gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Geldautomat Bequem und sicher?

In Deutschland gibt es laut Bundesbank 56.794 Geldautomaten (Stand 2014)

Stellen Sie fest, dass ein Unbefugter Geld von Ihrem Konto abgehoben hat, informieren Sie umgehend Ihre Bank.
Lassen Sie die Karte sofort sperren.

Zentrale gebührenfreie Sperrnummer 116 116

Aus dem Ausland: +049 116 116

Rückgang der Skimmingfälle

2016

Im ersten Halbjahr 2016 wurden lt. Euro Kartensysteme GmbH 94 Geldautomaten manipuliert.

2015

Der EMV-Sicherheitschip zeigt Wirkung: Skimming an Geldautomaten ist rückläufig

Im Jahr 2015 wurden laut Euro Kartensysteme in Deutschland 118 Geldautomaten, manipuliert, um Kartendaten und Geheimnummer (PIN) von Bankkunden auszuspähen. Der Schaden durch diese Angriffe sank im vergangenen Jahr ebenfalls auf 2,7 Millionen Euro.
Im Jahr 2015 schlugen Datendiebe mit weitem Abstand am häufigsten in Berlin zu (67 manipulierte Geldautomaten), gefolgt von Hamburg (16), Bayern (9) und Nordrhein-Westfalen (8). Nach Angaben von Euro Kartensysteme wurden in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen überhaupt keine "Skimming"-Fälle registriert. (Quelle: Bayrischer Rundfunk v. 23.01.16)

Im Jahr 2015 wurden laut BKA 108 Geldautomaten mit Gas gesprengt. Das BKA rät zur Nachrüstung. Entweder zur zur Einfärbtechnik oder zu Systemen, die Gas verdrängen oder schadlos abfackeln. Kostenpunkt: 2000 bis 3000 Euro.

2014

Die rückläufige Entwicklung der Skimming-Fälle bei Geldautomaten setzte sich auch im Jahr 2014 fort. Es wurden 222 Angriffe auf Geldautomaten zur Erlangung von Kartendaten (Magnetstreifendaten) und PIN registriert, ein Rückgang um 54%. Die aktuelle Fallzahl liegt deutlich (82%) ) unter dem Mittelwert der letzten fünf Jahre (1.207. Fälle).

Geldautomaten in Berlin, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hessen wurden am häufigsten manipuliert. Überhaupt keine "Skimming"-Fälle gab es in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen.

Gemäß internationalen Abkommen müssen die Länder für betrügerische Geschäfte mit geklauten Kartendaten aufkommen, welche die niedrigeren Sicherheitsstandards haben. Die Europäischen Länder haben mit dem EMV-Chip einen höheren Sicherheitsstandard als viele überseeische Länder und bekamen deshalb einen großen Teil des Schadens ersetzt (Quelle: Newsletter Verbraucherzentrale Bundesverband v. 17.12.14).

Bedingt durch Mehrfachangriffe einzelner Geldautoma ten waren 2014 bundesweit 138 Automaten (2013: 341) betroffen, ein Rückgang von 60 %. Durch den Abbau bzw. die sicherheitstechnische Auf- rüstung von Türöffnern zu Bankfoyers sind Kartenda- tenabgriffe in diesem Bereich nahezu bedeutungslos geworden. Im Jahr 2014 ist der Datenabgriff lediglich in 15 Fällen durch Türöffnermanipulationen erfolgt.

Zahlungskartenkriminalität Bundeslagebild 2014 Zahlungskartenkriminalität Bundeslagebild 2014, pdf Datei

Die Tatverdächtigen bei der Manipulation von inländischen Geldautomaten stammen, wie in den Vorjahren, fast ausschließlich aus Südosteuropa. Hier dominieren rumänische und bulgarische Staatsangehörige.

In Deutschland gestohlene Kontodaten setzen Kriminelle nach Erkenntnissen von Euro Kartensysteme vor allem in den USA (28 Prozent), Mexiko (16 Prozent), Kolumbien (zwölf Prozent), Thailand und Brasilien (je neun Prozent) ein. Besonders in diesen Ländern werde mit Kartendubletten versucht, Geld abzuheben oder einzukaufen.

nach oben

Welche Geldautomaten sind besonders gefährdet?

Insbesondere Geldautomaten in stark frequentierten Bereichen wie in Fußgängerzonen und Bahnhöfen werden oft mehrfach manipuliert.Durch den Abbau bzw. die sicherheitstechnische Aufrüstung von Türöffnern zu Bankfoyers sind Kartendatenabgriffe in diesem Bereich nahezu bedeutungslos geworden.

Die Betrüger agieren vornehmlich außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende, da dort die Wahrscheinlichkeit gering ist, bei der Verwendung der Skimming-Geräte vom Fachpersonal ertappt zu werden.

