gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Was tun bei Diebstahl, Verlust?

Sind die Karten verschwunden, gestohlen, verloren, sperren Sie diese sofort.

Geben Sie die Sperrnummern ins Handy ein.

Mit der Einführung des europäischen Zahlungsverkehrsraumes SEPA am 31.10.09 haftet der Kunde bei nicht autorisierten Belastungen bis maximal 150 Euro, sofern er seine Sorgfaltspflichten erfüllt hat

Bei der Sperre von Karten muss der Kunde unverzüglich unterrichtet werden. Und für den Fall, dass die Gründe für die Sperrung nicht mehr vorhanden sind, muss die Bank die Karte sofort entsperren.

Ab dem Zeitpunkt der Kartensperrung kommen Banken in der Regel für sämtliche Schäden auf. Melden Sie den Diebstahl zusätzlich Ihrer Polizei und denken Sie daran: Erst nach der Sperrung haftet das Kreditinstitut bei eventuellem Missbrauch!

Kontrollieren Sie auch nach der Kartensperrung Ihre Kontoauszüge

Bei einer Kartensperrung kann der Dieb ohne PIN und mit gefälschter Unterschrift weiter in Geschäften, die dieses Verfahren anbieten, einkaufen. Verständigen Sie nach der Kartensperre deshalb unbedingt die Polizei. Durch das Sperrsystem KUNO wird die Karte in den kooperierenden Geschäften für das Einkaufen ohne PIN gesperrt.

Zentraler gebührenfreier Sperrnotruf 116 116

Tel. in Deutschland: +49 116 116

aus anderen Ländern: 04930-4050 4050

Nachstehende Nummern sind weiterhin gültig:

GiroCard (EC-Karte): +49 (0)1805 021 021

American express: +49 69 97 97 2000

Postbank eigene Notfall-Hotline Direktservice 0800-0332565
Postbank Kartensperre: 0228 5500 5500

Visa: im Inland: 0800 811 8440 (kostenlos im deutschen Festnetz)
Gebühren können über ein Hoteltelefon oder ein Mobilfunknetz anfallen
aus dem Ausland: +1 410 581 9994 R-Gespräch

MasterCard (Eurocard)

im Inland: 0800/ 819 1040

Gebühren können über ein Hoteltelefon oder ein Mobilfunknetz anfallen

aus den USA: +1 800 627 8372

Ausland: +1 636 7227 111 R-Gespräch

Diners Club:
+49 (0)7531 3633 111

Girocards (EC-Karten) und Kreditkarten können auch per Fax gesperrt werden. Die zentrale Faxnummer lautet ebenso wie der telefonische Sperr-Notruf 116 116

Bei www.kartensicherheit.de können Sie einen "SOS-Infopass" in Scheckkartengröße mit allen wichtigen Sperrnummern herunterladen.


Handy-Sperrnummern


Bei Sperre der EC-Karte mit der Zentralen Sperrnummer 116 116 meldet sich ein Sprachcomputer, der als Mindesteingabe die Kontonummer fordert. Weiß man die nicht, wird das Gespräch beendet. Hinterlegen Sie deshalb Ihre Kontoummer separat von der EC-Karte, das ist besonders im Urlaub wichtig.

Hier können Sie sich den praktischen Ablauf einer Sperre mit dem entsprechendem Dialogschema anschauen

Hier finden Sie eine Faxvorlage für Hör- und Sprachgeschädigte


Mit der Sperrnummer 116 116 können aus dem Inland rund um die Uhr kostenfrei gesperrt werden:

Über die einheitliche Sperr-Notrufnummer 116 116 können seit 30.5.2006 auch ausländische Gäste in Deutschland ihre Zahlungskarten sperren lassen. Einen entsprechenden Service in englischer Sprache hat der Betreiber des Sperr-Notrufs Servodata jetzt anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft eingerichtet.

Voraussetzung ist aber, dass der Herausgeber des Mediums dem Sperr-Notruf angeschlossen ist. Aus dem Ausland kann aus technischen Gründen keine gebührenfreie Nummer angeboten werden. Je nach Bank, Sparkasse oder Kartenherausgeber werden die anfallenden Vermittlungskosten eventuell weitergegeben.

