gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Teppichbetrüger, Aktuelle Fälle

Vorsicht, wenn Sie mal einen Teppich in der Türkei gekauft haben

Derzeit lebt in Berlin eine altbekannte Masche des Trickbetrugs wieder auf: Es werden vornehmlich Senioren angerufen, die in der Vergangenheit Teppiche in der Türkei erwarben. Auf diesem Vertrauensverhältnis basierend, bieten die Täter zunächst einen Hausbesuch an, um die erworbenen Teppiche zu begutachten und gegebenenfalls eine Teppichpflege anzubieten.

In der Folge erscheinen die Täter – Vater und Sohn – persönlich bei ihren Opfern und geben vor, auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei nun in Deutschland ihre Ware verkaufen zu wollen. Die Teppiche sowie eine hohe Summe Bargeld befänden sich jedoch in noch nicht freigegebenen Containern beim Zoll.

Durch ihre eindringliche und überzeugende Art gelingt es den Tätern, jeweils Geldbeträge im vier- bzw. fünfstelligen Bereich von ihren gutgläubigen Opfern zu erlangen, um die Zollgebühren für die vermeintlichen Container bezahlen und diese so auslösen zu können. Die Opfer vertrauten leider vergeblich darauf, dass ihnen die Gelder, wie versprochen, umgehend zurückgezahlt würden.

In einem der Fälle wurde eine Frau über mehrere Tage von den Tätern kontaktiert und immer wieder unter Vorspiegelung verschiedener Notlagen sowie Ausübung psychischen Drucks überredet, noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Polizeipresse Berlin, news aktuell v. 19.05.17

nach oben

Falsches Geschenkversprechen von vermeintlichem Teppichhändler

Wer würde sich nicht freuen, wenn er über den Erhalt eines Jubiläumsgeschenkes informiert wird. Auch eine Seniorin aus Bad Nauheim war erfreut über diese Mitteilung, als sich am vergangenen Mittwoch telefonisch ein Teppichhändler bei ihr meldete und die gute Nachricht überbrachte. Zum 50-Jährigen Jubiläum eines Geschäftes in der Türkei, solle sie einen Gratisteppich erhalten, versprach der Anrufer. Dabei gäbe es jedoch noch ein kleines Problem, da der Container vom Zoll angehalten wurde und nur gegen Zahlung von mehreren tausend Euro ausgelöst werden kann.

Die Seniorin willigte gegenüber dem netten Gesprächspartner ein ihm dieses Geld zu leihen. Am Donnerstag, gegen 15 Uhr, erschien er dann persönlich bei der Seniorin Im Sichler und besprach die Modalitäten der Geldübergabe. Dabei war er in Begleitung eines zweiten Mannes, der eine Tüte mit Teppichen mitbrachte. Gemeinsam fuhren die Beteiligten gegen 15.40 Uhr am Donnerstag zu einer Bank in der Kurstraße, bei der die Seniorin das versprochene Geld abhob. Dabei nutzten sie einen hellen /beigefarbenen PKW, der an der Ecke Im Sichler / Ringstraße abgestellt war.

Vor der Bank ließen die Männer die Seniorin aussteigen und empfingen sie erst gegen 16.30 Uhr wieder an ihrer Wohnanschrift. Hier ließen sie sich die mehreren tausend Euro Bargeld aushändigen, bevor sie wieder mit ihrem Auto davon fuhren.

Am gleichen Abend und noch einmal am nächsten Mittag meldete sich einer der Männer telefonisch bei der Seniorin, zunächst um sie zu vertrösten, dann um weiteres Geld zu fordern. Da die Seniorin jedoch kein weiteres Geld zusichern konnte, kam es zu keiner weiteren Kontaktaufnahme mehr. Daraufhin erstattete die Seniorin am Samstag Anzeige bei der Polizei. Täterbeschreibung u.a.: Beide Männert hatten ein südosteuropäisches Erscheinungsbild.

