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betrüger

Auto, Geld gewonnen – Gewinn mit Vorkasse?

Zahlen Sie keine Gebühren, um an den vermeintlichen Gewinn zu kommen.

BKA und Bundesnotarkammer warnen

Wer gewinnt, muss nichts bezahlen

Aktuell: Mit einer neuen Masche wird versucht, die Rechner der Opfer mit Fernwartungssoftware zu infizieren. Besonders weit mit der Umschulung sind die Scammer offenbar noch nicht, dennoch bestünde das Potenzial einer ernsthaften Bedrohung (Quelle: Newsletter www.buerger-cert.de v. 24.07.14).

Bundesweit wird Bürgerinnen und Bürgern per Telefon, Fax, Post oder E-Mail mitgeteilt, dass Sie Empfänger eines hohen Gewinns seien. Die Polizei in Deutschland verzeichnet seit 2010 über 37.000 Personen, die Opfer dieser Art des Betruges geworden sind. Fachleute von Polizei und Justiz gehen jedoch von einem hohen Dunkelfeld aus.

In aller Regel erhalten oftmals ältere Menschen per Telefon die Mitteilung, sie haben ein teures Auto oder einen größeren Gewinn in Höhe von mehreren zehntausend Euro gemacht. Der Anrufer gibt sich als zuständige Stelle für die Gewinnauszahlung aus, z.B. als Anwalt, Notar oder Geldtransportunternehmen. Die Opfer werden aufgefordert, sogenannte “UKash-Codes” oder Paysafe-Karten oder Amazon-Geschenkgutscheine käuflich zu erwerben und die Codes dem Anrufer mitzuteilen. Die Codes werden von den Betrügern genutzt, um im Internet zum Beispiel an gebührenpflichtigen Spielen teilzunehmen. Bei UKash und Paysafe selbst handelt es sich um seriöse Unternehmen. Leider wird das schnelle und anonyme Bezahlverfahren gerne von Betrügern genutzt.
Geben Sie nie Karten-Codes an Dritte weiter! Mit der Bekanntgabe von Codes ist Ihr Geld in den Händen von Fremden. Bargeld würden Sie ja auch nicht einfach an Unbekannte geben!

Auch ein Geldtransfer ins Ausland per Western Union wird gefordert.

In einigen Fällen geben sich die Kriminellen sogar rhetorisch geschickt als Polizei- oder Zollbeamte aus und bitten die Opfer den Zahlungsforderungen nachzukommen, damit die Kriminellen beim Empfang des Geldes festgenommen werden könnten.

Ist man sich in der Bewertung eines solchen Anrufes oder Schreibens unsicher, kann man sich jederzeit Rat bei der Polizei holen. Und überhaupt könnten die anfallen Gebühren ja vom “Gewinn” abgezogen werden.

Gefälschte Rufnummern

Tatsächlich sind die Rufnummern z.B. von angeblichen Rechtsanwälten, über einen Trick nur vorgeschaltet und werden bei Anruf automatisch zu den gewerbs- und bandenmäßig agierenden Tätern durchgestellt. Falls der Angerufene zunächst noch misstrauisch sein sollte und die angegebene Telefonnummer zurückruft, so meldet sich tatsächlich der vermeintliche Notar oder Rechtsanwalt. Bestehende Zweifel werden so zerstreut.

Unbekannt ist vielen aber, dass es technisch kein Problem ist, eine Telefonverbindung mit allen deutschenkn Vorwahlziffern so einzurichten, dass der Anruf zu einem Callcenter in der Türkei führt (Call ID Spoofing). Notieren Sie sich die Rufnummer des Anrufers! Teilen Sie diese Rufnummer auf jeden Fall auch der Bundesnetzagentur mit. Die Bundesnetzagentur wird diese Rufnummern sperren.

Die Ermittler sprechen in solchen Fällen von einem so genannten Vorschussbetrug. Die Täter sind nur äußerst schwierig zu ermitteln, da sie in den allermeisten Fällen aus dem Ausland operieren, über entsprechende Insiderkenntnisse verfügen und sich sehr stark abschotten.

