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Der Sicherheitschip zeigt Wirkung: Laut Dienstleister Euro Kartensysteme (EKS) gab es 45 Prozent weniger Datendiebstähle als im Vorjahr. mehr
Laut Pressemitteilung des BKA vom 10.05.11 wurden im Jahr 2010 in Deutschland 3.183 Angriffe auf Geldautomaten registriert, mehr
Besonders gefährdet sind Bankautomaten, die direkt an öffentlichen Straßen installiert sind und nicht im Vorraum eines Bankgebäudes stehen. mehr
Deutsche Bankkunden sollten im Auslandsurlaub besondere Vorsicht am Geldautomaten walten lassen: Es ist nicht zu erkennen, ob dortige Geldautomaten nun mit neuer Chiptechnologie oder mit Magnetstreifen arbeiten. mehr
Neben den Angriffen auf Geldautomaten in Deutschland wurden auch im Ausland deutsche Kartendaten illegal abgegriffen. mehr
Nach einem Skimming-Fall muss die Karte gesperrt werden, der Geschädigte muss bei der Polizei Anzeige erstatt mehr
Bei Fernreisen kann es Probleme bei der Bargeldauszahlung kommen. Sprechen Sie vorher mit Ihrer Bank. mehr
Zehntausende Kontoauszugdrucker in Deutschland greifen ausschließlich auf die Daten des Magnetstreifens zu mehr
Ende März 2011 wurden erstmals in Deutschland Fälle bekannt, bei denen an Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn Magnetstreifendaten und PIN erlangt wurden. mehr
Auch Point of Sales- Terminals (Kredit- und EC-Kartenterminals in Kaufhäusern, Baumärkten, Tankstellen usw.) werden angegriffen mehr
Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofes hat mit Beschluss vom 18.03.10 festgestellt,...mehr
1967 wurde in London der erste Geldautomat in Betrieb genommen - eine Erfindung des am 15.05.2010 verstorbenen Briten John Shepherd-Barron. Die deutschen Kreditinstitute betreiben zur Zeit ca. 57.000 Geldautomaten mehr
Die Deutsche Bank bietet bereits Wunsch-PINs an. Ab Februar 2012 können Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken ihre PIN für den Geldautomaten selbst festlegen. mehr
Der Sicherheitschip zeigt Wirkung: Laut Dienstleister Euro Kartensysteme (EKS) gab es 45 Prozent weniger Datendiebstähle als im Vorjahr. Der Rückgang liege vor allem daran, dass von vielen Geldautomaten in Europa nun der Sicherheitschip EMV - die Abkürzung steht für Europay International, Mastercard und Visa - verlangt werde. Der ließe sich nicht nachmachen.
Vorher reichte eine Kartenkopie mit den vom Magnetstreifen ausgelesenen Daten und der - zum Beispiel per Kamera - gestohlenen PIN zum Kontoplündern. Außerhalb Europas können Betrüger aber oft noch so Geld abheben, etwa in den USA.
Weniger bedeutend sind nach Schneiders Angaben Betrugsmethoden wie Cash-Trapping.
Quelle: www.test.de, Heft 11/2011 v.27.10.11
Laut BKA wurden im Jahr 2010 in Deutschland 3.183 Angriffe auf Geldautomaten registriert, was eine Steigerung von 55 % gegenüber dem Vorjahr (2.058 Angriffe) bedeutet. Dabei waren 1.765 verschiedene Geldautomaten das Ziel von Manipulationen, auch hier ist eine Steigerung im Vergleich zu 2009 zu verzeichnen, und zwar um 83 % (2009: 964 Automaten). Siehe auch Bundeslagebild 2010 Zahlungskartenkriminalität des BKA.
Pro Skimming-Attacke auf einen Geldautomaten sind durchschnittlich rund 60 Kunden betroffen. Demzufolge wurden im Jahr 2010 schätzungsweise 190.000 Kartenkunden Opfer von Skimming-Delikten.
Nach Schätzungen lag der daraus resultierende Schaden allein bei den Debitkarten bei rund 60 Millionen Euro und damit 20 Millionen höher als im Vorjahr (2009: 40 Millionen Euro).
