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Günstiger Kredit ohne Schufa
Rentner haben es oft nicht leicht, einen Kredit zu bekommen, selbst wenn es sich um einen Kleinkredit handelt. Je nach Bank wird ab schon ab 64 Jahren, fasst immer aber ab 74 Jahren ein Kredit verweigert. Hohes Alter ist häufig der entscheidende Minuspunkt bei der Entscheidung über die Kreditwürdigkeit. Dabei haben sie ein festes Einkommen und können nicht gekündigt werden.
Wenn Banken Kreditwünsche aus sozusagen biologischen Gründen ablehnen, verweisen sie meistens auf das hohe Todesfallrisiko. Erklärt sich die Bank doch zu einer Kreditvergabe bereit, wird der Senior zu einer teuren Restschuldversicherung für den Todesfall, oder zu einer Bürgschaft oder Verpfändung eines Wertgegenstande gedrängt.Sogar nahe Angehörige sollen in den Vertrag miteinbezogen werden. Wer den Kredit aber unbedingt braucht, sollte sich von seiner Bank nicht einfach abspeisen lassen
"Protestieren lohnt sich oft" sagt Hanne Schweitzer vom Verein gegen Altersdiskriminierung. So berichtete ihr ein Rentner, dass er nach einer Beschwerde beim Vorstandsvorsitzenden der Postbank doch noch eine Kreditkarte erhalten habe.
Wenden Sie sich im Ablehnungsfall an ihre Verbraucherzentrale und haben Sie keine Scheu, auch mal die Presse zu informieren.
Quelle: Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen v. 20.12.05, Verbraucherzentrale Bayern v. 13.05.10
Wegen der Finanzkrise wird das Risiko eines Kreditausfalls von den Banken strenger geprüft. Dazu gehören Faktoren wie das Lebensalter, der Schuldenstand, die Jobsicherheit, die Höhe des Einkommens und die Zahl der Kinder.
Wenn Ratenkredite bonitätsabhängig sind, erhalten nur die wenigsten Kunden die Topkonditionen. Häufig ist der Kredit dann deutlich teurer
Seit 07.05.2009 hat die Europäische Zentralbank die Leitzinsen auf 1% gesenkt. Doch die Banken geben die Zinssenkung nicht an die Kunden weiter. Wenn die Zinsen nicht angepasst wurden kann man das gegen eine Gebühr von den örtlichen Verbraucherzentralen überprüfen lassen und gegebenenfalls auf eine Änderung drängen.
Private Kreditvermittler vergeben selbst keine Darlehen, sondern reichen Anfragen an Banken weiter
Wer direkt bei Banken und Sparkassen keinen Kredit erhält, der bekommt ihn auch über einen Vermittler grundsätzlich nicht.
Wem der Schuldenberg über den Kopf wächst, der sollte sich an eine anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstelle wenden. Dabei gilt: Schuldnerberatung ist dort immer kostenlos.
Im Jahr 2009 gab es laut polizeilicher Kriminalstatistik 2.028 Fälle von Kreditvermittlungsbetrug (Vorjahr: 1.888).
Der Vermittler kassiert Provision, auch wenn es nicht zu einer Kreditauszahlung kommt. Für die Bearbeitung und Prüfung des Antrags verlangt der unseriöse Kreditvermittler einen “kleinen“ Bearbeitungsbeitrag, z.B. 25 € oder 50 € oder sogar eine Auslagenerstattung für Anfahrt und Arbeitszeit. Diesen Betrag will er nicht in bar, sondern er bittet Sie, eine Überweisung von Ihrem Bankkonto zu seinen Gunsten auszufüllen und zu unterschreiben.
Diese Überweisung nimmt er mit, der Betrag wird einige Tage später von Ihrem Bankkonto abgebucht und dem Konto des Betrügers gutgeschrieben. Da Sie die Überweisung selbst unterschrieben haben, können Sie die Belastungsbuchung auf Ihrem Konto bei Ihrer Bank nicht rückgängig machen.
Statt des Kredits kommt, wenn überhaupt, ein Schreiben, dass der Kredit nicht genemigt wurde.
