gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Schwangere

-Bitte einen Zettel, Briefumschlag,Tüte

-Mir ist übel. Ich mache eine Umfrage

-Bitte heißes Wasser für die Babyflasche

-Bitte kaltes Wasser für den Kühler

-Darf ich dringend mal Ihre Toilette benutzen?

-Darf ich mal telefonieren? Ich bin schwanger

-Ich habe ein Paket für Ihre Nachbarin

-Suche Putzstelle

-Notfall, Todesfall

Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung

Zetteltrick, wie gehen die Täter vor?

Die Anzahl der Fälle ist in der polizeilichen Kriminalstatistik nicht gesondert erfasst.

Täter kommen nach Geldabhebung

Sie holen Geld von Ihrer Bank. Dabei werden Sie von den Tätern beobachtet und bis nach Hause verfolgt. Kaum sind Sie in der Wohnung, klingelt ein Fremder an der Tür und bittet um Zettel und Stift. Lassen Sie den Fremden auf keinen Fall in die Wohnung.

Betrüger lauern schon auf der Straße

Täter lauern z.B. auf Wochenmärkten, vor Banken, auf ältere, möglichst noch gebrechliche Menschen und folgen ihnen. Unter einem Vorwand wie Tasche tragen, Zettel für die Nachbarin usw. gelingt es ihnen, in die Wohnung zu gelangen.

Betrüger sind erfinderisch

Sie bringen möglichst überzeugende Ausreden vor, um in die Wohnung zu gelangen, siehe oben. Auch die Masche mit der neuen Hausbewohnerin zeigt oft Erfolg: Eine Fremde stellt sich als neue Hausbewohnerin vor, unterhält sich mit Ihnen und möchte dann einen Schluck Wasser.

Notfall wird vorgetäuscht

Die Unbekannten geben an, dass sie angeblich Hilfe für ihr krankes Kind benötigen würden. Der Verpflichtung zur Hilfeleistung kommt man in jedem Fall nach, wenn man einen Arzt verständigt. Grundsätzlich sollte man nie Fremde in die Wohnung lassen. Eine angebliche Notsituation wie in diesem Fall ist in der Regel nur ein Vorwand, die Wohnung eines potentiellen Opfers zu betreten. Ist dies gelungen, sind die Wohnungsinhaber dem oft sehr professionellen Vorgehen dieser Straftäter zumeist hilflos ausgeliefert.

Weitere Ausreden:
Wegen einer Autopanne wird um Kühlwasser gebeten, bzw der Fremde muss wegen einer Panne dringend telefonieren, angeblich ist sein Handy leer.

Das mitgeführte Kleinkind muss dringend zur Toilette. Niemand ist verpflichtet, Fremde zwecks Toilettenbesuch in die Wohnung zu lassen.

Auch die Masche mit der Wohnungsbesichtigung kommt immer wieder vor. Man interessiert sich für eine freie Wohnung im Haus. Wegen der grundrissgleichen Wohnung des Opfers bitten die gepflegt aussehenden Betrüger um die Wohnungsbesichtigung.

Vorsicht bei hilfsbereiten freundlichen "Taschenträgern" Diese "Hilfsbereitschaft" dient oft nur einem Zweck, nämlich in die Wohnung zu gelangen. Der hilfsbereite Mensch möchte oben angekommen nur ein Glas Wasser oder er muss zur Toilette. Wer möchte sich da undankbar zeigen.

Komplize schleicht durch nicht ganz zugegzogene Tür in die Wohnung

Durch Ablenkung, z.B. Hochhalten einer Tischdecke, Bitte um Glas Wasser, Toilettengang, Nachricht aufschreiben, gelangt ein zweiter Täter unbemerkt in die Wohnung und durchsucht die Räume nach Wertsachen.

Entlaufenes Tier suchen

Um in die Wohnung zu gelangen, kommt gelegentlich auch die Masche mit angeblich entlaufenen/entflogenen Tieren zum Einsatz. Auch das ist kein Grund, Fremde in die Wohnung zu lassen, Sie können dort selbst nachsehen, aber unbedingt die Wohnungstür schließen.

Pakete, Wäsche, Geld für die Nachbarin

Nehmen Sie Pakete für Nachbarn nur an, wenn Sie vorher von ihnen darüber informiert wurden. Es kommt immer wieder vor, dass sich Täterinnen so Zutritt zur Wohnung verschaffen. Z.B. werden Wäschetücher hochgehalten, so dass die Sicht versperrt ist. Sie werden abgelenkt und eine der Täterinnen stiehlt Ihre Wertsachen.