Im Jahr 2010 wurden erstmals Fälle festgestellt, in denen die Täter die zur PIN-Ausspähung erforderlichen Minikameras innerhalb der um das Tastaturfeld angebrachten Sichtblenden eingebaut haben.
Bei den Tätern handelt es sich um international agierende Tätergruppierungen südosteuropäischer (rumänischer und bulgarischer) Herkunft, die europaweit zusammenarbeiten: Ausspähen in Deutschland, Abheben mittels kopierter Karten im Ausland. Denn an Deutschen Automaten gibt's kein Geld mit kopierten Karten.
Das Bundeskriminalamt fordert magnetstreifenlose Karten. Der Einführung des EMV-Sicherheitschips wurde zum 01.01.11 europaweit eingeführt. Ein Ausspähen der Daten und übertragen auf eine Dublette ist nach dem heutigen Stand der Technik damit nicht mehr möglich.
Der Magnetstreifen wird nur noch für Auszahlungen/Einkäufe außerhalb Europas benötigt. Dafür könnte bei Bedarf eine zweite Karte ausgestellt werden.
Vermutlich bereits ab Oktober will die Polizei eine Kooperation mit Banken eingehen, um nach dem Vorbild des amerikanischen FBI mit einem "flexiblen und schnellen Austausch von Informationen neue Betrugsmaschen schneller zu erkennen und gemeinsame Abwehrstrategien zu entwickeln". Das kündigte BKA-Chef Jörg Ziercke an.
Besonders gefährdet sind Bankautomaten, die direkt an öffentlichen Straßen installiert sind und nicht im Vorraum eines Bankgebäudes stehen. Die Polizei warnt auch besonders vor Geldautomaten, die nicht videoüberwacht sind, z.B. die meisten Automaten der Postbank.
Die Betrüger agieren vornehmlich außerhalb der Geschäftszeiten und am Wochenende, da dort die Wahrscheinlichkeit gering ist, bei der Verwendung der Skimming-Geräte vom Fachpersonal ertappt zu werden.
Seit Geldautomaten vermehrt mit Antiskimming-Vorrichtungen ausgerüstet wurden, tauschen die Täter nun vermehrt die Türöffner zum Bankeingang aus. Der manipulierte Türöffner liest die Kartendaten aus, eine Minikamera zeichnet die PIN-Eingabe auf. Viele Banken haben deshalb die Türöffner am Bankeingang abgebaut.
Inzwischen haben die Täter das Ausspähen der PIN mit einer Minikamera nicht mehr nötig. Sie bauen einfach eine falsche Tastatur ein, welche die Ziffernfolge der PIN speichert. Wie soll man sich da schützen?
Bei vielen Banken stehen Kontoauszugsdrucker, mit denen man auch Buchungen vornehmen kann.
In Rösrath wurde im Novemer 2009 ein aufgestecktes Teil an der Einschubleiste entdeckt. Da an diesem Automaten der Kunde seine PIN-Nummer eingeben muss, sobald er eine Buchung tätigen möchte, wird davon ausgegangen, dass mit diesem Gerät die Nummer ausgespäht werden sollte.
Deutsche Bankkunden sollten im Auslandsurlaub besondere Vorsicht am Geldautomaten walten lassen: Es ist nicht zu erkennen, ob dortige Geldautomaten nun mit neuer Chiptechnologie oder mit Magnetstreifen arbeiten. Somit ist die Sicherheit beim Geldabheben nicht gewährleistet.
Von 2012 an sollen dann alle Abhebungen am Geldautomaten innerhalb der EU nur noch mit Chip und Pin erfolgen. Anschließend werden die Kontoauszugsdrucker umgestellt.
Besondere Vorsicht ist im außereuropäischen Ausland geboten, wo noch auf den Magnetstreifen zugegriffen wird, z.B. in den USA.
Nutzen Sie im Ausland nur Geldautomaten von offiziellen Banken, möglichst zu den öffnungszeiten. Automaten, die sich auf offener Straße befinden, bieten meist keinen ausreichenden Sichtschutz und sind anfälliger für Manipulationen. Führen Sie Transaktionen immer in einer Sprache durch, die Sie auch verstehen. Wenn Ihnen etwas merkwürdig erscheint, brechen Sie den Vorgang zur Sicherheit sofort ab.