Inzwischen haben die Täter das Ausspähen der PIN mit einer Minikamera nicht mehr nötig. Sie bauen einfach eine falsche Tastatur ein, welche die Ziffernfolge der PIN speichert. Skimmingaufsätze werden nicht mehr nur auf den Kartenleseschlitz aufgesetzt (lockert sich oft beim Rütteln), sondern die Skimming-Lesegeräte sind direkt im Kartenschlitz eingeschoben und auch bei aller Vorsicht nicht mehr zu erkennen. Zu weiteren Informationen .
Wie soll man sich da schützen?

nach oben

PIN am Selbstbedienungsautomat ausgespäht ?

Bei vielen Banken stehen Kontoauszugsdrucker, mit denen man auch Buchungen vornehmen kann.

In Rösrath wurde im November 2009 ein aufgestecktes Teil an der Einschubleiste entdeckt. Da an diesem Automaten der Kunde seine PIN-Nummer eingeben muss, sobald er eine Buchung tätigen möchte, wird davon ausgegangen, dass mit diesem Gerät die Nummer ausgespäht werden sollte.

nach oben

Skimming im Ausland

Deutsche Bankkunden sollten im Auslandsurlaub besondere Vorsicht am Geldautomaten walten lassen: Es ist nicht zu erkennen, ob dortige Geldautomaten nun mit neuer Chiptechnologie oder mit Magnetstreifen arbeiten. Somit ist die Sicherheit beim Geldabheben nicht gewährleistet.

Ab 2012 erfolgen alle Abhebungen am Geldautomaten innerhalb der EU nur noch mit EMV-Chip und Pin. Anschließend werden die Kontoauszugsdrucker umgestellt.

Besondere Vorsicht ist im außereuropäischen Ausland geboten, wo noch auf den Magnetstreifen zugegriffen wird, z.B. in den USA. Visa und Mastercard wollen in den USA bis 2015 nun auch den EMV-Chip einführen. Vorsicht auch in in Brasilien, Sri Lanka, Indonesien, Indien und den USA .

Das auswärtige Amt warnt im November 2015 vor Manipulationen der Geldautomaten und Missbrauch der Kartendaten in Südafrika. Es wird empfohlen, Kreditkarten bei anstehenden Zahlungen nicht aus dem Auge zu lassen. In vielen Restaurants "st es üblich, portable Kreditkarten-Lesegeräte zu nutzen.

Nutzen Sie im Ausland nur Geldautomaten von offiziellen Banken, möglichst zu den Öffnungszeiten. Automaten, die sich auf offener Straße befinden, bieten meist keinen ausreichenden Sichtschutz und sind anfälliger für Manipulationen. Führen Sie Transaktionen immer in einer Sprache durch, die Sie auch verstehen. Wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint, brechen Sie den Vorgang zur Sicherheit sofort ab.

In Kapstadt oder Johannesburg etwa wird Touristen bei der Nutzung von Automaten vermeintliche Hilfe angeboten, um in den Besitz der Karte zu kommen, die dann mit einem Handskimmer, einem Gerät zum Auslesen des Magnetstreifens, unbemerkt ausgelesen wird.

nach oben

Fallzahlen Skimming im Ausland

2016
Die Manipulation von Automaten im Ausland, bei denen deutsche Kartendaten ausgelesen wurden, belief sich im ersten Halbjahr lt.Euro Kartensysteme GmbH auf 121 Fälle. Die meisten dieser Skimming-Fälle ereigneten sich in Italien, gefolgt von der Türkei und Frankreich. Die Dubletten wurden u.a. in den USA, und in Indonesien eingesetzt. Dort ist der EMV-Chip noch nicht vollständig eingeführt.

Die Anzahl der Skimming-Attacken auf Geldautomaten im außereuropäischen Ausland betrug 2015 18.738 Fälle, hauptsächlich wegen der Zunahme des Modus Operandi "Transaction Reversal Fraud" von 160 auf 5.104. Die Card Trapping-Angriffe legten nach Anzahl auf 6.352 von 5.298 zu. (Quelle: www.kartensicherheit.de v. 27.04.16)

nach oben

Was tun bei Skimming im Ausland

Nach einem Skimming-Fall muss die Karte gesperrt werden, der Geschädigte muss bei der Polizei Anzeige erstatten. Außerdem zahlen die Banken nicht immer das gestohlene Geld zurück, sie können auch auf "Fehlverhalten" der betrogenen Kunden abstellen. Hier ist die Beweisführung des Geschädigten, gerade bei einem Skimming-Fall im Ausland, schwierig. Auch die Hinzuziehung eines EDV-Sachverständigen kann dem Kunden häufig nicht helfen. "Das eingesetzte EC-Karten-Verfahren ist völlig intransparent. Es gibt keinerlei prüffähigen Unterlagen über das Verfahren, deshalb ist für einen EDV-Sachverstädigen auch nicht möglich, das Verfahren auch nur ansatzweise zu überprüfen", erklärt der Präsident des Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V. in einer Pressemitteilung vom 20.04.10(BVS)

nach oben

Auch Ladenkassen werden manipuliert


Auch Point of Sales- Terminals (Kredit- und EC-Kartenterminals in Kaufhäusern, Baumärkten, Tankstellen usw.) werden angegriffen. Hier werden die Kartenlesegeräte zur illegalen Datenabschöpfung manipuliert bzw. ein zusätzliches Lesegerät wird eingesetzt.

nach oben

Geldautomaten ohne Bargeld, Bitcoin-Geldautomat,Goldautomat

Ein Geldautomat kostet ca. 45 000 Euro. Deutsche Geldautomaten müssen vom Zentralen Kreditausschuss genehmigt sein.

