gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Auto, Geld gewonnen - Gewinn mit Vorkasse

Zahlen Sie keine Gebühren, um an den vermeintlichen Gewinn zu kommen.

BKA und Bundesnotarkammer warnen

Wer gewinnt, muss nichts bezahlen

Aktuell: Mit einer neuen Masche wird versucht, die Rechner der Opfer mit Fernwartungssoftware zu infizieren. Besonders weit mit der Umschulung sind die Scammer offenbar noch nicht, dennoch bestünde das Potenzial einer ernsthaften Bedrohung (Quelle: Newsletter www.buerger-cert.de v. 24.07.14).

Bundesweit wird Bürgerinnen und Bürgern per Telefon, Fax, Post oder E-Mail mitgeteilt, dass Sie Empfänger eines hohen Gewinns seien. Die Polizei in Deutschland verzeichnet seit 2010 über 37.000 Personen, die Opfer dieser Art des Betruges geworden sind. Fachleute von Polizei und Justiz gehen jedoch von einem hohen Dunkelfeld aus.

Die Betrüger gehen immer gerissener vor, sie wirken seriös, kennen oft auch Details, wie z.B.ein bestehendes Gewinnspiel-Abo, und erschleichen sich so das Vertrauen ihrer Opfer. Bestätigungsanrufe durch angebliche Anwaltskanzleien, Notare oder Polizeidienststellen sollen die Opfer in Sicherheit wiegen.

Mit Stand 01.06.2015 wurden von den Generalstaatsanwaltschaften 59 Verfahren (2014: 46 Verfahren) an das BKA gemeldet. Der in diesen Verfahren angerichtete Gesamtschaden beträgt 131.984.393,16 Euro (2014: 117.160.548 Euro). Insgesamt wurden 1.133.974 Personen (2014: 1.012.885) geschädigt. Es ist von einem erheblichen Dunkelfeld auszugehen. In einzelnen Ermittlungsverfahren lag die Anzeigenquote bei maximal 10 % der Fälle. Aus Call-Centern in der Türkei agierende Täter, die sich auch als Rechtsanwälte oder Notare ausgeben, informieren die Angerufenen beispielsweise über den angeblichen Gewnn. (Quelle: Polizeipresse Mittelhessen v. 03.08.16)

In aller Regel erhalten oftmals ältere Menschen per Telefon die Mitteilung, sie haben ein teures Auto oder einen größeren Gewinn in Höhe von mehreren zehntausend Euro gemacht. Der Anrufer gibt sich als zuständige Stelle für die Gewinnauszahlung aus, z.B. als Anwalt, Notar oder Geldtransportunternehmen. Die Opfer werden aufgefordert, sogenannte "UKash-Codes" oder Paysafe-Karten oder Amazon-Geschenkgutscheine käuflich zu erwerben und die Codes dem Anrufer mitzuteilen. Die Codes werden von den Betrügern genutzt, um im Internet zum Beispiel an gebührenpflichtigen Spielen teilzunehmen. Bei UKash und Paysafe selbst handelt es sich um seriöse Unternehmen. Leider wird das schnelle und anonyme Bezahlverfahren gerne von Betrügern genutzt.
Geben Sie nie Karten-Codes an Dritte weiter! Mit der Bekanntgabe von Codes ist Ihr Geld in den Händen von Fremden. Bargeld würden Sie ja auch nicht einfach an Unbekannte geben!

Auch ein Geldtransfer ins Ausland per Western Union wird gefordert.

In einigen Fällen geben sich die Kriminellen sogar rhetorisch geschickt als Polizei- oder Zollbeamte aus und bitten die Opfer den Zahlungsforderungen nachzukommen, damit die Kriminellen beim Empfang des Geldes festgenommen werden könnten.

Ist man sich in der Bewertung eines solchen Anrufes oder Schreibens unsicher, kann man sich jederzeit Rat bei der Polizei holen. Und überhaupt könnten die anfallen Gebühren ja vom "Gewinn" abgezogen werden.

