gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Trickbetrüger Nachbartrick

falscher Nachbar ist ausgesperrrt

Hab mich ausgesperrt und meine Kartoffeln kochen. Das Badewasser läuft über. Ich muss telefonieren. Geld wegen Notfall leihen.

Lassen Sie den Fremden nicht in die Wohnung

Haben Sie keine Sicherheitskette, Tür zu lassen, durch Spion schauen. Sprechen Sie durch die geschlossene Tür.

Im obigen Fall sind Sie nicht zur Hilfe verpflichtet zumal Sie den vermeintlichen Hausbewohner nicht kennen.

Wenn Sie helfen wollen

Wenn Sie helfen wollen: Schließen Sie die Wohnungstür, rufen Sie selbst den Schlüsseldienst an. Sie wissen die Nummer nicht, im Telefonbuch finden Sie so schnell nichts? Die Polizei Ihres Ortes hat ein Verzeichnis der örtlichen Schlüsseldienste und hilft Ihnen gern weiter

Angebliche Nachbarn wollen Geld wegen eines Notfalls leihen

Die Fantasie der Betrüger ist immens. So hat eine angebliche Nachbarin um Geld für dringende Medikamente für den Sohn gebeten, natürlich nur leihweise. Ihre Geldbörse läge aber im Auto des Ehemannes, der erst in einigen Stunden nach Hause käme. Die vorgeschobenen Gründe für den Geldbedarf sind verschieden, das Ziel Geld zu ergaunern ist immer gleich. Meist sind es relativ kleine Beträge bis 50 Euro, die man aus Gefälligkeit eher locker macht.
Händigen Sie kein Geld an der Haustür aus!

Wie seriös sind Schlüsseldienste?

Die Verbraucherzentralen geben folgende Tipps:

320 Euro für eine Minute Arbeit abgerechnet, wann liegt Wucher vor?

Das Oberlandesgericht Köln, 1 RVs 210/16 hat am 22.11.16 ein interessantes Urteil gesprochen. Für eine Strafbarkeit wegen Wuchers sei erforderlich, dass der Angeklagte eine Zwangslage ausbeute. Wenn es dem Ausgeschlossenen zumutbar ist, sich vor Beauftragung des Schlüsseldienstes nach den Preisen zu erkundigen und gegebenenfalls Alternativangebote einzuholen, zumal ein Nachbar Hilfe angeboten hat, liegt keine Zwangslage (z.B. Essen auf dem Herd, Kleinkind eingeschlossen) vor.

Landgericht Rostock untersagt Abzocke in Notsituationen:

Geklagt hatte die Verbraucherzentrale Branadenburg. Noch vor Ausführung der Arbeiten ließ einSchlüsseldienst Verbraucher ein Auftragsformular unterzeichnen, in dem sieben unwirksame Regelungen enthalten waren. "Mit der Unterschrift unter dem Auftrag unterzeichneten Betroffene so Klauseln, die den Notdienst von jeglicher Verantwortung für Fehler freisprechen sollten", erklärt Juristin Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg.

Unter anderem versuchte der Schlüsseldienst, sich von der Haftung im Fall eines Mangels freizusprechen. Das Kleingedruckte enthielt weiterhin Angaben zu angeblich bereits getroffenen Preisvereinbarungen. Zudem stand dort geschrieben, dass der Auftrag zur Zufriedenheit des Kunden ausgeführt worden sei. "Es ist natürlich nicht möglich, vor der Ausführung von Arbeiten die Zufriedenheit zu bestätigen und dies darüber hinaus zum Bestandteil des Vertrages zu machen", so die Verbraucherschützerin. "Die Wirkung der beanstandeten Klauseln ist eindeutig: Verbraucher werden nach Bezahlung vor Ort davon abgehalten, Rückforderungsansprüche zu stellen.

Das Gericht hat die Ansicht der Verbraucherzentrale bestätigt und dem Schlüsseldienst untersagt, diese Regelungen weiterhin zu benutzen.

Betroffene, die Probleme mit Schlüsseldiensten haben, finden individuellen Rat bei ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Verbraucherzentrale Brandenburg v. 27.03.17

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