Die Kriminalpolizei und die Bundesnotarkammer empfehlen daher

  • Annahme von Gewinnen nur dann, wenn bewusst an einem Gewinnspiel bei einem seriösen Unternehmen teilgenommen wurde
  • Keinesfalls sollten Vorauszahlungen oder ähnliches zu leisten sein! Eine Lotteriegesellschaft verlangt für die Aushändigung eines Gewinns niemals Vorausgebühren.
  • Unter keinen Umständen sollten Kontodaten/PIN herausgegeben werden
  • Die Seriosität des Notars kann unter www.deutsche-notarauskunft.de überprüft werden – nutzen Sie nur die dort angegebenen Kontaktinformationen

Das BKA rät: Sollten Sie bereits auf Grund eines solchen “Geschäftes” Zahlungen geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, erstatten Sie Strafanzeige bei dem Betrugskommissariat Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Schaubild Gewinnversprechen arbeitsteiliges Vorgehen der BetrügerWie die betrügerischen Banden arbeitsteilig vorgehen ist gut aus dem Schaubild der Polizei Oldenburg zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück (Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität) und die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg führen seit mehreren Jahren umfangreiche Ermittlungen aufgrund betrügerischer Gewinnversprechen gegen eine Vielzahl von Beschuldigten. Diese gehören verschiedenen Tätergruppierungen aus Deutschland und der Türkei an. Im Rahmen der Ermittlungen konnten mehrere Tätergruppierungen identifiziert und deren arbeitsteiliges Vorgehen nachvollzogen werden. Sie verursachten vermutlich einen Schaden von mindestens 13,5 Millionen Euro bei insgesamt 3.500 Geschädigten.

Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen, da die Geschädigten sich häufig für ihre vermeintliche Leichtgläubigkeit schämen und daher nicht offenbaren, Opfer einer Straftat geworden zu sein. Selbst die nahen Angehörigen werden oft nicht informiert. Hinweise zur Höhe der Dunkelziffer bietet die Verbindungsdatenanalyse. Hier wurden zu einer täterseitig genutzten Rufnummer innerhalb von 5 Wochen 31.000 Opfergespräche verzeichnet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den türkischen Ermittlungsbehörden konnten mehrere Callcenter in der Türkei, aus denen die betrügerischen Telefonate erfolgten, identifiziert und die Verantwortlichen ermittelt werden. In einer konzentrierten Aktion der türkischen Ermittlungsbehörden wurden 88 Personen, darunter auch der nach derzeitigem Ermittlungsstand Hauptverantwortliche S. Tanlak, vorläufig festgenommen werden. Gegen 11 dieser Bandenmitglieder der Gruppierung Tanlak wurden Haftbefehle erlassen. Zudem wurden diverse Vermögensgegenstände sichergestellt (Quelle: Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg v. 18.03.15).

Eine Leserin der Pfiffigen Senioren, deren Mutter betrogen wurde, bringt diese Betrugsmasche auf den Punkt: Erschreckend, wie geschickt mit dem Respektverhalten einer Generation gegenüber Notaren, Anwälten und Menschen mit Dr.-Titel umgegangen wird.

Hier werden ganz gezielt Senioren kontaktiert, um ihnen entweder hohe Bargeldsummen bzw. hochwertige Pkw als Gewinn in Aussicht zu stellen, nur um dann im Anschluss unter einem Vorwand (z.B. Überführungskosten, Gebühr für Gewinnverwalter, Vollkasko, Transaktionskosten, Transportversicherung, Zollgebühren, Freischaltungsgebühr, Auslagen, Steuern, Gewinnsteuern, Verwaltungsgebühr, Geldwäschebescheinigung, Bearbeitungsgebühr, Anwaltsgebühr, Kosten für den Werttransport, Vollmachtsgebühr ), Bargeld zu fordern. Durch die spezielle Art und Weise des Geldtransfers ist ein etwaiges Rückbuchen nicht mehr möglich. Das Bargeld wird hier dem Dienstleister vor Ort in bar übergeben und ist für den Geschädigten im Nachhinein nicht mehr greifbar

Vor Gewinnübergabe für 900 Euro Amazon-Gutscheine kaufen

Am heutigen morgen teilte eine 75- jährige Malchowerin der Röbeler Dienststelle mit, dass eine Frau aus Berlin sie darüber informierte, dass sie 20000,- Euro gewonnen hätte. Dazu müsste sie jedoch AMAZON-Gutscheine im Wert von 900,- Euro kaufen, die dann übergeben werden sollen. Diese Gutscheine wären für die Übergabe der Gewinnsumme erforderlich. In Supermärkten in Malchow sollte die Rentnerin diese Gutscheine käuflich erwerben. Bei diesen Gutscheinen handelt es sich jedoch um Paysafecards mit einer PIN. Nach dem Erwerb wollten die Gewinnüberbringer diese Gutscheine dann abholen.