Blumenstrauß - Trick

Mit einem Blumenstrauß "bewaffnet" suchen Unbekannte u.a. Senioren-Wohnheime auf, geben an, dass sie von einer Kirchengemeinde kommen und jemanden besuchen wollen. Danach fehlt Bargeld aus den Räumlichkeiten.

Legen Sie auch keine angebliche Nachnahmegebühr aus

Tun Sie dies nur, wenn Ihre Nachbarin Sie vorher darum gebeten hat. Diese Masche wird gern von "falschen Postzustellern" angewandt.

Die Masche mit der Todesnachricht

Betrüger scheuen keine noch so dreiste und pietätlose Masche, um in die Wohnung ihrer Opfer zu gelangen. Angeblich ist ein Bekannter oder Verwandter des abwesenden Nachbarn verstorben, Oder ein Bekannter des Opfers ist zu Tode gekommen. Sogar Kosten für die angebliche Überführung 150 Euro wurden von den Betrogenen verlangt

Fundsache abgeben

Betrüger rufen an, sie hätten den Ausweis, Führerschein von Verwandten, Freunden oder Bekannten gefunden. Weil der Eigenümer nicht zu Hause sei, und wolle man die Fundsachen direkt vorbei bringen.

Sagen Sie dem Anrufer, er solle später noch einmal anrufen. Rufen Sie die Verwandten an und wenden Sie sich ggf.sofort an Ihre Polizeidienststelle oder wählen sie den Notruf 110! Dort kann man gemeinsam mit Ihnen beratschlagen, was sich hinter dem erhaltenen Anruf verbergen könnte.

Handwerker will telefonieren, Handy usw im Auto eingeschlossen

Sie klingeln an Haustüren und geben vor ein Handwerker zu sein. Durch ein Missgeschick habe man Handy und Portemonnaie samt dem Fahrzeugschlüssel im Firmenfahrzeug eingeschlossen. Mit der Bitte kurz telefonieren zu dürfen, verschaffen sie sich Zutritt in die Häuser von Gutgläubigen. Entweder erbetteln sie gleich an der Tür Bargeld zum Telefonieren oder nutzen die Gelegenheit, Wertsachen aus der Wohnung zu stehlen.

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Schutz gegen Zetteltrickbetrüger

Haben Sie keine Sicherheitskette, Tür zu lassen, durch Spion schauen. Sprechen Sie durch die geschlossene Tür.
Reichen Sie Stift und Zettel und Wasser durch den Türspalt

Schließen Sie die Tür und holen Sie dann das Wasser. Schließen Sie die Tür und telefonieren Sie selbst nach dem Arzt, Krankenwagen usw.

Lassen Sie nie Fremde in die Wohnung, wenn Sie allein zu Hause sind, ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu. Schreien Sie laut, wenn Sie sich bedroht fühlen, Betrüger mögen kein Aufsehen. Holen Sie im ersten Angriff notfalls Nachbarn zu Hilfe. Rufen Sie umgehend die Polizei über den Notruf 110.
Fall Sie doch Fremde in die Wohnung gelassen haben, achten Sie darauf, dass die Wohnungstür fest geschlossen ist.

Hat die Wohnungsinhaberin die Korridortür doch zugezogen, muss die "Besucherin" schon mal auf die Toilette, damit sie blitzschnell die Zimmer durchsuchen kann. Auch wenn die Fremden sich als angebliche Verwandte der Nachbarin ausgeben. Während Sie Zettel, Wasser holen, werden Ihre Wertsachen gesucht und gestohlen. In Windeseile sind die üblichen Verstecke wie Wäscheschrank, Küchenschrank, Matratze usw. entdeckt. Ihre Hilfsbereitschaft wird ausgenutzt.

Zeigen oder erklären Sie niemandem, wo sie Geld oder Wertgegenstände aufbewahren. Lehnen Sie Bitten um Geldwechseln ab.
Keine Geldbörsen im Korridor

Geldbörsen, Papiere und andere Wertgegenstände sollten nicht in der Nähe des Eingangs offen herumliegen, sondern immer in Behältnisse wie verschließbare Schubladen o.ä. gelegt werden.

SparschweinErsparnisse, wertvoller Schmuck usw. gehören auf die Bank

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