Problem: Bisher haben sich nicht alle Geldinstitute und Mobilfunkbetreiber zur Teilnahme an dem System verpflichtet. Deshalb ist die Sperrnummer noch nicht mit der ganzen Kreditwirtschaft gestartet.

Kunden von Banken und Mobilfunkunternehmen sollten sich also informieren, ob sich diese an dem neuen Sperr-Notruf beteiligen.

Betreiber des Sperrnotrufs ist die Servodata Gmbh. Eine Liste der aktuell am Verfahren teilnehmenden Banken, Mobilfunkbetreiber, Firmen, finden Sie bei Sperrnotruf 116 116

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Wenn die Karte nicht gesperrt wird

Wenn Sie die Karte nicht sperren, müssen Sie den Schaden durch unberechtigte Abhebungen selbst tragen. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor (Az: 110 C 5012/01 u. 51 S 84/02).
Weitere Informationen zur Kartenhaftung insbesondere bei Skimming finden Sie bei Kartenhaftung

Beweislast:

Die Beweislast, dass eine Sperrung erfolgt ist, trägt der Kunde. Am besten, einen Zeugen beim Anruf mit hinzuziehen. Uhrzeit und Name des Callcenter-Mitarbeiters notieren.

Polizei verständigen

Verständigen Sie möglichst über Handy die Polizei, die den Geldautomaten auf Manipulationen untersucht und wenn vorhanden, die Videoüberwachung auswertet.

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Warum die Polizei verständigen?

Nach dem Verlust Ihrer Debitkarte (ec-Karte) sollten Sie diese nicht nur bei Ihrer Bank sperren lassen, sondern auch bei der Polizei als gestohlen melden! Die Polizei meldet dann die Daten Ihrer abhanden gekommenen Debitkarte (Bankleitzahl, Kontonummer und Kartenfolgenummer) dem Kooperationspartner des Einzelhandels. Von dort werden diese Daten an die dem KUNO-Sperrsystem (ein computergestütztes System gegen den Missbrauch von gestohlenen ec-Karten) angeschlossenen Einzelhandelsgeschäfte weitergeleitet. Händler, die an dem Verfahren teilnehmen, können dann die Bezahlung mit der Karte ablehnen. Nur so ist Ihre Karte auch für das Lastschriftverfahren (Bezahlen mittels Karte plus Unterschrift) gesperrt! So können Diebe. die Ihre Geheimzahl nicht ausgespäht haben, nicht mehr in Geschäften nur mit der Unterschrift bezahlen.

KUNO ist ein freiwilliges System von Polizei und Wirtschaft, mit dem Ziel, Betrugsfälle zu reduzieren. Die Eintragung der Daten in das System erfolgt durch die Polizei, bei der der Verlust, bzw. der Diebstahl angezeigt wurde, sofern die betroffene Person dem zustimmt. Betroffene können auch selbst über ein Formular im Internet unter Angabe der Bankleitzahl und Kontonummer sowie der von der Polizei ausgehändigten Sperrbestätigungsnummer die Karte sperren lassen (www.kuno-sperrdienst.de). Die Karte ist dann in den Kassen des Einzelhandels für die Zahlung mit Unterschrift gesperrt, sofern sich der Händler am System KUNO beteiligt.

Auch die europaweite Umstellung auf das SEPA-Verfahren stellt dabei kein Hindernis dar. Für die Nutzung des Systems KUNO werden weiterhin die Bankleitzahl und die Kontonummer der entwendeten Karte benötigt. Beide Nummern sind der IBAN zu entnehmen. Die Deutsche IBAN besteht aus 22 Stellen, davon sind die ersten zwei Stellen der Ländercode, darauf folgend die zweistellige Prüfziffer. Anschließend folgen Bankleitzahl und Kontonummer. (Quelle: Polizeipresse Osnabrück v.07.02.14)

Weitere Informationen zu KUNO finden Sie bei der Polizeiberatung und beim KUNO Sperrdienst