Mit diesen Paysafecards kann man auch direkt bei AMAZON einkaufen. Die Rentnerin bekam dann gegen Mittag noch einen Anruf von der “Kripo” aus Neubrandenburg. Die Frau am Telefon erklärte der Rentnerin, dass alles noch einmal seitens der Polizei geprüft wurde und sie die AMAZON-Gutscheine ruhig kaufen könne, es gibt keinerlei Probleme dabei. Anschließend rief die Frau aus Berlin mehrfach an und erkundigte sich, ob die Rentnerin diese Gutscheine schon gekauft hätte.

Aus kriminalistischer Sicht kann davon ausgegangen werden, dass die Gewinnüberbringer wahrscheinlich nicht in Malchow erschienen wären, sondern nur an diesen PIN der Paysafecards interessiert wären. Hätte die Rentnerin im Falles des Erwerbes dieser Gutscheine die PIN durchgegeben, wäre das Guthaben auf diesen Paysafecards (Geldbetrag) weg.

Quelle: Polizeipresse Neubrandenburg, news aktuell v. 23.03.16

Mit Kontosperrung gedroht

Ein Mann aus Siedlinghausen bekam am Montag einen Anruf einer unbekannten Frau. Diese gab sich als Mitarbeiterin einer Bank aus und berichtete dem Mann, dass dessen Konto gesperrt werde. Für weitere Informationen werde sich später eine Anwältin bei ihm melden. Wenig später meldete sich dann auch tatsächlich eine Frau, die sich als Anwältin ausgab. Diese berichtete dem erstaunten Mann, er habe angeblich vor einiger Zeit einen Geldbetrag gewonnen. Da er diesen nicht versteuert habe, müsse er nun umgehend eine Strafe an eine Staatsanwaltschaft in der Türkei überweisen. Ansonsten werde sein Konto gepfändet.

Der Mann wandte sich ratsuchend an einen ihm privat bekannten Polizisten, der die Telefonanrufe dann schnell als das entlarvte, was sie sind: Betrug! Der Angerufenen hatte weder den Geldbetrag gewonnen, noch gibt es reale Forderungen einer türkischen Staatsanwaltschaft. Tatsächlich agieren hier gewiefte Betrüger, die ihre Opfer telefonisch unter Druck setzen, um an deren Geld zu gelangen.

Der Tipp der Polizei: Fragen Sie sich zunächst, ob Sie tatsächlich an einem Gewinnspiel teilgenommen und dort etwas gewonnen haben. Veranlassen Sie keinesfalls Überweisungen oder Geldübergaben aufgrund irgendwelcher Telefonanrufe.

Quelle: Polizeipresse Hochsauerlandkreis, news aktuell v. 16.02.16

Gewonnen, nur noch Versicherung bezahlen

Sie haben gewonnen!” Ein 75 Jahre alter Bremer freute sich vergangene Woche, das zu hören. Leider musste er feststellen, dass es sich bei dieser telefonischen Nachricht um eine typische Betrugsmasche mit Gewinnversprechen handelte.

Ein unbekannter Mann rief bei dem 75-Jährigen in Woltmershausen an und teilte ihm die freudige Nachricht mit, dass er einen sechsstelligen Betrag im Lotto gewonnen habe. Der freundliche Herr hinterließ vorerst seine Telefonnummer und meldete sich die Tage danach nicht mehr. Am Montag hakte der Senior noch einmal nach und erreichte unter dem Anschluss eine “Sachbearbeiterin”. Diese erzählte dem Bremer, dass so ein hoher Gewinn erst einmal versichert werden muss und er in Vorleistung gehen müsste. Sie forderte ihn auf, neun Gutscheinkarten eines Online-Versandhändlers zu kaufen und ihr die Codes telefonisch durchzugeben. Das tat der 75 Jahre alte Mann auch am Folgetag und bekam die Instruktion, für die Übergabe des Lottogewinnes zu einer Bank zu gehen. Natürlich erschien niemand, um dem Rentner einen Geldkoffer zu überreichen.

