gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Nigeria Connection, Erbschaft als Betrugsmasche!

Entweder wird dem Empfänger per Mail, per Fax oder brieflich eine große Geldsumme aus einer Erbschaft versprochen, man soll bei der Transaktion einer größeren Erbschaftssumme behilflich sein. Zur Auszahlung des Erbes werden Gebühren, z.B. Gerichtsgebühren Steuern usw. in Vorkasse auf ein spanisches Konto gefordert. Das Geld ist weg, das Erbe gibt es nicht.

Die Täter, welche der organisierten Kriminalität (Nigeria Connection) zuzuordnen sind, halten sich im Ausland auf und die Ermittlungen gestalten sich ausgesprochen schwierig. Die Angebotsschreiben selbst werden als straflose Vorbereitungshandlung gewertet. Strafanzeige sollte stellen, wer Zahlungen an die Betrüger geleistet hat.

Drei Personen wurden Betrugsopfer

Zwei Männer und eine Frau wurden Opfer eines Betruges. Sie erhofften sich nach einem angeblichen Sterbefall ein großes Erbe.

Anfang Dezember vergangenen Jahres meldete sich bei einem 60-jährigen Unterallgäuer per Mail eine ihm unbekannte Frau. Beide Personen hatten folgend mehrmals Mailkontakt. Der 60-Jährige schöpfte keinen Verdacht und hakte beispielsweise nicht nach, wie denn die angeblich im westafrikanischen Benin wohnhafte Frau seine Mailanschrift erhalten hatte. Der Mailkontakt zu der Frau brach eines Tages auf unerklärliche Weise ab.

Den Grund hierfür erfuhr das spätere Betrugsopfer bald: Es meldete sich ein Rechtsanwalt bei ihm. Dieser gab an, dass seine Bekanntschaft verstorben sei und ihn im Testament mit einem Erbe von 7,5 Millionen bedacht hatte. Zur Erlangung des Erbes würden allerdings Vorabzahlungen fällig, die mittels Geldanweisungen transferiert werden müssen. Da der Unterallgäuer unbedingt das Erbe antreten wollte, legten er und zwei Bekannte von ihm, eine 62-jährige Münchnerin und ein 63-jähriger Memminger, Geld zusammen, und überwiesen in mehreren Tranchen insgesamt 11.000 Euro.

Der amerikanische Diplomat, der laut Versprechen des vermeintlichen Anwaltes mit einem Geldkoffer über Frankfurt/ Main nach Memmingen zur Geldübergabe anreisen sollte, trat mit dem Betrugsopfer allerdings nie in Kontakt. Nun ermittelt die Memminger Polizei wegen Betrug gegen Unbekannt.

Quelle: Polizeipresse Bayern v. 11.03.15

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Betrüger verschicken Erbschafts-Briefe

Auf dem Postweg wollen Betrüger jetzt ihre Opfer in Versuchung führen. Im digitalen Zeitalter besinnen sich Betrüger auf den guten alten analogen Brief. Zahlreiche Oberhausener und Oberhausenerinnen erhielten in den vergangenen Tagen einen Brief aus dem Ausland, z.B. aus Portugal. Ein Rechtsanwalt bietet völlig unverblümt ein illegales Geschäft an.

Angeblich hat er bisher vergeblich versucht, die rechtmäßigen Erben eines Millionenvermögens ausfindig zu machen. Da die Adressaten denselben Nachnamen wie die verstorbene Erblasserin haben, könnte der Anwalt seine Position nutzen und die Dinge so regeln, dass man sich den Millionenbetrag schließlich teilen könne. Ein verlockendes Angebot!

Ganz zum Ende und durch den vorgeschobenen Sachverhalt verschleiert, kommt der Betrüger jetzt zum eigentlichen Kern der Dinge. Er fordert sein mögliches Opfer auf ihn zu kontaktieren.

Die angegebenen Telefonnummern sind aber selbstverständlich nicht erreichbar, so dass nur Emails ausgetauscht werden können. Einmal im Netz der Betrüger sollen später dann vermutlich größere Geldbeträge überwiesen werden, um die Transaktion des "Millionenerbes" zu ermöglichen. Das ist dann der eigentliche Betrug.

Nach der Überweisung wird der Kontakt auf wundersame Weise abbrechen und die Opfer werden nie wieder etwas von dem vermeintlichen Rechtsanwalt hören. Fallen Sie nicht auf diese Masche herein! Wenn Sie ebenfalls zu den auserkorenen "Millionenerben" gehören, sollten Sie den Brief einfach in den Mülleimer werfen.

Quelle: Polizeipresse Oberhausen, news aktuell v. 11.11.14

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Polizei warnt vor Erbschafts-Fax

Die Gifhorner Polizei warnt die Bevölkerung dringend vor einer nicht ganz neuen Masche, bei der Faxe in betrügerischer Absicht an arglose Bürger verschickt werden, um diesen letztendlich das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Als aktuell Geschädigte meldete sich eine Gifhorner Rechtsanwältin bei der Polizei. Sie hatte am Mittwoch ein Fax aus Spanien erhalten. Absender war angeblich eine Rechtsanwaltskanzlei "Crespo", die zwar tatsächlich existiert, deren Kontaktdaten aber nicht mit denen auf dem Fax übereinstimmen.

