gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Unseriöse Teppichreiniger

Mit verlockenden Zeitungsanzeigen, enormen Rabatten und Flyern werben Teppichreiniger für ihre Dienste. Doch beachten Sie vor Auftragsvergabe die Tipps der Polizei.
Zeitungsannonce Zeitungsanzeige

Tipps der Polizei

Erneuter Betrug durch Teppichreiniger

Am 07.12.2017 erschien eine 72-jährige Geschädigte in der Polizeistation Stavenhagen und brachte einen Betrug durch eine Teppichreinigungsfirma zur Anzeige. Die 72-jährige stavenhagener Rentnerin hatte am 28.11.2017 einen Werbezettel einer Teppichreinigungsfirma aus der Region in ihrem Briefkasten. Die Frau setzte sich telefonisch mit der Firma in Verbindung um eine Teppichreinigung zu vereinbaren.

Noch am selben Tag erschien gegen 17:00 Uhr ein Mitarbeiter der Firma bei der Frau und begutachtete den Teppich, welcher mit Flecken versehen war. Der Mitarbeiter bot an, den Teppich für 550,-EUR zu reinigen. Allerdings war er sich unsicher, ob er die Verschmutzungen entfernen könne. Da der Geschädigten der Preis zu hoch war, einigte man sich auf 500,-EUR. Anschließend nahm der Mitarbeiter den Teppich mit.

Am 05.12.2017, gegen 18:30 Uhr erschien der besagte Mitarbeiter in Begleitung eines Kollegen und brachte der Geschädigten den Teppich zurück. Allerdings war der Teppich ganz offensichtlich nicht gereinigt worden. Die Flecken war immer noch vorhanden. Auf die Feststellung angesprochen, erließen man der Geschädigten 50,-EUR. Sie bezahlte daraufhin 450,-EUR in bar. Nachdem das Geld übergeben wurde, entfernten sich die beiden Tatverdächtigen.

Am 07.12.2017 erfuhr die Geschädigte aus den Medien von einer betrogenen Neustrelitzerin durch eine Teppichreinigungsfirma sowie die einhergehende Warnung der Polizei. Sie begab sich daraufhin zur Polizei und erstattete Anzeige.

Die Polizei geht davon aus, dass es weitere Geschädigte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gibt. Sollten Sie Opfer dieser Betrugsmasche geworden sein, erstatten Sie Anzeige bei ihrer örtliche Polizeidienststelle, im Internet über www.polizei.mvnet.de oder wenden Sie sich an die Einsatzleitstelle der Polizei.

Quelle: Polizeipresse Neubrandenburg, news aktuell v. 08.12.17

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Vermeintliche Teppichreiniger festgenommen

Am 14. November wurde eine 85-jährige Iserlohnerin von angeblichen Teppichreinigern aufgesucht. Nach einem Gespräch nahmen die beiden Männer schließlich mehrere Teppiche mit. Einen Tag später erschienen sie erneut am Wohnort der Dame und forderten eine Anzahlung in vierstelliger Höhe. Die Frau sprach mit Angehörigen über den Vorfall, die sofort stutzig wurden. Gemeinsam informierte man die Polizei und wartete das Erscheinen der beiden Tatverdächtigen am Folgetag ab. Die Täter wurden festgenommen. Bei den Männern handelt es sich um einen 19-Jährigen aus Herne und einen 22-Jährigen aus Gelsenkirchen.

Die weiteren Ermittlungen führten bislang zu drei weiteren Taten. Alle Betrogenen erhielten ihre Teppiche zurück. Geld hatte bislang niemand gezahlt. Wie sich weiter herausstellte, lagerten die Männer die in Verwahrung genommenen Teppiche in einer Garage in Recklinghausen. Dort fanden Polizeibeamte weitere Teppiche.

Bei der Kundenakquise gingen die Täter durchaus professionell vor. So verteilten sie zum Beispiel Flyer in mehreren Lokalzeitungen im Märkischen Kreis. Keinesfalls professionell war hingegen die eigentliche Reinigung. Die Teppiche gingen teilweise sogar beschädigt zurück an die Kunden.

Die Polizei ermittelt nun in zunächst drei Fällen wegen Betruges. Es ist wahrscheinlich, dass weitere Bürgerinnen und Bürger Opfer dieser Masche geworden sind.

Quelle: Polizeipresse Märkischer Kreis, news aktuell v. 17.11.17

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Teppich und Anzahlung weg, Polizei warnt

Seit mehreren Tagen wirbt eine sogenannte Teppich-Reinigungs-Firma mit Werbeflugblättern im Landkreis Rottweil und dem Schwarzwald-Baar-Kreis für die schonende Reinigung von hochwertigen Teppichen. Ein Vor-Ort-Service mit kostenloser Abholung des Teppichs ist inklusive. Die Infobroschüren werfen die vermeintlichen Servicedienstleister in die Briefkästen der Haushalte.