Das Waldshuter Schöffengericht hatte einen Betrüger verurteilt. Der stellte sein Konto bei der Beamtenbank zur Verfügung, auf das insgesamt etwa 22 000 Euro eingingen, die ein betrügerischer Kreditvermittler. als "Antragsgebühren" von kreditsuchenden Mitmenschen ergaunert hatte für Darlehen, die niemals flossen. Immer wieder hatte der Betrüger mit der Masche Erfolg und von den Geschädigten zum Teil fünfstellige Beträge als Bedingung für künftige Darlehen abkassiert.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die gesetzlichen Regeln für Kreditvermittler zu verschärfen. Anbieter sollen demnach nur dann eine Auslagenerstattung verlangen dürfen, wenn sie tatsächlich einen Kredit vermittelt haben. Außerdem müsse der Gesetzgeber definieren, wer eine solche Dienstleistung anbieten darf und wer nicht.
Im Moment kann sich jeder Laie mit einer einfachen Gewerbeerlaubnis zum Kreditvermittler erklären. Das macht es Betrügern leicht
Dieses Problem hat auch diet Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner aerkannt: Für alle Vermittler sollten verbindliche Mindeststandards im Hinblick auf die Berufsqualifikation gelten. Die Vertriebs- und Anreizsysteme dürfen nicht dazu führen, dass Qualität, Seriosität und die Achtung des Kundenwunsches auf der Strecke bleiben.
Kaufhäuser, Möbelgeschäfte, Elektrogeschäfte und andere werben mit einem Kredit ohne Zinsen. Aber auch hier bekommt der Kunde den Kredit erst nach erfolgreicher Bonitätsprüfung (SCHUFA-Abfrage).
Wirklich 0 Prozent?: Mal kommt eine Kontoführungsgebühr dazu, mal eine Bearbeitungsgebühr und oft wird auch der Abschluss einer Restschuldversicherung verlangt, so dass von einem Gratis-Kredit keine Rede mehr sein kann.
Vorsicht auch, wenn der Kreditantrag per Nachnahme zugeschickt wird. Dabei können enorme Nachnahmegebühren von mehr als 100 Euro auf Sie zukommen. Anschließend meldet sich der "Kreditvermittler" nicht mehr oder der Kredit wird nicht genemigt.
Mit einem Faxabruf werden Kreditsuchende abgezockt. Der Faxabruf kann bis zu 50 Euro kosten, die Adressliste ist wertlos.
Manchmal wird auch am Telefon oder per E-Mail ein verlockendes Kreditangebot gemacht. Geben Sie nie Ihre Kontonummer preis. Wenn Sie einen Kredit möchten, erkundigen Sie sich erst bei Ihrer Bank nach den Konditionen.
Gewarnt wird auch vor sog. "Kredithotlines", bei denen eine 0900er Nummer angerufen werden soll. Hier wird der Anrufer möglichst lange am Telefon gehalten, er zahlt horrende Telefongebühren, einen Kredit bekommt er nicht. Im schlimmsten Fall bekommt der Anrufer zusätzlich noch eine Rechnung über eine Bearbeitungsgebühr. Zahlen Sie hier nicht, sondern wenden Sie sich an Ihre Verbraucherzentrale.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die gesetzlichen Regeln für Kreditvermittler zu verschärfen. Anbieter sollen demnach nur dann eine Auslagenerstattung verlangen dürfen, wenn sie tatsächlich einen Kredit vermittelt haben.
Außerdem müsse der Gesetzgeber definieren, wer eine solche Dienstleistung anbieten darf und wer nicht. Im Moment kann sich jeder Laie mit einer einfachen Gewerbeerlaubnis zum Kreditvermittler erklären. Das macht es Betrügern leicht.
Oft wird die Kreditvergabe vom Abschluss weiterer Versicherungs- und Bausparverträgen, Mitgliedschaften, Berater- oder Geldanlagenverträge abhängig gemacht. Letztlich haben Betroffene dann derartige Verträge mit zusätzlichen monatlichen Verpflichtungen am Hals,jedoch nicht den gewünschten Kredit. Mehr dazu bei Zusatzverträge. Kreditvermittler darf Kunden keine Zusatzverträge aufdrängen erfolgreiche Klage der Verbraucherzentrale Bundesverband.
