Ich
muss mal zur Wasserleitung, zur Heizung, zum Stromkasten,
die Telefonleitung überprüfen
Haben Sie keine Sicherheitskette, Tür zu lassen, durch Spion schauen. Sprechen Sie durch die geschlossene Tür.
Seien Sie bei Haustürgeschäften grundsätzlich skeptisch und aufmerksam
Geben Sie keine Auskunft am Telefon.
Lassen Sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung. Rufen Sie im Zweifelsfall die Polizei.
Leisten Sie keine Vorkasse
Handwerker düren an der Haustür klingeln und dort ihre Dienste anbieten. Allerdings müssen sie ihre Kunden über das Widerrufsrecht aufklären. Haustürgeschäfte können innerhalb von 14 Tagen widerrufen werden. Der Widerspruch sollte per Einwurfeinschreiben abgesandt werden. Der Widerspruch muss nicht begründet werden.
Aber an wen schickt man den Widerruf bei reisenden Händlern, die oft aus dem Ausland kommen. Existiert die Firma überhaupt? An wen stelle ich Gewährleistungsansprüche? Befragen Sie bei günstigen Angeboten fremder Firmen die Handwerkskammern, Innungen oder die Verbraucherzentrale.
Leisten Sie keine Vorkasse weil z.B. davon Material gekauft werden soll.
Verlangen Sie in Zweifelsfällen immer den
Firmenausweis.
Da Sie nicht wissen, wie so ein Ausweis überhaupt aussieht,
tätigen Sie
einen Rückruf bei der angeblichen Firma oder Institution. Doch
Vorsicht! Rufen Sie nicht wahllos eine ihnen übermittelte
Rufnummer an.
Auch dahinter könnte sich ein Komplize verbergen. Sollten Sie
danach
immer noch Zweifel haben, informieren Sie die Polizei.
Man ist grundsätzlich nicht
verpflichtet, jemanden unangemeldet in die
Wohnung zu lassen.
Lassen Sie den Handwerker nur dann in die Wohnung, wenn Sie ihn selbst bestellt haben oder er vom Hauswirt angekündigt ist. Rufen Sie den Hauswirt/die Hausverwaltung an.
Termin abmachen und dann Verwandte oder Nachbarn hinzuziehen. Lassen sich "Handwerker" permanent nicht abwimmeln - Polizei rufen!
Auch bei angeblichen Notfällen wie z. B. Rohrbruch, fragen Sie zunächst bei den Stadtwerken telefonisch nach.
Wenn sich ein angeblicher Handerker bei Ihnen telefonisch ankündigt, fragen bei der Hausverwaltung nach, ob das seine Richtigkeit hat.
Bildquelle: Polizeiliche Kriminalprävention der Länder und des Bundes
Im Hausflur wird per Hinweiszettel der Besuch des
Heizungsablesers, eines Brandschutzbeauftragten, oder des Mitarbeiters
der Stadtwerke zum Zähler ablesen angekündigt
Lassen Sie sich auch in diesem Fall den Ausweis der Stadtwerke oder den Firmenausweis des zum Ablesen berechtigten Mitarbeiters zeigen.
Betrüger können sich den Aushang im Treppenhaus zunutze machen und sich als vermeintlich echter Ableser Zugang zu Ihrer Wohnung verschaffen. Sie können den Stromzähler auch selbst ablesen und den Zählerstand mit Postkarte an die Stadtwerke schicken.
Gelegenheit macht Diebe. Am besten eine Vertrauensperson ist bei Ihnen. Ziehen Sie die Wohnungstür selbst zu, damit sich kein Komplize eines eventuellen Betrügers heimlich einschleichen kann. Verlässt er den Raum, gehen Sie mit, er könnte heimlich die Wohnungstür für einen Unbefugten öffnen oder selbst stehlen.
Hier gehen Betrüger besonders raffiniert vor:
Die Senioren werden schon bei der Bank beobachtet.
Kaum zu Hause angekommen, das Geld ist noch nicht in der Wohnung verstaut, begehrt der Handwerker mit einem "plausiblen" Grund Einlass, z.B. wegen Heizungsüberprüfung.
Falsche Bankmitarbeiter haben Senioren z.B. wegen Steuererhöhung oder eines Computerfehlers telefonisch zum Abheben größerer Bargeldsummen veranlasst, sie stehen dann bei Rückkehr von der Bank schon als Handwerker vor der Tür.
Die
Betrüger müssen angeblich Arbeiten am Dachstuhl oder
Schornstein vornehmen, kassiert wird sofort in bar.
Die Polizei weist darauf hin, dass Schornsteinfeger im Zusammenhang mit ihrer Überprüfungsfunktion nie eigenständig weitergehende Aufträge vergeben. Dies obliegt den Verantwortlichen für die Schornstein- bzw. Heinzungsanlage.
Die
Betrüger gehen ausschließlich auf
Senioren zu und bieten dort ihre zweifelhafte Dienste an.
Sie fordern völlig überhöhte Preise für unsachgemäße Arbeiten und nutzen jede sich bietende Gelegenheit, Bargeld und Wertgegenstände zu entwenden.
Die Polizei
warnt vor betrügerischen Staubsaugervertretern. Sie geben sich
als Vertreter einer namhaften Staubsaugerfirma aus und bieten einen
kostenlosen Check des Staubsaugers an.
Schnell stellt der Vertreter einen angeblichen Defekt an dem Reinigungsgerät fest. Wie zufällig hat er das entsprechende Austauschersatzteil vorrätig. Die Reparatur oder Austauschteile werden zum Vorzugspreis, der sich im Nachhinein aber als völlig überteuert herausstellt, offeriert. Die Neuwertigkeit eines Ersatzteils ist äußerst zweifelhaft,
Seriöse Firmen arbeiten mit eingeführten und gängigen Geschäftsbedingungen, die eine Zahlung gegen Rechnung und insbesondere auch Widerrufsrechte beinhalten.
Um in die Wohnung der Opfer zu gelangen,haben sich Betrüger sogar als Reparateur von Regenschirmen vorgestellt um dann in der Wohnung Wertsachen zu steheln.
Ein Handwerker im Blaumann klingelt und bietet an, Elektrogeräte entsorgen zu wollen. Wenn Sie Interesse haben, ziehen Sie Nachbarn, Bekannte, Verwandte hinzu. Wenn Sie allein sind, lassen Sie den Fremden nicht in die Wohnung. Es könnte sein, dass er sich nicht nur für Elektrogeräte interessiert.