gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Betrug mit Gewinnspielen, Aktuelle Fälle

Am Telefon abgeschlossene Gewinnspielverträge

Seit dem 09.10.2013 (Anti-Abzocke Gesetz) sind am Telefon abgeschlossene Gewinnspielverträge erst nach ausdrücklicher schriftlicher Bestätigung, per Fax oder per E-Mail wirksam.

Schlag gegen Gewinnspielbetrüger

In enger Zusammenarbeit der Staatsanwaltschaft Krefeld und des Polizeipräsidiums Krefeld konnten umfangreiche Ermittlungen erfolgreich abgeschlossen werden. Gegen den 37 Jahre alten griechischen Staatsangehörigen Georgios B. wird am 23. April 2015 um 9.00 Uhr im Saal 70 die Hauptverhandlung vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts Krefeld beginnen.

Dem Angeklagten, der sich seit März 2014 in Untersuchungshaft befindet, wird von der Staatsanwaltschaft Krefeld zur Last gelegt, im Zusammenwirken mit weiteren Beschuldigten als Initiator und Kopf einer Gewinnspielbetrügerbande etwa 270.000 Opfer um einen Ge-samtbetrag in Höhe von rund 66 Millionen Euro geschädigt zu haben.

Der Angeklagte und zwei weitere Hauptbeschuldigte, nach denen derzeit gefahndet wird, organisierten von Januar 2008 bis in das Jahr 2012 unter Beteiligung von 45 gesondert verfolgten weiteren Personen ein komplexes Geflecht von Unternehmen im In- und Ausland. Dieses diente allein dem Zweck, im Wege des telefonischen Verkaufs die Opfer zur kostenpflichtigen Nutzung von Gewinneintragungsdiensten oder Lottotippgemeinschaften zu veranlassen. Den Opfern wurde dabei der Wahrheit zuwider vorgespiegelt, sie würden im Falle einer Teilnahme monatlich bei mindestens 200 Gewinnspielen mit besonders lukrativen Gewinnmöglichkeiten eingetragen werden und dadurch die Aussicht auf äußerst lukrative Gewinne in Gestalt von traumhaften Reisen, hochwertigen Häusern und Fahrzeugen sowie hohen Geldbeträgen erhalten.

Darüber hinaus wurde den Opfern in einigen Fällen durch die im Auftrag des Angeklagten und seiner Mittäter handelnden Callcentermitarbeiter bei ihren Anrufen weitergehend vorgespiegelt, bereits an Gewinneintragungsdiensten oder Lottotippgemeinschaften teilzunehmen und ihre Mitgliedschaft nur dann kündigen zu können, wenn sie diese noch drei weitere Monate kostenpflichtig aufrecht erhielten. In der Folge wurden tatsächlich weder die versprochenen werthaltigen Dienstleistungen erbracht, noch lukrative Gewinne an die Opfer ausgekehrt.

Die Ermittlungen gegen den Angeklagten und die weiteren Tatbeteiligten gestalteten sich aufgrund des Umfangs des Sachverhalts von Beginn an äußerst aufwendig. Da sich die Bande, nicht zuletzt um die tatsächlichen Verantwortlichkeiten und die Zahlungsflüsse der durch die Taten erlangten Gelder zu verschleiern, eines komplexen, international verschachtelten Unternehmenskonstrukts bediente waren auch Ermittlungen in mehreren ausländischen Staaten erforderlich.

Trotz dieser Schwierigkeiten gelang es durch die engagierte Tätigkeit der Krefelder Strafverfolgungsbehörden genügend Beweise zu ermitteln, um gegen den Angeklagten Anklage zu erheben. Der von der Staatsanwaltschaft Krefeld gegen den Angeklagten erhobene Verdacht ist auch schon zwei Mal bei der Überprüfung durch das Oberlandesgericht Düsseldorf im Rahmen der Kontrolle der Untersuchungshaft im Ermittlungsverfahren bestätigt worden.

Quelle: Polizeipresse Kredfeld v. 22.04.2015

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Risk § Collect Forderungsmanagement(RCF)

Verbraucher aus Wolfsburg und Celle legten der Verbraucherzentrale Niedersachsen Schreiben des Inkassounternehmens Risk § Collect Forderungsmanagement (RCF) vor. Sie sollen eine Gesamtforderung in Höhe von 243,95 Euro begleichen für eine dreimonatige Teilnahme an Gewinnspielen und Inkassokosten bei EuroMillions Ltd. Die Verbraucher sind nach eigenen Angaben kein entsprechendes Vertragsverhältnis eingegangen.

Bereits seit Oktober 2013 sind Verträge über Gewinnspieldienste erst dann rechtswirksam, wenn der Verbraucher sie in textlicher Form (Brief, E-Mail) bestätigt hat.

