gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Teppichbetrüger, Aktuelle Fälle

Gewerbsmäßiger Betrug mit Orientteppichen/ Teppichreinigung

Wegen Unterschlagung und gewerbsmäßigen Betruges ermittelt die Kriminalpolizei Ludwigsburg derzeit gegen drei Männer und eine Frau im Alter zwischen 29 und 56 Jahren. Den bisherigen Ermittlungen zufolge hatten sie seit Beginn des Jahres in verschiedenen Kommunen im Kreis Ludwigsburg Ladengeschäfte angemietet und mit Telefonanschlüssen ausgestattet. Mit den Adressen bewarben sie Verkaufsaktionen für Orientteppiche, die sie bei interessierten Kunden vor Ort abholten und zur angeblichen Steigerung der Verkaufschancen auch gleich eine Teppichreinigung für mitunter mehrere tausend Euro anboten.

Während einige Kunden "nur" überzogene Reinigungspreise bezahlten, sahen andere ihre in Kommission genommenen, wertvollen Teppiche gar nicht wieder und hatten obendrein auch noch für die Reinigung bezahlt. Ein Kontakt zu den angeblichen Teppichhändlern war ihnen in der Folge nicht mehr möglich und die Ladengeschäfte waren verlassen.

Im Verlauf einer von der Staatsanwaltschaft Stuttgart beantragten richterlichen Durchsuchung stellten Kriminalbeamte in den Wohnräumen der Tatverdächtigen im Kreis Ludwigsburg und in Stuttgart 19 Orientteppiche und umfangreiche Unterlagen sicher. Die Ermittler gehen davon aus, dass bislang nicht alle Geschädigten Anzeige bei der Polizei erstattet haben. Sie werden gebeten, sich mit der Kriminalpolizei Ludwigsburg, Tel. 07141/18-9, in Verbindung zu setzen.

Quelle: Polizeipresse Ludwigsburg, news aktuell v. 09.11.17

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Falsche Teppichverkäufer betrügen Senior

Um 16 Uhr rief ein Mann einen 88-jährigen Krefelder an und erzählte ihm, er habe bereits Teppiche bei ihm gekauft - nun wolle er ihm aufgrund einer Geschäftsauflösung einen Teppich schenken. Der vermeintliche Verkäufer kündigte an, noch am gleichen Tag zur Wohnanschrift des Krefelders in Oppum zu kommen. Der Senior willigte dem Angebot ein.

Kurze Zeit später klingelten zwei Männer an der Haustür des 88-Jährigen. Er ließ die beiden freiwillig in die Wohnung. Dort schenkten die Männer ihm zunächst einen kleinen Teppich und boten dem Mann anschließend drei größere Teppiche zum Verkauf an. Nach einem längeren Verkaufsgespräch willigte der Mann ein. Er zahlte die Ware mit Bargeld sowie Schmuck.

Anschließend verließen die Männer die Wohnung unter dem Vorwand, die Zertifikate für die Teppiche zu holen. Allerdings kamen sie nicht wieder.

Das Opfer informierte am gestrigen Tag die Polizei. Die Beamten stellten fest, dass es sich bei den gekauften Teppichen um minderwertige Ware handelt. Ob die Betrüger weitere Gegenstände entwendet haben, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Quelle: Polizeipresse Krefeld, news aktuell v. 28.09.17

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Teppichbetrüger mit fieser Masche festgenommen

Der Wiesbadener Kriminalpolizei gelang es am Mittwoch, einen mutmaßlichen "Teppichbetrüger" festzunehmen und eine 51-jährige Wiesbadenerin vor größeren finanziellen Schaden zu bewahren. Am Montagabend meldete sich erstmalig ein Mann telefonisch bei der Dame und erklärte, dass er Teppichverkäufer aus der Türkei sei und sich gerade in Deutschland aufhalten würde. Man kenne sich doch noch aus einem Türkeiurlaub von vor einigen Jahren. Er habe zurzeit einige hochwertige Seidenteppiche im Angebot und könne ihr diese zum Vorzugspreis verkaufen.

Für das ausgesuchte Opfer klang die Geschichte schlüssig, denn tatsächlich war sie vor einigen Jahren in der Türkei im Urlaub, erwarb dort einen Seidenteppich und ließ sich diesen an ihre Adresse nach Deutschland schicken. Der Teppichverkäufer ließ nicht locker, wusste zu überzeugen und so erschien er am Dienstagabend, mit "seinem Sohn" an der Wohnung der Geschädigten und angeblich "hochwertige" Teppiche wechselten gegen Zahlung von knapp 2.000 Euro den Besitzer.

Nachdem "Vater und Sohn" die Wohnung wieder verlassen hatten, überkam die Wiesbadenerin ein ungutes Gefühl und bei einer genaueren Betrachtung erkannte sie, dass die erworbene Ware alles andere als hochwertig war. Nun kontaktierte sie das 4. Polizeirevier und die Beamtin am Telefon wusste, was zu tun war; gerade, weil die "Teppichhändler" sich noch während des Gesprächs mit der Polizei abermals bei der Dame meldeten und weitere Forderungen stellten.

Die Geschädigte wurde aufgeklärt und die Kriminalpolizei eingeschaltet. Die Betrüger glaubten, dass weiteres Geld zu holen sei. Plötzlich brauchte man "ganz kurzfristig 15.000 Euro, um in Frankfurt beim Zoll einen Container voller Teppiche, im Wert von 500.000 Euro, auszulösen". Natürlich bekomme sie das Geld ganz schnell zurück und als "Pfand" für die 15.000 Euro weitere, hochwertige Teppiche.