Alle Alarmglocken sollten schrillen, wenn anonyme Zahlungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel die Übergabe von Codenummern aus U-cash, Amazongutscheinen oder ähnlichen Unternehmen genutzt werden sollen oder wenn die Transaktion durch entsprechende Firmen wie zum Beispiel Western Union ins Ausland erfolgen soll.

Gefälschte Rufnummern

Seien Sie sich bewusst, dass Rufnummernanzeigen gefälscht werden können!

Tatsächlich sind die Rufnummern z.B. von angeblichen Rechtsanwälten, über einen Trick nur vorgeschaltet und werden bei Anruf automatisch zu den gewerbs- und bandenmäßig agierenden Tätern durchgestellt. Falls der Angerufene zunächst noch misstrauisch sein sollte und die angegebene Telefonnummer zurückruft, so meldet sich tatsächlich der vermeintliche Notar oder Rechtsanwalt. Bestehende Zweifel werden so zerstreut.

Unbekannt ist vielen aber, dass es technisch kein Problem ist, eine Telefonverbindung mit allen deutschenkn Vorwahlziffern so einzurichten, dass der Anruf zu einem Callcenter in der Türkei führt (Call ID Spoofing). Notieren Sie sich die Rufnummer des Anrufers! Teilen Sie diese Rufnummer auf jeden Fall auch der Bundesnetzagentur mit. Die Bundesnetzagentur wird diese Rufnummern sperren.

Die Ermittler sprechen in solchen Fällen von einem so genannten Vorschussbetrug. Die Täter sind nur äußerst schwierig zu ermitteln, da sie in den allermeisten Fällen aus dem Ausland operieren, über entsprechende Insiderkenntnisse verfügen und sich sehr stark abschotten.

Die Kriminalpolizei und die Bundesnotarkammer empfehlen daher:

Das BKA rät: Sollten Sie bereits auf Grund eines solchen "Geschäftes" Zahlungen geleistet haben und sich betrügerisch geschädigt fühlen, erstatten Sie Strafanzeige bei dem Betrugskommissariat Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.

Schaubild Gewinnversprechen arbeitsteiliges Vorgehen der Betrüger Wie die betrügerischen Banden arbeitsteilig vorgehen ist gut aus dem Schaubild der Polizei Oldenburg zu erkennen. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück (Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität) und die Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg führen seit mehreren Jahren umfangreiche Ermittlungen aufgrund betrügerischer Gewinnversprechen gegen eine Vielzahl von Beschuldigten. Diese gehören verschiedenen Tätergruppierungen aus Deutschland und der Türkei an. Im Rahmen der Ermittlungen konnten mehrere Tätergruppierungen identifiziert und deren arbeitsteiliges Vorgehen nachvollzogen werden. Sie verursachten vermutlich einen Schaden von mindestens 13,5 Millionen Euro bei insgesamt 3.500 Geschädigten.

Die Dunkelziffer dürfte noch wesentlich höher liegen, da die Geschädigten sich häufig für ihre vermeintliche Leichtgläubigkeit schämen und daher nicht offenbaren, Opfer einer Straftat geworden zu sein. Selbst die nahen Angehörigen werden oft nicht informiert. Hinweise zur Höhe der Dunkelziffer bietet die Verbindungsdatenanalyse. Hier wurden zu einer täterseitig genutzten Rufnummer innerhalb von 5 Wochen 31.000 Opfergespräche verzeichnet.

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit den türkischen Ermittlungsbehörden konnten mehrere Callcenter in der Türkei, aus denen die betrügerischen Telefonate erfolgten, identifiziert und die Verantwortlichen ermittelt werden. In einer konzentrierten Aktion der türkischen Ermittlungsbehörden wurden 88 Personen, darunter auch der nach derzeitigem Ermittlungsstand Hauptverantwortliche S. Tanlak, vorläufig festgenommen werden. Gegen 11 dieser Bandenmitglieder der Gruppierung Tanlak wurden Haftbefehle erlassen. Zudem wurden diverse Vermögensgegenstände sichergestellt (Quelle: Zentrale Kriminalinspektion Oldenburg v. 18.03.15).