1967 wurde in London der erste Geldautomat in Betrieb genommen - eine Erfindung des am 15.05.2010 verstorbenen Briten John Shepherd-Barron.

Die deutschen Kreditinstitute betreiben zur Zeit ca. 60.315 Geldautomaten, europaweit sind ca.400.000 Geldautomaten installiert.

Inzwischen gibt es Goldautomaten, sog "Gold-to-go"-Geräte. Die Automaten sind mit 24-karätigen Goldbarren und -münzen befüllt. Das Gold ist in Geschenkpapier verpackt und mit einem Echtheitszertifikat versehen. Wer Gold geholt hat und sich die Sache noch anders überlegt: Man kann Barren und Münzen innerhalb von zehn Tagen wieder zurückgeben. Man erhält dann den aktuellen Marktpreis.

Ein Automat steht sogar schon in Deutschland und zwar in der Galeries Lafayette in Berlin. Auch aus den Geldautomaten der türkischen Kuveyt-Bank kann man 1 bis 2,5 Gramm schwere Goldstücke ziehen. Die Ausgabe erfolgt über einen separaten Münzausgeabeschacht.

In New York gibt es einen Bankautomaten der Firma KAL, der kein Bargeld ausgibt und auch kein Bargeld enthält. Statt Bargeld auszugeben, wird ein Gutschein ausgedruckt. Der wird im Vertragsgeschäft eingelöst, der Händler erhält automatisch eine Gutschrift über den ausgezahlten Betrag auf sein Konto. Teure Geldtransporte und regelmäßiges Auffüllen des Automats sind damit überflüssig.

Quelle: http://rtm.kal.com v. 20.06.12

Bitcoin-Geldautomat

In Luxemburg gibt es eine Bitcoin Börse mit EU-Zulassung, bei der Euro und Bitcoin getauscht werden können.

Bitcoin Geldautomat Bildquelle: www.bittiraha.fi
In den USA wurde ein Geldautomat ausgeliefert, der Bargeld gegen die virtuelle Währung Bitcoin umtauscht. In Vancouver können Bitcoin-Besitzer kanadische Dollar im Tausch gegen die Internetwährung abheben oder auch einzahlen. Auch in Finnland und Schweden und in Berlin gibt es inzwischen Bitcoin-Geldautomaten. Die Schweizer Finanzmarktaufsicht hat Bitcoin-Automaten verboten. Weitere Informationen dazu bei www.heise.de.

nach oben

PIN selbst bestimmen, Wunsch-PIN

Einige Banken bieten Wunsch-PINs an. Die PIN-Änderung auf eine persönliche Wunsch-PIN ist direkt am Automaten möglich. Wer aber z.B.sein Geburtsdatum wählt, macht es Dieben leicht: Wird mit der Geldbörse auch der Ausweis geklaut, hat der Dieb auch gleich die PIN. Auch wichtige Jahreszahlen wie z.B. 1492 (Kolumbus) oder 1989 (Fall der Mauer) oder womöglich gar 4711 sollte man meiden.

nach oben

Bargeld abheben per Smartphone oder NFC-Karte

Wincor Nixdorf hat einen Geldautomaten eingeführt, an dem Kunden per Smartphone oder NFC-Karte Bargeld abheben können. Für das Smartphonewird eine Mobile Banking App der jeweiligen Bank benötigt.

Zitat www.wincor-nixdorf.com:
"Über die App können Kunden schon auf dem Weg zum Geldautomaten das Konto und den gewünschten Auszahl-Betrag auswählen. Der Nutzer erhält einen QR-Code, mit dem er sich am QR-Code Scanner des Geldautomaten identifiziert. Als Alternative für die Autorisierung mittels QR-Code steht die NFC-Technologie ebenfalls zur Verfügung. Bei einer Abhebung mit einer NFC-Karte, können die Bankkunden ihre PIN über einen speziellen Encrypting Touch-Sensor eingeben.

Auch eine Auszahlung an Dritte ist möglich. Mithilfe der PC/E Software werden Transaktionsdaten auf ein mobiles Endgerät des Empfängers übermittelt. Der wiederum kann damit das Bargeld am Automaten abholen. Eine weitere Funktion der App ist ein Geldautomaten-Finder, der den Weg zum nächsten System weist, dass die kartenlose Abhebung ermöglicht." Zitatende

Quelle: Pressemitteilung www.wincor-nixdorf.com v. 12.10.15

nach oben