Wer keine Leistung in Anspruch genommen hat, sollte natürlich keinen Cent zahlen. Doch es ist ratsam, auch unberechtigten Forderungen schriftlich zu widersprechen. Dabei hilft der Musterbrief der Verbraucherzentrale. Denn auch Forderungen ohne jede Grundlage können bei Auskunfteien wie der Schufa oder Infoscore eingetragen werden, wenn der angebliche Schuldner ihnen nicht zeitnah widersprochen hat. Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 30.01.2015 und Verbraucherzentrale Berlin v. 05.02.15

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Global Inkasso GmbH

Eine Verbraucherin aus Oldenburg legte der Verbraucherzentrale eine Zahlungsaufforderung der Global Inkasso GmbH vor. Für seine Mandatin "Jackpot 49, Gewinnprofi 49 - Euromillion Tippengemeinschaft Lotto 6-49" möchte das Unternehmen eine Gesamtforderung in Höhe von 277,12 Euro eintreiben. Laut Schreiben habe der Verbraucher auf zahlreiche Mahnungen nicht reagiert. Zudem existiere eine gerichtsfeste Gesprächsaufzeichnung, die die Auftragsbestätigung dokumentiere. Widersprechen Sie der Forderung! Zahlen Sie nicht! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 12.12.14

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Rechtsanwalt "Schulz" droht im Auftrag von Eurowin

Ein Leser der Pfiffigen Senioren wurde von einem "Rechtsanwalt Schulz" aus München im Auftrag einer Firma Eurowin angerufen. Ihm wurde von dem "Rechtsanwalt" die Telefonnummer 089-513089752 angegeben.

Der Vorname des Angerufenen lässt auf einen Menschen mit höheren Lebensalter schließen. Deshalb auch wohl der Anruf des Herrn Schulz, der ihn zu übertölpeln suchte.

Der Leser der Pfiffigen Senioren sollte an einem Gewinnspiel teilgenommen haben, an dem man "automatisch" teilnimmt, wenn man ein Zeitschriftenabonnement abgeschlossen habe. Sein Abonnement bezieht sich allderdings nur auf die örtliche Tageszeitung, das sagte er ihm. Das würde genügen, bekam er zur Antwort. "Sie müssen die Abonnementsbedingungen genau lesen; das stände im Kleingedruckten" wurde er belehrt. Man werde nunmehr gegen ihn gerichtlich vorgehen.

Der "Rechtsanwalt" erklärte, alles Wichtige über ihn zu wissen; er könne ihm sogar seine Kontonummer sagen und die Bankleitzahl. Der Angerufene antwortete: "Dies sei unwichtig (wieso soll ich die Nummer von ihm erfahren, ich weiß sie sowieso, und falls er eine falsche Nummer nennt, erwartet er womöglich, dass ich ihn korrigiere - dann hat er das was er braucht, um mein Konto abzuräumen...)"

"Herr Schulz sprach ein gefärbtes, leicht gebrochen klingendes Deutsch; einen bayerischen Akzent hatte er nicht. Gewöhnlich haben die echten Bayern ihren Akzent, und die Zugereisten gewöhnen sich schnell eine Art "Salonbayrisch" an, um bei der Münchner Schickeria "in" zu sein, aber davon merkte ich nichts."

Pech gehabt Herr "Rechtsanwalt"!

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Rechnung von Eurowin Deutschland

Ein Verbraucher aus Osnabrück legte der Verbraucherzentrale Niedersachsen ein Willkommensschreiben der €urowin Deutschland vor. Dem Schreiben war ein Anruf vorausgegangen: Angeblich habe er einen Gewinnspielvertrag abgeschlossen, dessen Laufzeit man auf wenige Monate begrenzen könne. In einem zweiten Telefonat bestätigte man dem Verbraucher folgendes: Zahle er dreimal 59,50 Euro, so sei der alte Gewinnspielvertrag beendet. Daraufhin rief die Firma €urowin bei ihm an und nahm seine Daten auf. Nun erhielt er das Willkommensschreiben, dem die Bestätigung einer Gewinnspielteilnahme mit gleichzeitiger Kündigung beigefügt war. Unterschreiben Sie nicht! ahlen Sie nicht. Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 19.06.15


Ein Verbraucher aus Nürnberg wandte sich an die Verbraucherzentrale und schilderte folgenden Fall: Nach einem sogenannten ColdCall erhielt der Verbraucher ein Begrüßungsschreiben von €urowin Deutschland, das auch seine Bankverbindung enthielt. Da sich der Verbraucher keines Vertragsschlusses am Telefon bewusst war, wollte er den angeblichen Vertrag per E-Mail widerrufen. Die E-Mail konnte jedoch nicht zugestellt werden. Nun versucht er es auf dem Postweg. Wir berichteten bereits Anfang 2014 über das Vorgehen von €urowin Deutschland. Widerrufen Sie den angeblich geschlossenen Vertrag, bestreiten Sie zudem das Zustandekommen. Zahlen Sie nicht. Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 21.11.14