Eine Leserin der Pfiffigen Senioren, deren Mutter betrogen wurde, bringt diese Betrugsmasche auf den Punkt: Erschreckend, wie geschickt mit dem Respektverhalten einer Generation gegenüber Notaren, Anwälten und Menschen mit Dr.-Titel umgegangen wird.

Hier werden ganz gezielt Senioren kontaktiert, um ihnen entweder hohe Bargeldsummen bzw. hochwertige Pkw als Gewinn in Aussicht zu stellen, nur um dann im Anschluss unter einem Vorwand (z.B. Überführungskosten, Gebühr für Gewinnverwalter, Vollkasko, Transaktionskosten, Transportversicherung, Zollgebühren, Freischaltungsgebühr, Auslagen, Steuern, Gewinnsteuern, Verwaltungsgebühr, Geldwäschebescheinigung, Bearbeitungsgebühr, Anwaltsgebühr, Kosten für den Werttransport, Vollmachtsgebühr ), Bargeld zu fordern. Durch die spezielle Art und Weise des Geldtransfers ist ein etwaiges Rückbuchen nicht mehr möglich. Das Bargeld wird hier dem Dienstleister vor Ort in bar übergeben und ist für den Geschädigten im Nachhinein nicht mehr greifbar

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Kurier kommt mit Geldkoffer, nach Übermittlung von Gutscheincodes

Im Zeitraum von Dienstag bis Mittwoch wurde ein 72-Jähriger aus Eppelheim Opfer eines betrügerischen Gewinnversprechen. Eine weibliche Anruferin gaukelte einen angeblichen Gewinn in Höhe von mehreren zehntausend Euro vor. Eine Sicherheitsfirma würde einen Geldkoffer per Kurier schicken, der 72-Jähriger müsste lediglich den Boten mittels Gutscheinen im Wert von 800 EUR bezahlen. Um die Echtheit der Gutscheine zu prüfen, sollten die Codes per Telefon übermittelt werden.

Wie sich herausstellte, wurden die Gutscheine sofort eingelöst, zu einer Gewinnausschüttung kam es nicht. Die Polizei warnt vor angeblichen Gewinnversprechungen jeglicher Art und rät niemals brisante Daten an Dritte herauszugeben.

Quelle: Polizeipresse Mannheim, news aktuell v. 01.12.16

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Mit Gewinnversperechen von 80.000 Euro abgezockt

Ein konkreter Betrugsfall, mit einem finanziellen Schaden im fünfstelligen Eurobereich, ist jetzt in Hünfeld bekannt geworden. Die Geschädigten erhielten Anfang November einen Anruf mit einem Gewinnversprechen in Höhe von 80.000 Euro, müssten aber vor der Auszahlung noch anfällige Steuern überweisen.

Wenig später meldete sich ein weiterer Anrufer bei den angeblichen Gewinnern. Dieser gab sich als Kriminalbeamter aus Berlin aus und erklärte, dass es sich bei dem Gewinnversprechen um einen Betrugsversuch handele. Die Polizei sei dem Betrüger auf der Spur und um ihn zu überführen, solle man zunächst auf seine Forderungen eingehen und das Geld überweisen.

Leider glaubten die Geschädigten dem angeblichen Polizisten ohne Prüfung und überwiesen in der Folge mehrmals tausende Euro. Erst nachdem sie doch noch misstrauisch wurden und sich einem Bekannten anvertraut hatten, erstatteten sie Anzeige bei der "richtigen" Polizei. Ihr Geld haben sie jedoch verloren!

Quelle: Polizeipresse Osthessen, news aktuell v. 30.11.16

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Senior zahlt arglos für fetten Gewinn

Ein Senior aus dem Rems-Murr-Kreis erhielt im Juli diesen Jahres einen Anruf eines angelblichen Staatsanwalts, der den späteren Geschädigten einen Gewinn in Höhe von 450.000 Euro in Aussicht stellte, welcher auf einer Schweizer Bank bereits zur Auszahlung bereit liege. In der Folge kam es zu weiteren Kontakten mit der "Schweizer Bank". Die angeblichen Sachbearbeiter waren auch mit fingierten Rufnummern und Email-Adressen für das Opfer in der Folgezeit erreichbar.

