintrag im Firmenregister des Landes der Firma suchen und die Firmenidentifikationsnummer sowie Adresse und soweit vorhanden Personen notieren.

    4. Das eigene Konto genau beobachten und (Lastschrift)Abbuchungen umgehend bei Ihrer Bank stornieren

    4. Die im Impressum angegebene eMail und wenn vorhanden Fax-Nummer notieren.

    5. Unten angegebes Schreiben anpassen und eMailen + Faxen (ob Sie zusätzlich die Kosten für ein Einschreiben an die in der Bestätigung angegebene Adresse aufbringen wollen, überlasse ich Ihnen. Da kein rechtlicher Vertrag besteht, sollte es m.E. nicht nötig sein; aber ich bin, wie gesagt, kein Anwalt.).

    7. Archivieren Sie alle Korrespondenz als Beweis, incl. des Zeitpunkts + Telephonnummer unter dem Sie illegalerweise Angerufen wurden (z.B. Photo vom Telephondisplay).

    8. Nach diesem Schreiben scheuen diese Firmen meist den Zeit- und Geldaufwand Sie mit Mahnungen bzw. Inkassoforderungen zu belangen, falls doch welche bei Ihnen eingehen sollten: Die Firma muss nachweisen, dass ein rechtsgültiger Vertrag besteht.
    Zahlen sie also unter keinen Umständen. Widersprechen Sie den Forderungen in dem Sie wie in u.a. Schreiben die Verstösse aufführen, sei es gg. der Firma oder des Inkassobüros.
    Sofern Sie innerhalb der 14 Tage Widerrufsfrist nach Eingang der Bestätigung das Schreiben versandt haben, haben Sie ordnungsgemäß widerrufen, auch wenn dies eigentlich nicht nötig wäre, da es keinen rechtsgültigen Vertrag gibt.

    9. Falls eine Abbuchung erfolgt, würde ich Anzeige bei der Polizei erstatten. Falls Sie für die Firma Beschwerden anderer Betroffener im Internet finden erwähnen Sie dies, da es sich dann um gewerbsmäßigen Betrug handeln kann, was die Priorität bei der Bearbeitung steigern sollte. Geben Sie ALLE Adressen an, die Sie in ihrer Recherche zu der Firma ausmachen konnten, sowie den illegalen Werbeanruf und ihre Korrespondenz.

    Und hier das Schreiben:

    —–>8——————————————8 Optional, wenn Sie einschlägige Internetseiten finden: 8——————————————8<—————-

    Antworten
    • Ihre Adresse

      Empfängeradresse

      Ort, Datum

      Angeblicher Vertrag, Kundennummer 123xyz

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      mir ist ein Schreiben von Ihnen vom DATUM zugekommen über eine Teilnahme an einem Gewinnspiel „BEZEICHNUNG“.

      Die von Ihnen erhobene Forderung aus einem angeblich von mir abgeschlossenen Gewinnspielvertrag werde ich nicht bezahlen. Ich habe mit Ihnen keinen Vertrag über die Teilnahme an einem Gewinnspiel abgeschlossen. Hilfsweise erkläre ich Ihnen meinen Widerruf nach § 355 BGB des angeblich abgeschlossenen Vertrages. Zusätzlich erkläre ich die Anfechtung wegen Irrtums und wegen Täuschung. Bitte unterlassen Sie weitere Werbebriefe, Rechnungen und Mahnungen. Ich möchte an keinem Gewinnspiel teilnehmen.

      Die Anbahnung des Vertrag ist über Telefon erfolgt. Unerlaubte Telefonwerbung oder ein sogenannter Cold Call liegt vor, wenn ein Verbraucher einen Werbeanruf erhalten hat, in den dieser zuvor nicht ausdrücklich einwilligte. Dies ist gemäß § 7 Abs. 2 Nr. 2 und 3 Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verboten und kann nach § 20 Abs. 1 und 2 UWG mit einem Bußgeld von bis zu 300.000 Euro geahndet werden.

      Fürderhin, nach GlüStV § 5 (3) „Werbung für öffentliches Glücksspiel ist im Fernsehen (§ 7 des Rundfunkstaatsvertrages), im Internet sowie über Telekommunikationsanlagen verboten.“

      Also besteht auch aus diesen Gründen kein rechtsgültiger Vertrag.

      Sollte ich einen weiteren Anruf in Ihrem Auftrag erhalten oder Geld von meinem Konto abgebucht werden, werde ich umgehend Anzeige wegen Betrugs gegen Sie, FIRMENNAME, [Firmenidentifikationsnummer soweit recherchiert], ADRESSE IMPRESSUM, [ADRESSE Firmenregister] erstatten.