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Im Auftrag von Eurowin24

Einw Wolfsburger Verbraucherin erhielt eine letzte Mahnung des Euro und Deutsche Inkasso Dienst Service. Sie soll 182 Euro auf ein zyprisches Konto überweisen. Forderungsinhaber ist EuroWIN24.. Im Vorfeld erhielt die Verbraucherin eine Anruf von der Rufnummer 0511 43 95 55 71. Ihr wurde mitgeteilt, dass aus Januar 2013 eine offene Forderung bestehe, die bereits mehrfach angemahnt worden sei. Die Verbraucherin kann sich zwar an einen Anruf erinnern, hat aber nie eine Vertragsbestätigung oder Zahlungsaufforderungen bekommen. Zahlen Sie nicht! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Eine Verbraucherin aus Osnabrück legte der Verbraucherzentrale ein Schreiben des DSC Data Security Center vor. Im Auftrag der Eurowin24 soll eine Gesamtforderung in Höhe von 148,45 Euro geltend gemacht werden. Nach eigenen Angaben hat die Verbraucherin den Vertrag nicht abgeschlossen. Widersprechen Sie vorsorglich dem angeblich geschlossenen Vertrag! Zahlen Sie nicht! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 05.09.14 und 27.11.14

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Betrug FMG, FSC und Data Service

Zahlungsaufforderung Bundesweit sind der Polizei in den vergangenen Wochen mehrere Betrugsfälle in Verbindung mit falschen Zahlungsaufforderungen bekannt geworden. Die Polizei Dortmund warnt deshalb vor Schreiben eines angeblich in Dortmund ansässigen Unternehmens.

Die Schreiben, die vor allem im Juli in Umlauf gebracht wurden, sind eine Zahlungsaufforderung im Zusammenhang mit einer angeblichen Teilnahme an einem Gewinnspiel und damit verbundenen offenen Beträgen sowie Mahngebühren. Die Firmen, die als Absender angegeben sind - FMG, FSC und Data Service - sollen in Dortmund ansässig sein. Nach ersten Ermittlungen der Dortmunder Polizei sind sie jedoch nicht existent.

Die Polizei Dortmund und die Verbraucherzentrale raten in diesem Zusammenhang: Reagieren Sie nicht auf diese unberechtigten Forderungen! Zahlen Sie nicht die geforderten Beträge!

Erst bei Zustellung eines gerichtlichen Mahnbescheides besteht die Notwendigkeit einer Reaktion - in den hier beschriebenen Fällen ist ein solches Verfahren jedoch sehr unwahrscheinlich! Wenden Sie sich im Zweifelsfall an ihre Verbraucherzentrale oder - wenn Sie sich unberechtigt unter Duck gesetzt fühlen - an Ihre Polizei!

Quelle: Polizeipresse Dortmund, news aktuell v. 04.08.14

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Vertrag von €urowin24deutschland

Eine Verbraucherin aus Oldenburg teilte der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit, sie habe eine Zahlungsaufforderung über 207 Euro vom Central Finanz Consulting im Auftrag der Euro Win24 erhalten. Zuvor habe sie weder einen Anruf noch Post von der Euro Win24 bekommen. Zwei Tage nach Erhalt des Schreibens rief Central Finanz Consulting an und forderte sie zur Zahlung auf - ansonsten würde ein Mahnverfahren eingeleitet. Zahlen Sie nicht! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Mehrere Verbraucher aus Wilhelmshaven teilten der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit, sie haben eine Zahlungsaufforderung von Inkasso GmbH & Rechtsanwaltskanzlei Lepére erhalten. Sie sollen einem Vertrag von €urowin24deutschland zugestimmt haben und 98,90 Euro auf das Konto von Peter Nordmann zahlen. Zahlen Sie nicht! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 10.02.14 und 24.07.14


Eine Leserin der Pfiffigen Senioren berichtet im Juli 2014 von einer anderen Eurowin -Abzocke. Sie wurde von der Telefonnummer 089 513089752 angerufen. Eine angebliche Anwaltskanzlei ließ ihr durch eine Frau mitteilen, dass ihre Akte zum Amtsgericht weitergeleitet würde. Sie hätte einen Vertrag bei Eurwin gekündigt,aber den fälligen Betrag nicht gezahlt. Als die Leserin der Frau am Telefon mitteilte, dass sie nicht an kostenpflichtigen Gewinnspielen teilnehmen würde, meinte sie das müsse man nochmal prüfen und legte auf.

Ein Verbraucher aus Celle erhielt kürzlich ein Schreiben der €urowin Deutschland. Es handelt sich um eine Begrüßung zur Teilnahme an Preisausschreiben. Der Verbraucher soll für drei Monate im Voraus 178,50 Euro bezahlen. Dem Schreiben beigefügt war ein Formular mit verschiedenen Kündigungs­möglich­keiten. Jeglichen Varianten geht allerdings eine schriftliche Teilnahmebestätigung voraus. Kreuzen Sie nichts an! Widerrufen Sie das Zustandekommen des Vertrages! Zahlen Sie nicht! Rat und Hilfe erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.

Quelle: Vorsicht Falle, Verbraucherzentrale Niedersachsen v. 09.12.13