"Kredite trotz Ablehnung anderer Banken", "Großzügiger Sofortkredit"
Betrüger inserieren in der Zeitung "Kredit ohne Schufa" und treffen sich mit dem Kreditsuchenden in einem Cafe. Dort wird im Voraus eine satte Bearbeitungsgebühr in bar kassiert. Nachdem der Kunde einen Antrag unterschrieben hat, ist von dem "Kreditvermittler" nicht mehr zu hören.
Unseriöse Berater werten die öffentlichen Schuldnerverzeichnisse der Amtsgerichte aus, um dann die Schuldner anzuschreiben.
Bevor der Kredit ausgezahlt wird, muss ein Vermittlungsvertrag unterschrieben werden. Im Kleingedruckten weist der Anbieter darauf hin, dass er seine Auslagen in Rechnung stellen wird.
In einem weiteren Schreiben kündigt der Kreditvermittler an, dass eine Vorprüfung anhand persönlicher Daten positiv verlaufen sei. Mit dem Vorwand, die Finanzen des Verbrauchers zu optimieren, empfiehlt er daraufhin den Abschluss weiterer Verträge z.B. Bausparverträge, Genossenschaftsbeteiligungen oder Versicherungsverträge.
Bis zu 150 Euro kassieren sie als "Vermittlungsgebühr" - etwa für die Prüfung der Kreditwürdigkeit.
Wie die Verbraucherzentrale mitteilt, fallen schätzungsweise 400 000 Bürger Jahr für Jahr auf dubiose Kreditangebote ohne Bonitätsprüfung herein – und haben danach noch höhere Schulden am Hals. Das ist ist das Ergebnis einer Studie der FH Koblenz im Auftrag der Schutzvereinigung für allgemeine Kreditversicherung (Schufa).
„Achten Sie nicht nur auf den Zins, sondern auch auf die hohen Bearbeitungsgebühren und die Kreditnebenkosten", rät Erk Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale Brandenburg. „Der Zweck solch verlockender Werbung besteht regelmäßig nur darin, Verbraucher abzuzocken“.
Wer wegen Überschuldung keine Kredite von Banken mehr bekommt, sollte sich an eine Schuldnerberatungsstelle der Stadt, der Kirche, der Wohlfahrtsverbände oder der Verbraucherzentrale wenden. Die schröpfen den Hilfesuchenden nicht noch mit zusätzlichen Gebühren.
Die Verbraucherzentralen machen darauf aufmerksam, dass einn Kreditvermittlungsvertrag immer schriftlich abgeschlossen werden muss, er darf nicht mit dem Darlehensvertrag verbunden sein und muss bestimmte Pflichtangaben beinhalten.
So muss die Provision, die der Kunde an den Vermittler zahlt, in Prozent angegeben sein. Erhält der Vermittler auch eine Vergütung durch die Bank, muss diese ebenfalls genannt werden. Dem Kunden ist eine Abschrift auszuhändigen.
Liegt kein Vertrag vor oder enthält er nicht die Pflichtangaben, braucht keine Provision gezahlt zu werden. Unzulässig ist es auch, ohne Kreditvergabe eine Vergütung zu verlangen.
Quelle: Europäisches Verbraucherzentrum (www.evz.de)
Wie die Wettbewerbszentrale am 24.07.07 berichtet, raten SCHUFA und Wettbewerbszentrale zu Beschwerden bei unseriöser Kreditvermittlung.
Die SCHUFA und die Wettbewerbszentrale raten den Geschädigten, sich bei der Zentrale über unseriöse Kreditvermittler zu beschweren. Um eine solche Beschwerde möglichst einfach zu machen, wurde auf der SCHUFA Internetseite http://www.schufa.de/schufa-frei ein direkter Link zu dem Online-Beschwerdeformular der Wettbewerbszentrale eingerichtet.