Eine Rentnerin aus Oberndorf wurde Anfang Oktober auf die Werbung aufmerksam und beauftragte die "Firma" mit der Reinigung einer ihrer Teppiche. Nach einem Telefongespräch kamen zunächst zwei Männer an die Wohnadresse der Frau. Nach einem kurzen Gespräch und einem Wertgutachten des Teppichs sagten die Männer, dass sie den Teppich zum Preis von 9.000 Euro reparieren und reinigen würden. Im Anschluss nahmen sie das gute Stück mit. Eine Anzahlung von 2.000 Euro war obligatorisch.

Da die Rentnerin Mitte des Monats weder Kontakt mit der Firma hatte, noch den Teppich zurück erhielt, erstattete die Frau Anzeige bei der Polizei. Ein ähnlicher Fall ereignete sich in St. Georgen, hier verlangte die Reinigungsfirma jedoch "nur" 6.000 Euro!

Quelle: Polizeipresse Tuttlingen, news aktuell v. 27.10.17

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Teppichreiniger wollten Schweizer Franken tauschen

Nach schwierigen und umfangreichen Ermittlungen nahmen Einsatzkräfte der Polizei am Mittwoch, 6. Septmeber 2017 gegen 15:50 Uhr, zwei Tatverdächtige aus Recklinghausen und Bottrop in Essen fest, denen ein versuchter Betrug in einem besonders schweren Fall vorgeworfen wird. Zuvor hatten sich die mutmaßlichen Betrüger einen perfiden Trick ausgedacht.

So fand ein 77-jähriger Mülheimer am Montag den Werbeprospekt einer Teppichreinigungsfirma im Briefkasten. Da er die Absicht hatte, einen Teppich reinigen zu lassen, rief er eine darauf angegebene Nummer an und machte einen Termin für den nächsten Tag aus. Zwei Männer erschienen, begutachteten die Teppiche, machten aber ein unverhältnismäßig hohes Angebot. Als der 77-Jährige auf das Angebot nicht ansprang, boten sie ihm eine sechsstellige Summe Schweizer Franken an, wenn sie dafür eine mittlere fünfstellige Summe in Euro erhielten. Für den Tausch wurde ein weiteres Treffen in der Essener Innenstadt ausgemacht.

Von dem geplanten Treffen erhielt die Polizei Kenntnis. Sie konnte am Übergabeort die mutmaßlichen Betrüger festnehmen. Wichtige Beweismittel wurden sichergestellt. Die Männer - 22 und 23 Jahre alt - wurden heute dem Haftrichter vorgeführt. Gegen die Täter ergingen jeweils Untersuchungshaftbefehle.

Quelle: Polizeipresse Essen/ Mülheim an der Ruhr, news aktuell v. 07.09.17

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Abzocke mit Teppichreinigung und angeblicher Notlage

Aus gegebenen Anlass warnt die Polizei in Peine vor Teppichreiniger, die im Bereich Peine aufgetreten sind und dabei bei einer 80-jährigen Frau aus Peine bisher ca. 15.000,-Euro für die Reinigung von verschiedenen Teppichen und für einer angeblichen finanziellen Notlage erlangt haben.

Eine bisher unbekannte Person hatte bereits im Januar diesen Jahres die 80-Jährige überzeugen können, ihre Teppiche ihm zur Reinigung zu überlassen. Hierfür wurde ihr eine Rechnung in Höhe von ca. 9.800,-Euro ausgestellt, die sie auch bezahlte. Vor ca. 4 Wochen erschien die Person erneut bei der Frau und gab vor, in einer vorübergehenden Notlage zu stecken und dringend 9.000,- für eine Warenlieferung von Teppichen zu benötigen. Die ältere Frau konnte jedoch nur 5.000,- übergeben, die sie bis heute nicht wieder bekommen hat.

Die Polizei nimmt diesen Vorfall zum Anlass, nochmals darauf hinzuweisen, dass man sich nicht auf solche Haustürgeschäfte einlassen sollte, da in der Regel die dort angebotenen Preise deutlich überteuert sind. Auch sollte man sich nicht überreden lassen, einer unbekannte Person größere Bargeldbeträge zu überlassen, egal welche Gründe sie anführen. Dazu auch die Warnung, keine fremden Personen in die Wohnung zu lassen, da hier die unterschiedlichsten Ablenkungsmanöver benutzt werden, um Wertsachen zu entwenden. Im Zweifel Angehörige oder die Polizei hinzuziehen.

Quelle: Polizeipresse Salzgitter, news aktuell v. 26.07.17

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Motteneier waren Reiskörner

In den vergangenen Tagen zahlte eine 70-jährige Geschädigte aus dem Landkreis Ansbach einer Teppichreinigungsfirma mehrere zehntausend Euro für Teppichreinigung und Reinigung der Wohnung wegen angeblichem Mottenbefall. Die Polizei mahnt bei solchen Angeboten zur Vorsicht.