Diese geht davon aus, dass die Seniorin Betrügern auf den Leim gegangen ist. Das versprochene Geschenk oder der versprochene Gewinn werden immer wieder von Betrügern genutzt, um Bargeld zu erbeuten. Die Masche mit den Teppichen ist bereits sehr alt, wurde in der Wetterau in dieser Form lange nicht genutzt, konnte hier von den Tätern jedoch erfolgreich eingesetzt werden.

Quelle: Polizeipresse Mittelhessen, news aktuell v. 27.03.17

nach oben

Container-Auslöse Masche

Am Dienstag fuhren noch unbekannte Betrüger gegen 13.15 Uhr auf einen Hof in Wennewick. Sie gaben sich gegenüber dem 62-jährigen Geschädigten als Teppichhändler aus. Der Geschädigte hatte wenige Tage zuvor mit einem Teppichhändler ein Telefongespräch geführt. In dem weiteren Gesprächsverlauf gaben die Täter an, dass sie in Osnabrück einen Container auslösen müssten, in dem sich auch Bargeld befände. Sie baten den 62-Jährigen um einen hohen vierstelligen Bargeldbetrag, um den Container auslösen zu können und lockten den Geschädigten mit 500 Euro Gewinn. Als Pfand boten die Täter dem Geschädigten einige Teppiche an.

Der Geschädigte ging auf den vermeintlich guten Handel ein. Die "Pfand-Teppiche" wurden ins Haus geladen und gemeinsam fuhr man nach Osnabrück. Dort übergab der Geschädigte den Betrügern das Bargeld und wurde anschließend aus dem Pkw gebeten. Der Geschädigte stieg aus und die Täter fuhren davon - sie kehrten allerdings nicht wie vereinbart zurück. Stattdessen erhielt der Geschädigte einen Anruf, in dem die Betrüger nun vorgaukelten, durch die Polizei festgenommen worden zu sein.

Die hinterlegten Teppiche sind nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kein taugliches Pfandobjekt für die herausgegebene Summe. Die beiden Betrüger waren mit einem BMW 316 i mit Kennzeichen aus Dortmund unterwegs. Das Kennzeichen ist nach dem bisherigen Ermittlungsstand gestohlen. Der BMW ist schwarz mit einer roten Motorhaube. Die Täter sind ca. 45 und 30 Jahre alt und augenscheinlich südländischer Herkunft. Beide trugen schwarze Anzüge.

Quelle: Polizeipresse Borken, news aktuell v. 15.03.17

nach oben

Teppichbetrüger wollte mit Containermasche abkassieren

Am Dienstag, 14. Februar, in Hermeskeil, täuschten mehrere Männer einen finanziellen Engpass vor und wollten Bargeld ergaunern. Die Polizei nahm einen Tatverdächtigen fest. Er wurde am Mittwoch, 15. Februar, auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Die Polizei warnt vor Trickbetrügereien und bittet Bürgerinnen und Bürger um Vorsicht.

Einem Mitarbeiter einer Bankfiliale kam am Montag, 13. Februar, die Reservierung eines hohen fünfstelligen Bargeldbetrages eines älteren Kunden seltsam vor. Er fragte bei dem 78-jährigen Kunden genauer nach dem Grund des Geldabhebens. Glücklicherweise erzählte der Kunde dem Mitarbeiter von seinem Vorhaben, der sich in Absprache mit seinem Kunden sofort wegen Betrugsverdachtes an die Polizei wandte.

Ein angeblicher Teppichhändler aus der Türkei hatte den 78-Jährigen zuvor angerufen, um mit ihm einen Termin für eine Teppichvorführung zu vereinbaren. Verdächtig kam dem älteren Mann dies zunächst nicht vor, da er einige Jahre zuvor Teppiche im Urlaub in der Türkei erworben hatte. Wie abgesprochen erschienen zwei Unbekannte, die dem älteren Mann Teppiche zeigten.

Im Laufe des Gesprächs gaben die Täter vor, einen Container mit weiteren wertvollen Teppichen und Bargeld zu haben, der jedoch beim Zoll festgehalten würde, bis man den Container mit einer gewissen Geldsumme ausgelöst hätte. Die Trickbetrüger baten nun den 78-Jährigen um Unterstützung. Er solle ihnen eine fünfstellige Summe leihen und dafür den wertvollen Teppich bis zur Rückzahlung als Pfand behalten.