Für Mittwoch wurde dann eine Übergabe der 15.000 Euro in der Wohnung der Wiesbadenerin vereinbart und pünktlich erschien "der Sohn" des Teppichverkäufers an der Wohnung. Dieser staunte nicht schlecht, als ihn in der Wohnung Beamte der Wiesbadener Kriminalpolizei begrüßten und ihm seine Festnahme eröffneten. Es handelte sich um einen 16-jährigen Deutschen mit Wohnsitz in Offenbach. Von "seinem Vater" fehlte jede Spur.

Der 16-Jährige wurde auf die Dienststelle verbracht und nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Eine erste Überprüfung der "hochwertigen Seidenteppiche aus der Türkei" ergab, dass es sich um billig hergestellte, synthetische Massenware aus dem europäischen Ausland im Wert von circa 15EUR pro Quadratmeter handelt.

Quelle: Polizeipresse Westhessen - Wiesbaden, news aktuell v. 15.09.17

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Angeblicher Teppichverkäufer mit Klaukomplizen

Zu einem Trickdiebstahl kam es am Montag zwischen 08:45 und 10:30h in der Varster Dorfstraße in Blender. Während die 72-jährige Ehefrau abwesend war wurde ihr 78-jähriger Mann von einem bislang unbekannten Mann zu Hause aufgesucht unter dem Vorwand ihm einen Teppich verkaufen zu wollen. Durch ablenken schaffte es der Täter oder ggf. Komplizen, aus einer im Haus abgelegten Geldbörse sowohl Bargeld als auch eine Bankkarte zu entwenden.

Quelle: Polizeipresse Verden / Osterholz, news aktuell v. 25.07.17

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Vorsicht, wenn Sie mal einen Teppich in der Türkei gekauft haben

Derzeit lebt in Berlin eine altbekannte Masche des Trickbetrugs wieder auf: Es werden vornehmlich Senioren angerufen, die in der Vergangenheit Teppiche in der Türkei erwarben. Auf diesem Vertrauensverhältnis basierend, bieten die Täter zunächst einen Hausbesuch an, um die erworbenen Teppiche zu begutachten und gegebenenfalls eine Teppichpflege anzubieten.

In der Folge erscheinen die Täter – Vater und Sohn – persönlich bei ihren Opfern und geben vor, auf Grund der schlechten wirtschaftlichen Lage in der Türkei nun in Deutschland ihre Ware verkaufen zu wollen. Die Teppiche sowie eine hohe Summe Bargeld befänden sich jedoch in noch nicht freigegebenen Containern beim Zoll.

Durch ihre eindringliche und überzeugende Art gelingt es den Tätern, jeweils Geldbeträge im vier- bzw. fünfstelligen Bereich von ihren gutgläubigen Opfern zu erlangen, um die Zollgebühren für die vermeintlichen Container bezahlen und diese so auslösen zu können. Die Opfer vertrauten leider vergeblich darauf, dass ihnen die Gelder, wie versprochen, umgehend zurückgezahlt würden.

In einem der Fälle wurde eine Frau über mehrere Tage von den Tätern kontaktiert und immer wieder unter Vorspiegelung verschiedener Notlagen sowie Ausübung psychischen Drucks überredet, noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen.

Quelle: Polizeipresse Berlin v. 19.05.17

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Container-Auslöse Masche

Am Dienstag fuhren noch unbekannte Betrüger gegen 13.15 Uhr auf einen Hof in Wennewick. Sie gaben sich gegenüber dem 62-jährigen Geschädigten als Teppichhändler aus. Der Geschädigte hatte wenige Tage zuvor mit einem Teppichhändler ein Telefongespräch geführt. In dem weiteren Gesprächsverlauf gaben die Täter an, dass sie in Osnabrück einen Container auslösen müssten, in dem sich auch Bargeld befände. Sie baten den 62-Jährigen um einen hohen vierstelligen Bargeldbetrag, um den Container auslösen zu können und lockten den Geschädigten mit 500 Euro Gewinn. Als Pfand boten die Täter dem Geschädigten einige Teppiche an.

Der Geschädigte ging auf den vermeintlich guten Handel ein. Die "Pfand-Teppiche" wurden ins Haus geladen und gemeinsam fuhr man nach Osnabrück. Dort übergab der Geschädigte den Betrügern das Bargeld und wurde anschließend aus dem Pkw gebeten. Der Geschädigte stieg aus und die Täter fuhren davon - sie kehrten allerdings nicht wie vereinbart zurück. Stattdessen erhielt der Geschädigte einen Anruf, in dem die Betrüger nun vorgaukelten, durch die Polizei festgenommen worden zu sein.

Die hinterlegten Teppiche sind nach dem derzeitigen Ermittlungsstand kein taugliches Pfandobjekt für die herausgegebene Summe. Die beiden Betrüger waren mit einem BMW 316 i mit Kennzeichen aus Dortmund unterwegs. Das Kennzeichen ist nach dem bisherigen Ermittlungsstand gestohlen. Der BMW ist schwarz mit einer roten Motorhaube. Die Täter sind ca. 45 und 30 Jahre alt und augenscheinlich südländischer Herkunft. Beide trugen schwarze Anzüge.

Quelle: Polizeipresse Borken, news aktuell v. 15.03.17

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