In Kapstadt oder Johannesburg etwa wird Touristen bei der Nutzung von Automaten vermeintliche Hilfe angeboten, um in den Besitz der Karte zu kommen, die dann mit einem Handskimmer, einem Gerät zum Auslesen des Magnetstreifens, unbemerkt ausgelesen wird.
Neben den Angriffen auf Geldautomaten in Deutschland wurden auch im Ausland deutsche Kartendaten illegal abgegriffen.
Im Jahr 2011 zählte das BKA im Ausland insgesamt 533 Skimming-Angriffe, bei denen auch deutsche Kartendaten erbeutet werden konnten - hauptsächlich in Frankreich, der Türkei und Italien.
Nach einem Skimming-Fall muss die Karte gesperrt werden, der Geschädigte muss bei der Polizei Anzeige erstatten. Außerdem zahlen die Banken nicht immer das gestohlene Geld zurück, sie können auch auf "Fehlverhalten" der betrogenen Kunden abstellen. Hier ist die Beweisführung des Geschädigten, gerade bei einem Skimming-Fall im Ausland, schwierig. Auch die Hinzuziehung eines EDV-Sachverständigen kann dem Kunden häufig nicht helfen. "Das eingesetzte EC-Karten-Verfahren ist völlig intransparent. Es gibt keinerlei prüffähigen Unterlagen über das Verfahren, deshalb ist für einen EDV-Sachverstädigen auch nicht möglich, das Verfahren auch nur ansatzweise zu überprüfen", erklärt der Präsident des Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V. in einer Pressemitteilung vom 20.04.10(BVS)
Auch Point of Sales- Terminals (Kredit- und EC-Kartenterminals in Kaufhäusern, Baumärkten, Tankstellen usw.) werden angegriffen. Hier werden die Kartenlesegeräte zur illegalen Datenabschöpfung manipuliert bzw. ein zusätzliches Lesegerät wird eingesetzt.
Der 4. Strafsenat des Bundesgerichtshofes hat mit Beschluss vom 18.03.10 festgestellt, dass das bloße Auslesen von auf dem Magnetstreifen von Bankkarten gespeicherten Daten zur Herstellung von Dubletten nicht nach § 202a StGB strafbar ist (Az.: 4 StR 555/09).Grund: Die Daten auf dem Magnetstreifen seien nicht besonders gesichert.
Ein Geldautomat kostet ca. 45 000 Euro. Deutsche Geldautomaten müssen vom Zentralen Kreditausschuss genehmigt sein.
1967 wurde in London der erste Geldautomat in Betrieb genommen - eine Erfindung des am 15.05.2010 verstorbenen Briten John Shepherd-Barron.
Die deutschen Kreditinstitute betreiben zur Zeit ca. 57.000 Geldautomaten, europaweit sind ca.400.000 Geldautomaten installiert.
Inzwischen gibt es Goldautomaten, sog "Gold-to-go"-Geräte. Die Automaten sind mit 24-karätigen Goldbarren und -münzen befüllt. Das Gold ist in Geschenkpapier verpackt und mit einem Echtheitszertifikat versehen. Wer Gold geholt hat und sich die Sache noch anders überlegt: Man kann Barren und Münzen innerhalb von zehn Tagen wieder zurückgeben. Man erhält dann den aktuellen Marktpreis.
Ein Automat steht sogar schon in Deutschland und zwar in der Galeries Lafayette in Berlin. Auch aus den Geldautomaten der türkischen Kuveyt-Bank kann man 1 bis 2,5 Gramm schwere Goldstücke ziehen. Die Ausgabe erfolgt über einen separaten Münzausgeabeschacht.
Die Deutsche Bank bietet bereits Wunsch-PINs an. Ab Februar 2012 können Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken ihre PIN für den Geldautomaten selbst festlegen. Die PIN-Änderung auf eine persönliche Wunsch-PIN wird direkt am Automaten möglich sein. Wer aber z.B.sein Geburtsdatum wählt, macht es Dieben leicht: Wird mit der Geldbörse auch der Ausweis geklaut, hat der Dieb auch gleich die PIN. Auch wichtige Jahreszahlen wie z.B. 1492 (Kolumbus) oder 1989 (Fall der Mauer) oder womöglich gar 4711 sollte man meiden.
Die Sparkassen bieten zur Zeit keine Wunsch-PIN an.