Wegen angeblichen steuerlichen Ausstände und neuerlichen Hindernissen brachten die Betrüger den Senior dazu, mehrmals Zahlungen in die Türkei zu tätigen. Weil das Opfer die Betrugsabsicht nicht erkannte, jedoch seine Hausbank weitere Überweisungen ins Ausland verweigerte, wurden die weiteren Zahlungen persönlich an sogenannte Treuhändler übergeben. "Ein Bankangestellter der Schweizer Bank" brachte für ein anstehendes Aktiengeschäft den gutgläubigen Mann Anfang November dazu, zu einer weiteren und auch letzten Zahlung. Nach derzeitigen Recherchen ergaunerten die Betrüger bislang eine niedrige sechsstellige Summe.

Quelle: Polizeipresse Aalen, news aktuell v. 24.11.16

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Amazongutschein-Codes für 800 Euro an Betrüger

Per Telefon ist es unbekannten Tätern gelungen, eine Rentnerin auszutricksen und von ihr Wertgutscheine eines Online-Handels in Höhe mehrerer hundert Euro zu ergaunern. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang dringend vor jeglichen Geschäften, Gewinnspielteilnahmen und Preisgaben von persönlichen Daten am Telefon.

Über mehrere Tage hinweg erhielt eine 65-Jährige Anrufe unterschiedlicher Personen, die ihr vorgaukelten, sie habe im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Abos eine Reise und wahlweise ein Auto oder Bargeld in Höhe von knapp 50.000 Euro gewonnen. In unterschiedlichen Telefonate erhielt die Geschädigte Informationen zum Ablauf der Gewinnübergabe und zudem die Aufforderung, Amazon-Gutscheine im Wert von 800 Euro er erwerben, um mit diesen anfallende Gebühren zu begleichen.

Die Seniorin kaufte darauf die gewünschten Gutscheine und übermittelte einem der Gauner die zur Einlösung erforderlichen Codes. Als die Tochter der Geschädigten glücklicherweise ein weiteres Telefonat zufällig mit anhörte, mischte sie sich in das Geschehen ein. Damit war die Freundlichkeit der Anrufer schlagartig verflogen und das Gespräch wurde beendet. Im Anschluss erstattete die Tochter Anzeige bei der Polizei.

Die Gutscheine dürften zwischenzeitlich sicherlich eingelöst worden sein und auch die benutzte Telefonnummer der Täter wird vermutlich nicht zur Klärung ihrer Identität führen.

Quelle: Polizeipresse Itzehoe, news aktuell v. 22.11.16

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Hoher Gewinn aals Köder

Fall 1

in 66-jähriger Mann aus Lichtenau wurde im August erstmals kontaktiert. Um einen Gewinn in Höhe von mehreren zehntausend Euro zu bekommen, sollte der Senior in Vorkasse gehen. Anbetracht der hohen Gewinnerwartung überwies der Mann mehrere tausend Euro. In weiteren Telefonaten erfanden die Täter weitere Gründe, um dem Rentner Geld zu entlocken. Unter anderem sei dem Unternehmen ein Fehler unterlaufen - Die Gewinnsumme sei mehr als doppelt so hoch. Es stünden Versicherungskosten und ähnliches an. So kam es zu weiteren Überweisungen oder Geldtransfer per Western Union bis der Betrug Anfang November auffiel und Anzeige erstattet wurde. Die Schadenssumme liegt deutlich über 10.000 Euro.

Fall 2

Zwischen Dienstag und Freitag letzter Woche wurde ein Rentnerpaar (74/66) in Paderborn Opfer der Betrüger. Ein Gewinn von mehreren zehntausend Euro sei nicht abgerufen worden, äußerte ein angeblicher "Justizmitarbeiter" am Telefon. Deswegen seien Kosten entstanden und ein Rechtsanwalt beauftragt worden, der die Abwicklung und die Gewinnauszahlung übernehme. Das Paderborner Paar rief sofort den Rechtsanwalt an und konnte sogar die geforderte Summe auf knapp über 2.000 Euro "herunterhandeln". Nach der Überweisung, so der Anwalt, ginge der Scheck über die Gewinnsumme sofort heraus. Da der Scheck nicht kam, wandten sich die Opfer an die Polizei.