Der 78-Jährige sagte letztendlich zu, nachdem auch über den angeblichen Teppichhändler aus der Türkei telefonisch Druck ausgeübt wurde. Er übergab am Folgetag den geforderten fünfstelligen Bargeldbetrag. Eine Quittung oder einen Teppich als Pfand erhielt er nicht.

Am Tag, an dem die Rückzahlung erfolgen sollte, rief der ominöse Teppichhändler erneut an und erklärte neue Probleme beim Zoll. Er benötige eine weitere Summe. Man einigte sich und der 78-Jährige ging zu seiner Bank. Und dort reagierten Mitarbeiter der Bank genau richtig, in dem sie das Gespräch zu dem älteren Mann suchten und nach Schilderung des Sachverhaltes die Polizei wegen des Betrugsverdachts verständigten.

Als am Dienstag, 14. Februar, ein dritter unbekannter Mann erschien, um das Bargeld wie besprochen abzuholen, klickten die Handschellen. Die Polizei nahm den 25-jährigen tatverdächtigen Abholer fest. Er wurde am Mittwoch, 15. Februar, auf Antrag der Staatsanwaltschaft Trier dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Er erließ einen Untersuchungshaftbefehl gegen den 25-Jährigen, der gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.

Quelle: Polizeipresse Trier, news aktuell v. 15.02.17

nach oben

Falsche Teppichverkäufer stehlen Schmuck

Am 06.02.2017, gegen 11.30 Uhr, erhielt eine ältere Sprockhövelerin einen Telefonanruf. Eine männliche Stimme erklärte, dass ihr verstorbener Ehemann Stammkunde bei ihm gewesen sei und dort oft Teppiche gekauft habe. Im weiteren Gespräch wolle er der Seniorin ein Geschenk machen und persönlich übergeben. Obwohl die Seniorin dem Anrufer zu verstehen gab, dass sie wisse, dass sie das nicht wolle und sie wisse, dass es sich um einen Betrug handele, standen gegen 12.00 Uhr zwei männliche Personen vor ihrer Wohnungstür.

Unter dem Vorwand, dass sie zwei Teppiche ausrollen müssen, verschafften sie sich unaufgefordert Zutritt in ihre Wohnräume. Während einer von ihnen die Geschädigte ablenkte, durchsuchte der andere unbemerkt einen Schrank und ein Behältnis. Erst nachdem die beiden Trickdiebe die Wohnung verlassen haben, stellte die Seniorin den Diebstahl ihres Schmuckes fest und vertraute sich einem Familienangehörigen an, der sofort die Polizei verständigte.

Quelle: Polizeipresse Ennepe-Ruhr-Kreis, news aktuell v. 07.02.17

nach oben

Seniorin von Teppichhändler betrogen

Einen Betrug zum Nachteil einer 85-jährigen Rentnerin aus Nürnberg konnte die Münchner Kripo jetzt klären. Die Frau hatte den Vorfall ursprünglich nicht zur Anzeige gebracht.

Bereits am 23.01.2017 hatte der 36-jährige Verdächtige eine Seniorin in ihrer Wohnung im Nürnberger Stadtteil Sankt Johannis aufgesucht. Der Mann hatte der Frau vorgegaukelt, dass diese noch mehrere hundert Euro Schulden wegen eines angeblich verkauften Teppichs bei ihm hätte. Schließlich übergab die Nürnbergerin dem in München wohnhaften 36-Jährigen 200,-- Euro. Einen Teppich jedoch hatte sie nie über ein Haustürgeschäft gekauft.

Aufgrund anderweitiger Ermittlungen gegen den bekannten Betrüger war das Fachdezernat der Münchner Kripo schließlich auch auf die Daten der geschädigten Nürnberger Rentnerin gestoßen und hatte diese kürzlich kontaktiert. Wegen zahlreicher weiterer Daten soll dem Teppichhändler gewerbsmäßiger Betrug zur Last gelegt werden.

Quelle: Polizeipresse Mittelfranken, news aktuell v. 01.02.17

nach oben