Der vermeintliche Rechtsanwalt Antonio Crespo berichtet in dem Schreiben von einem tödlich verunglückten Mandanten, der u.a. fast 10 Millionen Euro auf dem Konto einer portugiesischen Bank hinterlassen habe. In Ermangelung eines Testamentes habe der Rechtsanwalt nun die Aufgabe, nach Angehörigen des Verstorbenen zu suchen, denen das hinterlassene Vermögen seines Mandanten ausgezahlt werden könne.

Da die Gifhorner Rechtsanwältin den gleichen Namen wie der Verstorbene trage, könne man nun der Bank in Portugal glaubhaft mitteilen, dass sich ein rechtmäßiger Erbe gefunden habe. Das ausgezahlte Geld könnten sich dann der spanische Rechtsanwalt und die Gifhornerin teilen. Für weitere Detailabsprachen möge sich die Gifhornerin doch bitte telefonisch, per Fax oder per Email in der spanischen Kanzlei melden.

Nach den Erfahrungen der Polizei würde dieses jedoch nicht gut für die Gifhornerin ausgehen. Entweder würde sie aufgefordert, irgendwelche Gebühren im Voraus zu überweisen oder die Telefonnummern sind mit Mehrwertdiensten gekoppelt, die sich in teuren Gebühren auf der nächsten Telefonrechnung widerspiegeln würden.

Quelle: Polizeipresse Gifhorn, news aktuell v. 12.09.14

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Betrügerischen Schreiben eines Fuad Al Kamalia

Wer träumt nicht von dem bislang unbekannten Erbonkel aus Amerika, der Millionen auf seinem Konto, aber kein Testament hinterlassen hat? Mit dieser Masche arbeiten Betrüger. Einzig der "Onkel" wohnte in dem aktuellen Fall zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Mit Serienbriefen versuchen derzeit wieder einmal Betrüger, an das Geld der Adressaten zu gelangen.

Aktuell gelang dies bei einem Darmstädter Bürger, der in dem Glauben, ein offizielles Schreiben eines Rechtsanwalts "Fuad Al Kamalia aus den Vereinigten Arabischen Emiraten" in Händen zu halten, eine Gebühr in Höhe von 8.750 Euro auf ein Konto in Hongkong überwies. Nachdem der vermeintliche Erbe eines Vermögens in Höhe von 37.000.000 Millionen US-Dollar das Schreiben bekommen hatte, gab es weiteren Email-Kontakt mit den Betrügern. Ganz wie es in dem Schreiben gewünscht wurde. Diese Schreiben sind zurzeit massenhaft im Umlauf, auch mit anderen Absendern, aber immer wieder mit der gleichen Masche. Meistens landen sie dort, wo sie letztlich hingehören: im Papierkorb.

Quelle: Polizeipresse Südhessen, news aktuell v. 14.02.14

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Im sozialen Netzwerk hohe Erbschaft versprochen

Die Betrugsmasche, auf die eine Frau aus dem Kreis Paderborn hereingefallen ist und dabei viel Geld verloren hat, ist alt und hat viele Gesichter. Im aktuellen Fall war die 59-jährige einem angeblichen Rechtsanwalt aus Spanien "auf den Leim gegangen", der ihr die Teilhabe an einer millionenschweren Erbschaft versprach. Am Ende hat nur die Frau gezahlt, nämlich für vermeintliche Gebühren, Zollkosten oder die angebliche Beschaffung von Dokumenten.

Angefangen hatte alles im Sommer des vergangenen Jahres. Die Betrogene hatte über ein soziales Netzwerk von dem angeblichen Rechtsanwalt aus Spanien eine Nachricht erhalten. Der fremde Advokat schrieb ihr, dass einer seiner Mandanten gestorben sei und ein beträchtliches Erbe hinterlassen habe. Der Millionenbetrag würde jedoch an den Staat fallen, wenn kein rechtmäßiger Erbe gefunden werde.

Da bei der Frau und dem Verstorbenen eine Namensgleichheit vorliegen würde, schlug er vor, dass sie das Erbe antreten solle. In seiner Funktion als Anwalt würde er die Formalitäten dazu regeln. Das Erbe würde man sich teilen.

In den folgenden Monaten kam es zu mehreren hundert Mailkontakten, einigen Telefonaten und der Zusendung eines Zertifikats, bei dem es sich um eine spanische Versicherungspolice handeln sollte.

Während dieser Zeit verlangte der "Rechtsanwalt" für seine Dienstleistungen immer wieder diverse Geldbeträge. Die "Gebühren" wurden von der Geschädigten über das weltweit operierende Finanzdienstleistungsunternehmen "Western Union" oder über "MoneyGram", ein US-amerikanisches Finanzunternehmen, per Bargeldverfügungen nach Spanien angewiesen. Dabei wurde sie zwischenzeitlich sogar von einem weiteren Unbekannten angerufen, der vorgab Geschäftsführer der "Bank of Spain" zu sein.

Erst Ende des letzten Jahres kamen der Frau erste Zweifel. Nachdem immer wieder neue Geldforderungen mit immer höheren Beträgen an sie gestellt wurden, ahnte sie, dass die vermeintliche Erbschaft nichts anderes ist, als ein groß angelegter Schwindel. Daraufhin wandte sie sich am vergangenen Dienstag (21.01.14) an die Polizei in Paderborn. Die Beamten bestätigten ihren Verdacht und ermitteln nun wegen Betruges.

Quelle: Polizeipresse Paderborn, news aktuell v. 24.01.14