Quelle: Polizeipresse Paderborn, news aktuell v. 17.11.16

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Gewinnspielbetrug per Handy

Am gestrigen Tag, 08.11.2016, wurde durch die Bergener Polizei eine Anzeige wegen versuchten Betruges aufgenommen. Ein finanzieller Schaden ist der Anzeigenerstatterin nicht entstanden.

Bereits am 03.11.2016 erhielt die 52-jährige Anzeigenerstatterin den ersten von mehreren Anrufen auf ihr Handy. Bei diesem Telefonat meldete sich ein angeblicher Mitarbeiter der Landesbank Berlin und gab der Gingsterin vor, sie hätte bei einem Gewinnspiel mehrere Zehntausend Euro gewonnen. Um den Gewinn ausgezahlt zu bekommen, müsse sie jedoch zuvor etwa 3.000 Euro auf ein Konto in der Türkei überweisen.

Um der Geschichte die notwendige Glaubwürdigkeit zu verleihen, wurde die 52-Jährige an eine Notarin, einen Buchhalter, einen Rechtsanwalt sowie einen scheinbaren Polizisten der Polizeidienststelle in Bergen (mit Telefonnummer des Polizeihauptreviers 03838 / 81 00) verwiesen, die allesamt eine Überprüfung durchgeführt haben wollen und die Richtigkeit des Gewinns bestätigt haben. Der Dame aus Gingst kam dies in der Zusammenfassung seltsam vor und vertraute sich einer Angehörigen an, woraufhin Anzeige erstattet wurde.

Quelle: Polizeipresse Stralsund, news aktuell v. 09.11.16

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Von Gewinnspielbetrüger um knapp 10.000 Euro geprellt

Im Landkreis Ludwigslust- Parchim haben unbekannte Täter einen 51-jährigen Mann um rund 10.000 Euro betrogen. Der Vorfall, der sich nahe Ludwigslust bereits in den letzten Tagen ereignete, wurde am Dienstag bei der Polizei angezeigt. Wie sich herausstellte, hatte das Opfer in mehreren Etappen Einkaufsgutscheine und vor allem Bargeld an die unbekannten Betrüger weitergegeben. Diese hatten den Mann zunächst angerufen und ihm einen Bargeldgewinn von knapp 40.000 Euro in Aussicht gestellt.

Das Opfer schöpfte zunächst keinen Verdacht, da es vor etwa einem halben Jahr tatsächlich an einem Gewinnspiel teilgenommen hatte. Als das Opfer den Tätern zunächst Einkaufsgutscheine im Wert von 900 Euro zukommen ließ, wurden diese allerdings deutlich dreister. Plötzlich habe sich laut Telefonbetrüger die Gewinnsumme erhöht, sodass der Mann für angebliche Gebühren nun Bargeld auf ein ausländisches Konto überweisen solle.

Das Opfer überwies insgesamt 9.000 Euro an die Betrüger. Als die Täter schließlich weitere Bargeldüberweisungen forderten, wurde das Opfer schließlich stutzig und ging zur Polizei.

Quelle: Polizeipresse Ludwigslust, news aktuell v. 09.11.16

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Betrugsmasche mit gefälschten Telefonnummern (Call-ID-Spoofing)

Ein ganz normales Telefonklingeln, die Nummer im Display zeigt die Vorwahl einer deutschen Großstadt. Sie nehmen den Hörer ab: "Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gewonnen!" Darauf fallen Sie natürlich nicht rein, jeden Tag liest man ja, wie Betrüger sich so das Geld leichtgläubiger Leute erschleichen. Dem Anrufer teilen Sie das genauso mit und legen auf. Einen Tag später klingelt das Telefon erneut. Wieder die Vorwahl einer deutschen Großstadt, die Nummer ist aber eine andere. "Die Rechtsanwaltkanzlei hier, wir wurden von der Lotterie-Gesellschaft beauftragt, Ihren Gewinn abzuwickeln." Sie hören sich an, was der Rechtsanwalt zu sagen hat. Ein Gewinn von mehreren Hunderttausend Euro! Sie bleiben dennoch skeptisch, obwohl man das Geld ja schon gut gebrauchen könnte. Also rufen Sie die Polizei und bringen den Sachverhalt zur Anzeige. Man sagt Ihnen, dass Sie richtig gehandelt haben, ihr Gefühl bestätigt sich: Mit mir macht man das nicht!