Quelle: Polizeipresse Bremen, news aktuell v. 28.01.16

Aussicht auf Gewinn lässt Vorsicht vergessen

Am 23.12.2015 glaubte der 56-jährige Neubrandenburger an ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk, als er von einer männlichen Person am Telefon erfuhr, dass er stolze 29.000 Euro gewonnen hätte. Allerdings könne der Gewinn nur ausgezahlt werden, wenn er zuvor amazon-Geschenkkarten im Wert von insgesamt 600 Euro kaufen würde. Der gutgläubige Mann sollte auf einen erneuten Anruf warten, um dann die freigerubbelten Nummern der Gewinnkarten mitteilen zu können.

Ohne zu zögern kaufte er die geforderten Gutscheinkarten und wartete auf den Rückruf. Am 28.12.2015 hat der vermeintliche Betrüger dann angerufen und die freigerubbelten Nummern erfahren. Angaben zum weiteren Verlauf hat der Neubrandenburger nicht erhalten. Wenig später hat eine Frau bei ihm angerufen und forderte den Kauf weiterer Nummern von Geschenkkarten, da der Gewinn plötzlich 92.000 Euro betragen sollte. Das kam den Geschädigten dann doch sehr merkwürdig vor und er ging zur Polizei um Anzeige wegen Betruges zu erstatten. Leider waren die Betrüger in diesem Fall erfolgreich.

Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang erneut: Leisten Sie keine Vorauszahlungen für einen vermeintlichen Gewinn. Seriöse Gewinn- oder Lotteriegesellschaften verlangen keine Gebühren oder Gutschein- oder Kartencodes.

Quelle: Polizeipresse Neubrandenburg, news aktuell v. 12.01.16

Fetter Bargeldgewinn gegen Code von Amazon Gutscheinen

Ein Leser der Pfiffigen Senioren ist nicht auf diese Masche reingefallen, möchte aber Andere warnen.
“Wir haben heute morgen einen Anruf bekommen, worin wir als Gewinner von 29.000 Euro- ausgewählt worden sein sollten. Um diese Summe zu erhalten, sollten wir Gutscheine von Amazon im Wert von 900 Euro- kaufen, um die Notarkosten zu bezahlen.Wenn wir die Gutscheine haben, sollten wir bei folgender Rufnummer zurückrufen: 089 2351 5566.

Bei diem Rüchruf sollten wir dann die Gutschein-Codes angeben, um die Summe zu bestätigen. Der Mann am Telefon, angabegemäß ein Herr Stefan Guntze, würde die Codes bei der Deutschen Bundesbank, bei der er beschäftigt wäre, prüfen lassen, ob der Wert auch stimmt.

Nach Recherche im Internet hat sich dies als Betrugsmasche herausgestellt, wir haben keine Codes angegeben, obwohl uns glaubwürdig versichert wurde, dass alles mit rechten Dingen zugeht und wir ohne die Codes auch den Gewinn nicht erhalten würden. Weiterhin wären die Codes ohne die Plastik-Geschenkkarten nicht brauchbar. Der Gewinn sollte von 4 Personen mit einem Koffer überbracht werden, als Beruhigung ist folgende Zahlenkombination zum Öffnen des Geldkoffers angegeben worden: 78442.

Die Polizei war nach Anruf bei der örtlichen Dienststelle schnell vor Ort und hat den Sachverhalt aufgenommen.”

Quelle: Ein Leser der Pfiffigen Senioren v. 11.01.16

Betrugsmasche mit gefälschten Telefonnummern (Call-ID-Spoofing)

Ein ganz normales Telefonklingeln, die Nummer im Display zeigt die Vorwahl einer deutschen Großstadt. Sie nehmen den Hörer ab: “Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!” Darauf fallen Sie natürlich nicht rein, jeden Tag liest man ja, wie Betrüger sich so das Geld leichtgläubiger Leute erschleichen. Dem Anrufer teilen Sie das genauso mit und legen auf. Einen Tag später klingelt das Telefon erneut. Wieder die Vorwahl einer deutschen Großstadt, die Nummer ist aber eine andere. “Die Rechtsanwaltkanzlei hier, wir wurden von der Lotterie-Gesellschaft beauftragt, Ihren Gewinn abzuwickeln.” Sie hören sich an, was der Rechtsanwalt zu sagen hat. Ein Gewinn von mehreren Hunderttausend Euro! Sie bleiben dennoch skeptisch, obwohl man das Geld ja schon gut gebrauchen könnte. Also rufen Sie die Polizei und bringen den Sachverhalt zur Anzeige. Man sagt Ihnen, dass Sie richtig gehandelt haben, ihr Gefühl bestätigt sich: Mit mir macht man das nicht!

