gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

alter SchrankAlte Möbel, Gegenstände, gesucht

Warum nicht etwas verkaufen?

Warum nicht mal etwas verdienen, denken Sie. Von einigen Nippes könnte ich mich schon trennen. Mit dem Geld mache ich mir oder meinen Lieben eine kleine Freude. Sie lassen den seriösen Herrn herein. Er will Ihnen ja nichts verkaufen, im Gegenteil. Der angebliche Antiquitätenhändler sucht gerade noch etwas für die kommende Messe.

Wenn Sie ihn herein lasssen, wird er die ihm gezeigten Nippes, das Meißner Geschirr, äußerst interessiert betrachten. Er bittet, die Sachen zum Zwecke des Fotografierens mitnehmen zu dürfen. Natürlich gegen Quittung. Der Mann verschwindet auf Nimmerwiedersehen, die Quittung ist wertlos.

Betrüger geben Kleinanzeigen auf: Suche Münzen, Schmuck, Uhren, Pelze usw. Manchmal ein Trick, um in die Wohnungen zu gelangen.

Die Polizei warnt ausdrücklich davor, auf solche Angebote einzugehen. Lassen sie keine fremden Personen in ihr Haus. Mit den vermeintlich guten Angeboten für gebrauchte Mäntel gaukeln die Männer Seriosität vor. Sie verfolgen aber andere Ziele:

Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung, zeigen Sie Fremden weder Bargeld noch Wertsachen.
Ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
Im Zweifel rufen Sie umgehend über die Notrufnummer 110 die Polizei an.

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Überörtlich agierende Gruppen

Es sind nicht immer Einzeltäter. So hat die Polizei Bayern eine überürtlich agierende Bande gefasst.

Geschädigten zuhause auf und täuschten Kaufinteresse für alte Nähmaschinen und ähnliche Gegenstände vor. Daraus entwickelte sich in der Regel ein längeres Gespräch, in dessen Verlauf das Vertrauen der Geschädigten erschlichen wurde.

Bei den Besichtigungen der Nähmaschinen wurde dann oft auch nach alten Möbeln, Geschirr, Besteck, Schallplatten und anderen Gegenständen gefragt. Letztendlich wurden die Verkaufsverhandlungen dann auf Schmuck gelenkt, der den mutmaßlichen Kaufinteressenten oft auch vorgelegt wurde.

Die Tatverdächtigen entwendeten bei diesen Gelegenheiten dann teilweise den Schmuck der Geschädigten, ohne dass diese es zunächst bemerkten. In anderen Fällen wurden die gutgläubigen Opfer überredet den Schmuck zur Ansicht mitzugeben, ohne dass die zugesagte, spätere Bezahlung erfolgte.

Bei fast jeder Verkaufsverhandlung kamen dann weitere Person ins Spiel, wobei einer als "Juniorchef" vorgestellt wurde und vortäuschte für den eigentlichen Ankauf der Waren zuständig zu sein. Der Verhandlungsführer verlangte dann für das Zustandekommen des Verkaufs mit dem Juniorchef eine Provision von den Geschädigten, die sich, je nach angeblicher Verkaufssumme zwischen 60 und mehreren tausend Euro bewegte. (Quelle: Polizeipresse Bayern v.23.03.10)

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Was tun bei einem "echten" Händler?

Sollte ein "echter" Händler sich für Ihre Antiquitäten interessieren und sofort Bargeld bieten, lehnen Sie zunächst ab. Erklären Sie, dass Sie den Wert der Sachen erst schätzen lassen möchten. Wenn er es ehrlich meint, ist er damit einverstanden. Treffen Sie sich dann nicht allein mit dem Verkäufer, laden Sie eine Nachbarin, Bekannte, dazu ein.