Ich
bitte um eine kleine Spende für einen guten Zweck
Haben Sie keine Sicherheitskette, Tür zu lassen, durch Spion schauen. Sprechen Sie durch die geschlossene Tür.
Spendensammlungen können auch anderen Zwecken dienen. Hier kommt insbesondere die Tatvorbereitung für Wohnungseinbrüche, Trickdiebstähle oder Betrügereien in Betracht. Auf diese Art und Weise könnten auch die Örtlichkeit, die Zeiten der An- und Abwesenheit der Hausbewohner und auch Hinweise auf das Alter der Hausbewohner ausgekundschaftet werden.
Wenn Sie an der Wohnungstür, auf der Straße oder per Brief um eine Spende gebeten werden, spenden Sie nicht vor lauter Mitleid spontan, geben Sie Ihr Geld wohl überlegt aus. Lassen Sie sich nicht drängen.
Bei Spendensammlungen an der Haustür unterschreiben Sie auf keinen Fall einen "Nachweis, dass der Sammler bei Ihnen war", schnell haben Sie dann einen Vertrag oder eine Einzugsermächtigung unterschrieben. Bei Verdacht auf Unregelmäßigkeiten verständigen Sie die örtliche Polizei.
Tierhilfe, Umweltschutz, Kreditkartenschutz, Hilfe für in Not geratene Kinder oder Jugendliche: Es gibt viele Gründe mitzuhelfen,
Auskunft, ob eine Spendenorganisation seriös und förderungswürdig ist gibt das
Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen
Bernadottestr. 94, 14195 Berlin
E-Mail: sozialinfo@dzi.de
Dieses Institut prüft und vergibt das "dzi-spendensiegel" außerdem werden Organisationen aufgelistet bei denen von spenden ausdrücklich abgeraten wird.
Das Sammeln von Geld für karitative Zwecke kann verboten werden, wenn ein großer Teil des Spendenaufkommens anderen als wohltätigen Zwecken zufließt. Dies entschied das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz (Beschluss vom 20.09.2005, Az.: 12 B 10909/05.OVG).
Unterschreiben Sie auch keinen Vertrag, der Sie zu monatlichen Spenden verpflichtet, sog. Fördervertrag. Aus solch einem Vertrag kommen Sie kaum heraus, denn dabei gilt das Haustür-Widerrufsrecht nicht. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre örtliche Verbraucherzentrale. Unter Umständen kann diese über eine Kulanzregelung erreichen, dass Sie aus der Mitgliedschaft herauskommen.
Für den Regenwald spenden beim Bierkauf, Spenden für afrikanische Kinder beim Schokoladenkauf, Gummmibärchen für notleidende Kinder. Die Liste der Produkte mit Spendenanteilen ist lang. Doch wieviel spenden die Firmen von Ihrem Geld tatsächlich? Wieviel kommt dann noch bei den Notleidenden an? Eine Spendenwerbung solle kein Grund für den Kauf eines so beworbenen Produktes sein.
Wird beim Verkauf von Waren, Dienstleistungen mit dem Hinweis auf Unterstützung für soziale Einrichtungen geworben, sollten Sie die angebotenen Preise genau prüfen und verbindliche Informationen zu den tatsächlich geleisteten Unterstützungszahlungen einholen. Verbraucher sollten sehr aufmerksam überprüfen, ob ihre Spenden auch tatsächlich in vollem Umfang die gewünschte Organisation erreichen.
Blinden- und Behindertenware wird nicht an Haustüren und auch nicht am Telefon verkauft.
Kein Sammlungsgesetz gibt es in Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Hessen, Niedersachsen, Bayern, Schleswig-Holstein und Hamburg. Dort kann ohne Anmeldung oder behördliche Genehmigung, selbst in unverplombten Dosen gesammelt werden. Damit besteht dort kein Schutz vor Missbrauch.
In Bundesländern ohne Sammlungsgesetz dürfen die Behörden Sammlungen nur noch bei Verdacht auf Unregelmäßigkeiten überprüfen.
Wer eine erlaubte Sammlung durchführt, muss einen vom Veranstalter ausgestellten Sammlerausweis bei sich haben. Der Sammlerausweis ist nur in Verbindung mit einem Personaldokument gültig
Wenn Sie spenden wollen, lassen Sie sich den Sammelausweis oder die Sammelgenehmigung der Ordnungsbehörde zeigen. Sie enthält Geltungsbereich, Geltungsdauer, Sammlungsart und -zweck sowie gegebenenfalls erteilte Auflagen. Die Personen, die eine solche genehmigte Sammlung durchführen, müssen im Besitz eines vom Veranstalter ausgestellten Sammlerausweises sein, der zwar nicht an eine bestimmte Form gebunden ist, jedoch folgendes enthalten muss:
Achten Sie auf die Verplombung der Sammelbüchsen. Seien Sie besonders misstrauisch, wenn vehement mit der Mitleidsmasche geworben wird.
Lassen Sie sich nicht nötigen. Wie die Verbraucherzentrale Hamburg mitteilt, wurden Passanten in der Fußgängerzone mit Fotos von Folteropfern oder Tierquälerei drangsaliert. So wurde der Menschenrechtsverein für Migranten, der angeblich Folteropfer im Iran unterstützt, von der EU als Terrororganisation eingestuft.
Wenn Sie Zweifel haben, spenden Sie nicht. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
Wer spendet, sollte nicht unbedacht Einzugsermächtigungen erteilen und am besten auch seine Kontonummer nicht preisgeben. Eine Spende per Überweisung lindert auch Not! Wenn Sie Geld spenden wollen, ist das kein Grund, den Spendensammler in die Wohnung zu lassen.
Wenn man trotzdem kleine Beträge an viele Organisationen spenden will, empfiehlt sich wenn möglich, die Spende per SMS, da mit dieser Methode ein hoher Anteil bei der jeweiligen Organisation ankommt, und die Verwaltungskosten meist vom SMS-Betreiber übernommen werden.
Bevor Sie Ihre Spende bei einer Bank in bar einzahlen, erkundigen Sie sich unbedingt vorher, ob die Einzahlung gebührenfrei ist. Es gibt Banken, die dafür tatsächlich eine Einzahlungsgebühr verlangen, anstatt in diesem Fall großzügig darauf zu verzichten. Schließlich gehören die Banken ja nicht zu den Ärmsten des Staates.
Spenden aufs Konto oder in die Sammelbüchse ?
Ist doch egal? Nicht unbedingt. Wer unsicher ist, ob es sich um eine
seriöse Sammlung handelt, sollte zu Hause in Ruhe
recherchieren und
nicht übereilt spenden.
Unter Umständen kann die Spende mit einer persönlichen Steuerersparnis einhergehen.
Bei großen Katastrophen hängen sich regelmäßig Trittbrettfahrer heran. Damit sind Organisationen gemeint, bei denen ein Großteil der Spenden in der Verwaltung versickert oder zur privaten Bereicherung missbraucht werden.
Spenden übers Internet sind nicht grundsätzlich unsicher.
Vorsicht vor Spenden-Spam-Mails!
Man muß halt nur sehr vorsichtig sein: Wenn Sie unaufgefordert E-Mails bekommen, dann ist es Betrug. Öffnen Sie diese Mails nicht und klicken Sie schon gar nicht auf Links von Wohltätigkeitsorganisationen. Wenn sie diesen Organisationen Geld spenden wollen, tippen sie die Adressen extra ein, damit Sie nicht auf eine gefälschte Seite gelangen.