Ich
muss mal zur Wasserleitung, zur Heizung, zum Stromkasten,
die Telefonleitung überprüfen
Haben Sie keine Sicherheitskette, Tür zu lassen, durch Spion schauen. Sprechen Sie durch die geschlossene Tür
Seien Sie bei Haustürgeschäften grundsätzlich skeptisch und aufmerksam.
Vorsicht, wenn nicht angemeldete Handwerker gleich nach dem Geld abheben erscheinen
Verlangen Sie in Zweifelsfällen immer den Firmenausweis Da Sie nicht wissen, wie so ein Ausweis überhaupt aussieht, tätigen Sie einen Rückruf bei der angeblichen Firma oder Institution. Doch Vorsicht! Rufen Sie nicht wahllos eine ihnen übermittelte Rufnummer an. Auch dahinter könnte sich ein Komplize verbergen. Sollten Sie danach immer noch Zweifel haben, informieren Sie die Polizei.
Man ist grundsätzlich nicht verpflichtet, jemanden unangemeldet in die Wohnung zu lassen. Lassen Sie den Handwerker nur dann in die Wohnung, wenn Sie ihn selbst bestellt haben oder er vom Hauswirt angekündigt ist. Rufen Sie den Hauswirt an.
Termin abmachen und dann Verwandte oder Nachbarn hinzuziehen. Lassen sich "Handwerker" permanent nicht abwimmeln - Polizei rufen!
Auch bei angeblichen Notfällen wie z. B. Rohrbruch, fragen Sie zunächst bei den Stadtwerken telefonisch nach.
Im Hausflur wird per Hinweiszettel der Besuch des Heizungsablesers, eines Brandschutzbeauftragten, oder des Mitarbeiters der Stadtwerke zum Zähler ablesen angekündigt
Lassen Sie sich auch in diesem Fall den Ausweis der Stadtwerke oder den Firmenausweis des zum Ablesen berechtigten Mitarbeiters zeigen.
Betrüger können sich den Aushang im Treppenhaus zunutze machen und sich als vermeintlich echter Ableser Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen. Sie können den Stromzähler auch selbst ablesen und den Zählerstand mit Postkarte an die Stadtwerke schicken.
Gelegenheit macht Diebe. Am besten eine Vertrauensperson ist bei Ihnen. Ziehen Sie die Wohnungstür selbst zu, damit sich kein Komplize eines eventuellen Betrügers heimlich einschleichen kann. Verlässt er den Raum, gehen Sie mit, er könnte heimlich die Wohnungstür für einen Unbefugten öffnen oder selbst stehlen.
Hier gehen Betrüger besonders raffiniert vor: Die Senioren werden schon bei der Bank beobachtet. Kaum zu Hause angekommen, das Geld ist noch nicht in der Wohnung verstaut, begehrt der Handwerker mit einem "plausiblen" Grund Einlass, z.B. wegen Heizungsüberprüfung.
Falsche Bankmitarbeiter haben Senioren z.B. wegen Steuererhöhung oder eines Computerfehlers telefonisch zum Abheben größerer Bargeldsummen veranlasst, sie stehen dann bei Rückkehr von der Bank schon als Handwerker vor der Tür.
Die
Masche mit angeblich notwendigen Reparaturen an den
Dächern ist keineswegs neu. Meist suchen sich die
Betrüger lebensältere
Personen als Opfer aus. Diese können den Dachbereich
persönlich nicht
kontrollieren beziehungsweise die grundsätzliche Notwendigkeit
von
Arbeiten in diesem Bereich selbst zu erkennen. Dann ist es ein
Leichtes, Ängste zu schüren: "Wenn Sie diese
Reparatur nicht sofort
ausführen lassen, steht beim nächsten Regen das Haus
unter Wasser...".
Die Kölner Staatsanwaltschaft hat im Mai 2010 Anklage gegen vier falsche Wasserwerker erhoben, die über zwei Jahre Senioren im Raum Köln ausgeraubt oder bestohlen haben sollen. Die Angeklagten hatten sich auf zwei kriminelle Maschen spezialisiert. Zum einen den so genannten "Dachdecker-Trick" und den Trick mit der defekten Wasserleitung. Mehrmals klingelten die Tatverdächtigen an der Tür von Senioren und tischten ihnen die Lügengeschichte auf, dass das Dach des Hauses defekt sei und sie sich den Schaden sofort genau ansehen müssten. In der Wohnung lenkte dann ein Täter die Mieterin ab, der Komplize schaute sich derweil um und steckte sich Geld, Schmuck oder andere Wertgegenstände ein. Wie brutal dabei gegen Senioren vorgegangen wird, beschreibt der Artikel in der Kölnische Rundschau
Die Täter tragen Handwerkerkleidung, auf ihren Visitenkarten steht meist keine Anschrift, sondern nur einer Handynummer. Wenn die Senioren am Ende die geforderten Wucherpreise nicht zahlen können, werden sie beschimpft und bedroht
Sie drängen auf die Durchführung angeblich erforderlicher Dachreparaturen und fordern stark überhöhte Preise für oft nicht erfolgte Arbeiten.
Diese Handwerker wenden sich vorrangig an ältere Personen, wohl in der Hoffnung, dass denen die überteuerten Preise nicht auffallen. Ältere Menschen sind oft dankbar, wenn ihnen solche arbeitsaufwendigen Arbeiten abgenommen werden und kennen sich mit handelsüblichen Preisen für derartige Leistungen nicht aus.
Bei einer Überweisung kann man ja nachvollziehen, an wen die Summe überwiesen wurde.
Die
Betrüger müssen angeblich Arbeiten am Dachstuhl oder
Schronstein vornehmen, kassiert wird sofort in bar.
Die Polizei weist darauf hin, dass Schornsteinfeger im Zusammenhang mit ihrer Überprüfungsfunktion nie eigenständig weitergehende Aufträge vergeben. Dies obliegt den Verantwortlichen für die Schornstein- bzw. Heinzungsanlage.
Die
Betrüger gehen ausschließlich auf
Senioren zu und bieten dort ihre zweifelhafte Dienste an. Sie fordern
völlig überhöhte Preise für
unsachgemäße Arbeiten und nutzen jede sich
bietende Gelegenheit, Bargeld und Wertgegenstände zu
entwenden.
Die Polizei warnt vor betrügerischen Staubsaugervertretern. Sie geben sich als Vertreter einer namhaften Staubsaugerfirma aus und bieten einen kostenlosen Check des Staubsaugers an.
Schnell stellt der Vertreter einen angeblichen Defekt an dem Reinigungsgerät fest. Wie zufällig hat er das entsprechende Austauschersatzteil vorrätig. Die Reparatur oder Austauschteile werden zum Vorzugspreis, der sich im Nachhinein aber als völlig überteuert herausstellt, offeriert. Die Neuwertigkeit eines Ersatzteils ist äußerst zweifelhaft,
Seriöse Firmen arbeiten mit eingeführten und gängigen Geschäftsbedingungen, die eine Zahlung gegen Rechnung und insbesondere auch Widerrufsrechte beinhalten.
Ein Handwerker im Blaumann klingelt und bietet an, Elektrogeräte entsorgen zu wollen. Wenn Sie Interesse haben, ziehen Sie Nachbarn, Bekannte, Verwandte hinzu. Wenn Sie allein sind, lassen Sie den Fremden nicht in die Wohnung. Es könnte sein, dass er sich nicht nur für Elektrogeräte interessiert.