Magnetstreifen auf der Karte überkleben?
Den Verbrauchern gibt der Schweizer Pascal Lamia, Leiter der Melde- und Analysestelle Informationssicherung Melani des Bundes in der Schweiz, einen ebenso einfachen wie ernstgemeinten Rat: Sie sollen den Magnetstreifen mit einem Klebstreifen überziehen. Dann kann der Magnetstreifen nicht mehr gelesen werden; der Geldautomat oder das Zahlterminal liest automatisch den Chip. Nach Protesten der Finanzbranche distanziert er sich allerdings von dem Vorschlag.
(Quelle: Neue Züricher Zeitung v. 17.11.11)
Risiko beim Überkleben:
Der Klebestreifen könnte zu Schäden an der EC-Karte, dem Geldautomaten oder dem Lesegerät führen, dafür müssten Sie dann haften.
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PIN selbst bestimmen, Wunsch-PIN
Die Deutsche Bank bietet bereits Wunsch-PINs an. Ab Februar 2012 können Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken ihre PIN für den Geldautomaten selbst festlegen. Die PIN-Änderung auf eine persönliche Wunsch-PIN wird direkt am Automaten möglich sein. Wer aber z.B.sein Geburtsdatum wählt, macht es Dieben leicht: Wird mit der Geldbörse auch der Ausweis geklaut, hat der Dieb auch gleich die PIN. Auch wichtige Jahreszahlen wie z.B. 1492 (Kolumbus) oder 1989 (Fall der Mauer) oder womöglich gar 4711 sollte man meiden.
Die Sparkassen bieten zur Zeit keine Wunsch-PIN an.
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Automat gibt kein Geld aus
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Nach Eingabe der PIN-Nummer wird kein Geld ausbezahlt. Möglicherweise wurde der Ausgabeschacht mit einer zusätzlichen Metallleiste und Klebeband (Cash-Trapping manipuliert.
Das Ausgabefach von Geldausgabeautomaten muss frei zugänglich sein und hat keine Bauart bedingenden Verblendungen oder Vorbauten - prüfen Sie im Zweifelsfall das Geldausgabefach, ob dort Manipulationen stattgefunden haben. Mit Klebeband befestigte Blenden und Vorsatzgeräte lassen sich leicht entfernen
Bleiben Sie am Geldausgabeautomaten stehen. Bitten Sie andere Kunden, einen Bankmitarbeiter hinzuzuziehen. Ist dies nicht möglich, sollten Geschädigte über Handy sofort die Polizei verständigen und bis zu ihrem Eintreffen am Geldautomaten verbleiben. Zudem sollten sie auf Personen achten, die sich in verdächtiger Weise in Sichtnähe der manipulierten Geldautomaten aufhalten. Sperren Sie die Karte sicherheitshalber, denn Sie wissen ja erst mal nicht, was für eine Manipulation stattgefunden hat. Zentrale gebührenfreie Sperrnummer 116 116
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Veränderungen am Geldautomaten erkennen
- Benutzen Sie nach Möglichkeit immer denselben Automaten. Veränderungen fallen dann leichter auf.
- Achten Sie bei der Benutzung des Geldautomaten auf Ungewöhnliches. Veränderungen an der Tastatur, am Karteneinzug oder an der Eingangstür. Vorsicht wenn ein Terminal mit Gebrauchsspuren plötzlich fabrikneu wirkt oder Bauteile des Terminals sind nicht mehr passgenau sind. Achten Sie auf Klebstoffreste, lose Kabel oder Farbunterschiede. Haben Sie Veränderungen z.B. am Karteneinführungsschlitz oder an der Tastatur entdeckt ziehen kein Geld, verständigen Sie die Bank und die Polizei .
- Mit Klebeband befestigte Attrappen sitzen nicht so fest wie eine normale verschraubte Arbeitsfläche. Im Zweifelsfall kann man daher durch leichtes Rütteln feststellen, ob man einen echten Geldautomaten vor sich hat.
- Achten Sie auf die Tastaturen. Falsche Tastaturen zeichnen die PIN auf, eine Minikamera zum Ausspähen der PIN ist nicht mehr nötig. Auf den bisher verwendeten Fälschungen fehlte die Brailleschrift (Blindenschrift), die auf modernen Tastaturen mindestens als Punkt auf der "5" vorhanden ist.
- Bei falschen Tastaturen hilft auch kein Abdecken des Zahlenfeldes bei der PIN-Eingabe. Die Polizei rät: Bevor die Anzeige zur PIN-Eingabe aufgefordert, eine Vielzahl beliebiger Zahlenkolonnen eintippen und diese auch jeweils mit der dazu vorgesehenen Taste bestätigen. Nach Abschluss der tatsächlichen Transaktion, sollte man diese Prozedur nochmals wiederholen. Dies ist dazu geeignet, den Tätern das Auffinden der richtigen PIN deutlich zu erschweren.