Am Montag vergangener Woche (20.03.17) fiel der Dame eine Postwurfsendung in die Hände, die kompetente Teppichreinigung versprach. Nach einem Anruf erschien ein Ehepaar (30 und 36), welches der Frau für die Reinigung von zehn Teppichen ein Angebot über 4.000 Euro unterbreitete.

Während des Gesprächs wurden dann auch Polstermöbel und Gardinen abgeklopft, wobei aus Kissen und Vorhängen angebliche kleine weiße Motteneier fielen. Der 70-Jährigen wurde daraufhin angeboten, auch ihre von "Motten" befallenen Möbel für einen weiteren vierstelligen Betrag zu reinigen.

Bei einem zweiten Besuch, einige Tage später, bot das Paar an, die gesamte Wohnung von dem "Schädlingsbefall" zu reinigen, da in allen Zimmern solche "Eier" zu finden seien. Schon fast in Panik über diesen Insektenbefall, erklärte sich die Bewohnerin bereit, einen fünfstelligen Betrag für die Gesamtreinigung der Wohnung, die auch durchgeführt wurde, zu bezahlen. Bei einem dritten Besuch überredete das Paar die 70-Jährige, mitgebrachte neue Teppiche für 20.000 Euro zu kaufen.

Nachdem der Frau nun langsam Bedenken ob der Seriosität des Geschäfts kamen, verständigte sie die Polizei. Das Ehepaar konnte schließlich bei der Rückgabe der gereinigten Teppiche am Montag, 27.03.17, vorläufig festgenommen werden.

Bei den angeblichen Motteneiern handelte es sich um von dem Paar eigens verstreute Reiskörner und Mückenlarven aus dem Anglerbedarf. Ob die gekauften Teppiche wirklich den genannten Wert haben, muss noch ein Gutachten zeigen. Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts des Betrugs.

Quelle: Polizeipresse Mittelfranken, news aktuell v. 29.03.17

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Verbraucherzentrale warnt vor übereilten Vertragsschlüssen

Infast allen größeren Städten Sachsen-Anhalts wird auffällige Werbung auf Hochglanzpapier in die Haushalte verteilt, in der es um die Wäsche oder Reparatur von Orient- und Antikteppichen geht.

Schonendes Klopfsaugen, Entmotten, Entmilben und Entfernung von Sandkörnern inklusive 4-fach Waschprozedur nach Tradition - alles zu Aktionspreisen angepriesen. 20 % Rabatt für alle Reparaturen, 5 % Rabatt für Senioren, Angebote zur Vorweihnachtszeit oder Gutscheine für eine Grundreinigung - die Angebote überschlagen sich.

Da die Teppiche auch kostenlos abgeholt und wieder nach Hause geliefert werden, erscheint das Angebot für zahlreiche Verbraucher offensichtlich attraktiv. Ein Besuchstermin wird vereinbart, die Teppiche besichtigt und leider viel zu schnell auch ein verbindlicher Auftrag für eine Reinigung oder Reparatur unterschrieben. Allerdings hat der auf dem Vertrag stehende Preis nicht mehr viel mit einem "Schnäppchen" zu tun. Es geht oft um Summen von mehreren hundert, sogar tausend Euro!

Schon Minuten später - die Teppiche haben die Wohnung verlassen - kommt bei vielen Verbrauchern das böse Erwachen. Dieser Preis für diese Leistung? Ist der Teppich tatsächlich so alt und wertvoll, dass sich die Reinigung oder Reparatur in einer solchen finanziellen Größenordnung überhaupt lohnt? War das Abzocke?

Die Teppiche kommen erst dann in die Wohnung zurück, wenn vollständig bezahlt wird. Ein Szenario, das Verbraucher verzweifeln lässt. Aber wie ist die Situation zu retten? Da es sich in diesen Fällen um sog. außerhalb von Geschäftsräumen abgeschlossene Verträge handelt, können diese widerrufen werden. Eine gesetzlich vorgeschriebene Widerrufsbelehrung erfolgt regelmäßig nicht. Dann braucht der Teppichbesitzer nichts zahlen, sollte die Leistung bereits erbracht worden sein.

Die Auseinandersetzung mit der Gegenseite ist nicht einfach. Nach Feststellungen der Verbraucherzentrale ist im Einzelfall unter der auf dem Werbeflyer angegebenen Adresse die Firma gar nicht auffindbar oder es liegt keine Gewerbeannmeldung vor. Deshalb sollte in Abhängigkeit von den individuellen Umständen auch eine Anzeige wegen des Verdachtes des versuchten Betruges in Erwägung gezogen werden.

Um diesem Ärger aus dem Weg zu gehen, hilft nur, sich nicht zu übereilten Vertragsschlüssen - trotz blumiger Werbeversprechen - hinreißen zu lassen. Eine seriöse Firma kommt auch ein zweites Mal. Der Rat der Verbraucherzentrale ist deshalb eindeutig: Keine übereilten Vertragsschlüsse!

Quelle: Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt v. 17.11.16