Eine Woche später klingelt das Telefon erneut. Ein Ortsgespräch, am anderen Ende der Leitung meldet sich ein Kriminalkommissar der Polizei: "Sie hatten doch Anzeige erstattet! - "Wir haben das geprüft" - "Wir möchten Sie ja nicht um Ihr Geld bringen" - "Die Lotteriegesellschaft ist seriös! Sie haben tatsächlich gewonnen! Herzlichen Glückwunsch".

Ein paar Tage später meldet sich der Rechtsanwalt wieder, das Geld ist bereits eingetroffen, es sind jedoch Auslagen entstanden, die Sie zunächst bezahlen müssten. Man hätte versucht das anders zu regeln, aber das klappt leider nicht. "Hätten Sie 25.000 EUR zur Verfügung?" Man versteht, dass das viel Geld ist, aber Sie haben ja noch viel mehr gewonnen... Sie bezahlen! Die 25.000 EUR werden auf ein Konto der Western Union überwiesen. Der versprochene Gewinn kommt jedoch nie an...

Der Mitarbeiter der Lotterie, der Rechtsanwalt, der Kriminalkommissar - alles Täter einer Betrugsbande. Der geschilderte Sachverhalt ist lediglich ein Beispiel. So oder ähnlich haben Betrüger bereits hohe Summen erbeutet. In Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland, in der Schweiz und in Österreich.

Strafrechtlich spricht man hier von einem Betrug. Bei dieser Betrugsmasche, dem sogenannten Call-ID-Spoofing, sind vorwiegend ältere Menschen Opfer der bundesweit agierenden Banden. Die Täter nutzen das Internet, um ihren wahren Aufenthaltsort zu verschleiern. Durch die Internettelefonie wird die eigentliche Rufnummer unterdrückt und durch eine "Voice-over-IP-Nummer" (VoIP) ersetzt. Diese VoIP trägt dann die Vorwahl der aktuell gebrauchten Stadt.

Die Täter sind redegewandt, haben auf jede Frage eine passende Antwort und verwickeln Sie gekonnt in ein Gespräch. Sie bleiben hartnäckig und nehmen jede Rolle ein, die notwendig ist, damit das Opfer ihnen glaubt. Sie schrecken auch nicht davor zurück, über Tage und Wochen anzurufen und setzen ihre Opfer zunehmend unter Druck.

Quelle: Landeskriminalamt Rheinland-Pfalz, news aktuell v. 11.11.14

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Gewonnen, nur Ausweiskopie einsenden

Ein Rechtsanwalt oder eine ausländische Bank verspricht einen hohen Gewinn. Diesmal wird keine Vorausgebühr, sondern "nur" eine Ausweiskopie verlangt, z.B. zur Prüfung, ob man der rechtmäßige Gewinner ist.

Schicken Sie keine Ausweiskopie an Unbekannte

Was Betrüger mit Ihrer Ausweiskopie anrichten können, lesen sie bei Risiko: Kopie vom Personalausweis

Verwandte oder Freunde haben das Los gekauft

Eine Leserin der Pfiffigen Senioren hat eine Gewinnmitteilung über 1,9 Millionen Euro erhalten. Erstens schreiben die Betrüger, ein Bekannter habe das Gewinnlos für sie gekauft, der Name könne nicht genannt werden, aufgrund einer "rechtlichen Vereinbarung".
Zweitens sollte sie zunächst auch gar keine Bankverbindung angeben, sondern könnte einen Barscheck über die Summe einfordern - allerdings müsste ich auch zu diesem Zweck eine Kopie meines Personalausweises übersenden. Mit anderen Worten: die Betrüger haben ihre Anschreiben angepasst, und es könnte ja durchaus sein, dass auch andere Personen mit der Masche "jemand anderes, z. B. Verwandte/Freunde haben das Los gekauft" geködert werden sollen.