      —–> Optional, wenn Sie einschlägige Internetseiten finden: <———-
      Da Ihre Marke "BEZEICHNUNG" durch einschlägige Einträge im Internet für betrügerische Methoden bekannt sind, möchte ich Sie darauf hinweisen, dass rechtlich die Tatsache des gewerbsmäßigen Betrugs erfüllt sein kann. (siehe lottodeals.org/2019/03/13/herzlotto-lottoengel-vip-lotto-lottogemeinschaft/#comments).
      ——————————————————————-

      Desweiteren bitte ich Auskunft über die über mich gespeicherten Daten nach Datenschutz-Grundverordnung;
      Widerspruch gegen Direktmarketing und Einschränkung der Verarbeitung personenbezogener Daten gemäß Art. 21 Abs. 2 und 3 DSVGO;
      Widerruf der Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten, Art. 7 Abs. 3 S.1 DSGVO

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      ich bitte hiermit gemäß Art. 15 Abs. 1 DSGVO um Auskunft über:

      1. sämtliche personenbezogenen Daten, die Sie zu meiner Person gespeichert haben, insbesondere aufgezeichnete oder transkribierte Telefongespräche;

      2. die Verarbeitungszwecke;

      3. die Kategorien personenbezogener Daten, die verarbeitet werden;

      4. die Empfänger mit vollständiger Anschrift sowie Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die personenbezogenen Daten offengelegt worden sind oder noch offengelegt werden;

      5. falls möglich die geplante Dauer, für die die personenbezogenen Daten gespeichert werden, oder, falls dies nicht möglich ist, die Kriterien für die Festlegung dieser Dauer;

      6. soweit die personenbezogenen Daten von Ihnen nicht bei mir persönlich erhoben wurden, alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten;

      7. falls zutreffend, das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 Abs. 1 und 4 DSGVO und – sofern gegeben – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung meine Person.

      8. Nachweis meiner Einwilligung zur Verarbeitung meiner Daten gemäß Art. 7 Abs. 1 DSGVO

      9. Bestätigung, dass die mir übersandten Daten vollständig gelöscht wurden.

      Sofern Sie meine personenbezogenen Daten an ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermitteln, bitte ich über die geeigneten Garantien gemäß Art. 46 DSGVO im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.

      [Ich bitte Sie, mir die betreffenden personenbezogenen Daten, im Sinne des Art. 20 Abs. 1 DSGVO in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu übermitteln, z.B. als ZIP-Datenarchiv bestehend aus PDF bzw. mp3 Dateien via eMail.]

      Meine Anfrage schließt explizit auch sämtliche weiteren Angebote und Unternehmen ein, für die Sie Verantwortlicher im Sinne des Art. 4 Nr. 7 DSGVO sind.

      Falls Sie meine personenbezogenen Daten weiteren Empfängern offengelegt haben, bitte ich Sie außerdem, dass Sie diesen Empfängern unverzüglich eine Kopie dieses Auskunftsersuchens zukommen lassen.

      Die Auskunft ist nach Art. 12 Abs. 3 DSGVO unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb eines Monats nach Eingang der Anfrage zu erteilen. Sie hat nach Art. 15 Abs. 3 DSGVO kostenlos zu erfolgen.

      Ich bitte um Bestätigung, dass meine personenbezogenen Daten gesperrt wurden sowie, dass Sie die Empfänger durch Zusendung einer Kopie über diese Einschränkung der Verarbeitung informiert haben.

      Fürderhin widerrufe ich hiermit meine (soweit ich sie überhaupt erteilt habe) Einwilligung in die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten.
      Falls Sie meine personenbezogenen Daten weiteren Empfängern offengelegt haben, verlange ich außerdem, dass Sie die Empfänger über den Widerruf meiner Einwilligung in die Verarbeitung meiner personenbezogenen Daten informieren.

      Ich bitte um Bestätigung, dass Sie die Empfänger über meinen Widerruf informiert haben.

      Sollten Sie meiner Anfrage nicht innerhalb der gesetzlichen Frist von einem Monat vollständig nachkommen, spätestens bis [DATUM + 1 MONAT + 1 WOCHE KULANZ] werde ich rechtliche Schritte gegen Sie einleiten und Beschwerde bei der zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde stellen.

      Mit freundlichen Grüßen

      [IHR NAME]

      Antworten
  5. Hallo,

    bei mir rief eine Frau an, die behauptet, dass ich eigentlich für 12 Monate einen Vertrag
    bei Lotto hätte. Ich habe wohl mal am Jahresanfang online gespielt!
    Sie behauptete, ich wäre im Krankhaus gewesen und hätte wohl weitere Zahlungen vergessen! Stimmt aber nicht! Dann hat sie mir angeboten bis August monatlich 69,00 € zu bezahlen. So käme ich wohl eher aus meinem 12 monatlichen Vertrag raus.
    In Kürze würde wohl diese noch mal überprüft, und einen anderen Mitarbeiter müsste ich dann wohl noch mal meine Bankverbindung mitteilen.
    Ansonsten würde ich wieder auf den 12 monatlichen Vertrag zurücktreten!
    Achtung!!! Die Frau war sehr freundlich! die Nummer habe ich auf meiner Fritzbox sperren lassen!
    Bin am überlegen ob ich diesen Vorfall der Polizei melde!
    Aber die haben genug mit en Koronaregeln zu tun!

    M.F.G.

    Robert Josek

    Antworten
    • Nichts bezahlen- Anruf der Bundesnetzagentur melden- keine weiteren Anrufe annehmen
      (die haben verschhiedene Nummern)- nicht mit Namen, sondern mit „Hallo“ melden- das Wort „ja“ vermeiden- nicht auf Fragen eingehen.
      Ichh selbst erhalte seit mehreren Monaten,evtl. sogar Jahren immer wieder solche Anrufe. Hin und wieder erlaube ich mir einen Spass mit denen und rate ihnen am ende des Gesprächs, sich einen vernünftigen Job zu suchen.

      Antworten

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