Eine Woche später klingelt das Telefon erneut. Ein Ortsgespräch, am anderen Ende der Leitung meldet sich ein Kriminalkommissar der Polizei: “Sie hatten doch Anzeige erstattet! – “Wir haben das geprüft” – “Wir möchten Sie ja nicht um Ihr Geld bringen” – “Die Lotteriegesellschaft ist seriös! Sie haben tatsächlich gewonnen! Herzlichen Glückwunsch”.

Ein paar Tage später meldet sich der Rechtsanwalt wieder, das Geld ist bereits eingetroffen, es sind jedoch Auslagen entstanden, die Sie zunächst bezahlen müssten. Man hätte versucht das anders zu regeln, aber das klappt leider nicht. “Hätten Sie 25.000 EUR zur Verfügung?” Man versteht, dass das viel Geld ist, aber Sie haben ja noch viel mehr gewonnen… Sie bezahlen! Die 25.000 EUR werden auf ein Konto der Western Union überwiesen. Der versprochene Gewinn kommt jedoch nie an…

Der Mitarbeiter der Lotterie, der Rechtsanwalt, der Kriminalkommissar – alles Täter einer Betrugsbande. Der geschilderte Sachverhalt ist lediglich ein Beispiel. So oder ähnlich haben Betrüger bereits hohe Summen erbeutet. In Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Strafrechtlich spricht man hier von einem Betrug. Bei dieser Betrugsmasche, dem sogenannten Call-ID-Spoofing, sind vorwiegend ältere Menschen Opfer der bundesweit agierenden Banden. Die Täter nutzen das Internet, um ihren wahren Aufenthaltsort zu verschleiern. Durch die Internettelefonie wird die eigentliche Rufnummer unterdrückt und durch eine “Voice-over-IP-Nummer” (VoIP) ersetzt. Diese VoIP trägt dann die Vorwahl der aktuell gebrauchten Stadt.

Die Täter sind redegewandt, haben auf jede Frage eine passende Antwort und verwickeln Sie gekonnt in ein Gespräch. Sie bleiben hartnäckig und nehmen jede Rolle ein, die notwendig ist, damit das Opfer ihnen glaubt. Sie schrecken auch nicht davor zurück, über Tage und Wochen anzurufen und setzen ihre Opfer zunehmend unter Druck.

Quelle: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, news aktuell v. 11.11.14

Gewonnen, nur Ausweiskopie einsenden

Ein Rechtsanwalt oder eine ausländische Bank verspricht einen hohen Gewinn. Diesmal wird keine Vorausgebühr, sondern “nur” eine Ausweiskopie verlangt, z.B. zur Prüfung, ob man der rechtmäßige Gewinner ist.

Schicken Sie keine Ausweiskopie an Unbekannte

Was Betrüger mit Ihrer Ausweiskopie anrichten können, lesen sie bei Risiko: Kopie vom Personalausweis

Verwandte oder Freunde haben das Los gekauft

Eine Leserin der Pfiffigen Senioren hat eine Gewinnmitteilung über 1,9 Millionen Euro erhalten. Erstens schreiben die Betrüger, ein Bekannter habe das Gewinnlos für sie gekauft, der Name könne nicht genannt werden, aufgrund einer “rechtlichen Vereinbarung”.
Zweitens sollte sie zunächst auch gar keine Bankverbindung angeben, sondern könnte einen Barscheck über die Summe einfordern – allerdings müsste ich auch zu diesem Zweck eine Kopie meines Personalausweises übersenden. Mit anderen Worten: die Betrüger haben ihre Anschreiben angepasst, und es könnte ja durchaus sein, dass auch andere Personen mit der Masche “jemand anderes, z. B. Verwandte/Freunde haben das Los gekauft” geködert werden sollen.

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