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PIN am Türöffner eingeben?
- G eben Sie Ihre PIN niemals an einem Türöffner eines Kreditinstitutes ein
- Karten können auch an Türöffnern ausgelesen werden. Zum Glück haben die meisten Banken diese Zugangstüröffner inzwischen abgebaut. Sofern Sie im Besitz von mehreren Zahlungskarten sind, sollten Sie den Türöffner eines Kreditinstitutes nicht mit der Karte nutzen, mit der Sie anschließend die Transaktion am Geldautomaten durchführen möchten.
- Achten Sie auf unprofessionell oder lose eingebaute Kartenlesegeräte am Eingang der Geldinstitute.
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Im Ausland
- Zum Geldabheben im Ausland niemals Wechselstuben und Postagenturen, sondern stets nur offizielle Banken aufzusuchen.
- Nach dem Geldabheben die Belege aufheben und im Zweifelsfall die Karte sperren lassen. Kartenbetrüger seien in nahezu allen Urlaubsländern aktiv.
- Auch im Ausland werden Geldautomaten manipuliert, seien Sie besonders wachsam. Innerhalb der EU greifen die Geldautomaten auf den EMV-Chip zu. Besondere Vorsicht ist im außereuropäischen Ausland geboten, wo noch auf den Magnetstreifen zugegriffen wird, z.B. in den USA.
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Tipps für den Auszahlungsvorgang selbst
- Ältere Menschen haben die Angewohnheit, bei Eingabe der PIN diese mitzusprechen. Betrüger lauern Senioren gezielt beim Bankbesuch auf. Entweder wird die Handtasche geraubt oder die Senioren werden zu ihrer Wohnung verfolgt. Unter einem Vorwand, z.B. Handwerker, Polizist, Bankmitarbeiter verschaffen sich die Betrüger unmittelbar nach dem Heimkehren der Senioren Zugang zur Wohnung und stehlen die Karte und das gerade abgeholte Geld.
- Befolgen Sie keine Hinweise, Ihre PIN-Nummer mehrfach einzugeben
- Achten Sie darauf, dass niemand sieht, welche Geheimzahl Sie eintippen, halten Sie die Hand oder Geldbörse über die Tastatur, auch wenn die Bank einen Sichtschutz an der Tastatur angebracht hat. Betrüger haben auch schon innerhalb des Sichtschutzes eine Minikamera befestigt.
Ist die Ausspähkamera nicht oberhalb der Tastatur, sondern an der Seite angebracht, nützt auch das komplette Abdecken mit der Hand nichts. Meist sitzt sie auf der rechten Seite, denn der Rechtshänder deckt mit der linken Hand ab – die freie Sicht von rechts bleibt.
- Zählen Sie Ihr Geld nicht in der Öffentlichkeit nach. Dadurch werden Täter angelockt.
- Lassen sie Ihre EC-Karte nicht aus dem Auge, auch nicht, wenn Sie jemand auf einen Geldschein am Boden aufmerksam macht oder Sie anspricht.
- Personen, die vor dem Geldautomaten aus fadenscheinigen Gründen nach Ihrer PIN fragen,, sind möglicherweise Betrüger.
- Fordern Sie zu dicht aufgerückte Personen auf, einige Schritte zurückzutreten.
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Schon bei der Bank vorbeugen
Fragen Sie vor dem Auslandsaufenthalt Ihre Bank, ob und bis zu welchem Betrag Abhebungen im Ausland mit der EC-Karte möglich sind
Sie können den Geldbetrag, der am Tag maximal ausgezahlt werden darf, minimieren. Sie können die Karte für Auszahlungen im Ausland sperren lassen oder den Verfügungsrahmen für Auslandsabhebungen an Geldautomaten reduzieren lassen. Bei einigen Volks- und Raiffeisenbanken kann der Kunde über die Sperrung oder Freischaltung seiner EC-Karte im Ausland selbst entscheiden.
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Sind Sie behindert oder älter als 75 Jahre
Sind Sie behindert oder älter als 75 Jahre? Die Post bringt Ihnen auf Antrag ausnahmsweise das Geld ins Haus.Schicken Sie dazu ein formloses Scheiben an die Deutsche Post AG, Renten Service, 50417 Köln. Bitte vermerken Sie darauf den Namen, die Postanschrift und die Postabrechnungs- und Postrentennummer(n) und den Hinweis auf die gewünschte Barauszahlung der Rente(n) durch "Zahlungsanweisung".
Diese Mitteilung muss vom Zahlungsempfänger unterschrieben werden. Der Rentenservice leitet dann diese Mitteilung an den zuständigen Standort (Renten Service in Köln, Berlin, Leipzig oder Stuttgart) weiter. Nach der Bearbeitung erhält der Rentenempfänger noch eine schriftliche Bestätigung vom zuständigen Standort.