gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Nigeria Connection, Erbschaft als Betrugsmasche!

Die Polizei Stuttgart warnt vor dubiosen Schreiben angeblicher Nachlassverwalter aus Großbritannien, die in betrügerischer Absicht mit der Aufteilung eines Millionenvermögens locken und dabei nach willfährigen Opfern suchen.

Der Stuttgarter Polizei liegen zwei solcher Briefe vor, in denen ein angeblicher Rechtsanwalt schildert, er habe in Großbritannien einen Nachlass in Millionenhöhe zu verwalten. Der bei einem Unfall Verstorbene habe keine Erben und so müsse der Nachlass aufgeteilt und die für einen wohltätigen Zweck bestimmten Summen zum Teil ins Ausland transferiert werden. Für diese Geldtransaktionen nach Deutschland brauche er nun einen zuverlässigen Partner, als Dank für die Unterstützung verspricht er eine hohe Summe aus der Erbschaft, zum Beispiel 40 Prozent von der Gesamtsumme von über acht Millionen Euro.

Grundsätzlich ist die Betrugsmasche mit solchen und ähnlichen Schreiben seit Jahren - so genannte Nigeria-Briefe - bekannt. Die Kriminalpolizei warnt davor, sich auf die Absender solcher Schreiben einzulassen und Kontakt aufzunehmen.

Schenkt man einem derartigen Schreiben Glauben, geht darauf ein und beantwortet es, dann legen die Täter erst richtig los. Die Opfer bekommen viele offizielle Schreiben von Banken, in denen sie bereits als Empfänger der versprochenen hohen Geldsummen eingetragen sind, sollen aber tatsächlich dazu verleitet werden, selbst Vorauszahlungen für anfallenden Nebenkosten für die anstehende Geldtransaktionzu leisten, oder Bankdaten preiszugeben, die zu anderen Betrügereien missbraucht werden.

Quelle: Polizeipresse Stuttgart v. 30.10.10

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Angebliche Erbschaft erwies sich als Betrugsmasche! Schaden von über 19.000 Euro!

Einem 39-jährigen Wilhelmshavener Unternehmer wurde vor einigen Wochen per Email mitgeteilt, er habe durch einen im Ausland verstorbenen Angehörigen eine Erbschaft in Höhe mehrerer Millionen Euro zu erwarten. Um diese in Empfang nehmen zu können, müsse er für eine spätere Geldverfügung lediglich ein Online-Konto bei einer niederländischen Bank einrichten. Kurz darauf meldete sich dann eine weitere Person zunächst per Email und später per Telefon beim angeblichen Erben, um mit ihm die entsprechenden Modalitäten für die Kontoeröffnung per Online zu besprechen.

Nachdem das Konto dann kurz darauf scheinbar eröffnet war, erhielt der 39-Jährige per Email auch einen PIN-Code und eine entsprechende Kontonummer. Damit war es ihm ab dann auch offensichtlich möglich, über die ihm mitgeteilte Internetseite sich bei der angeblichen Bank in sein Konto einzuloggen. Weiter konnte er auf dieser Internetseite auch den Kontostand überprüfen, der ihm dort auch angezeigt wurde. Was der Geschädigte allerdings nicht wußte und zu diesem Zeitpunkt nicht erkannte war, dass sich mittlerweile auf seinem PC ein Schadprogramm (TROJANER) selbst installiert hatte und nun befand, dass ermöglichte, die durch die Täter angegebene und in Wirklichkeit nicht existente Seite einer niederländischen Bank zu erreichen und den Kontostand anzeigen zu lassen.

Da für den vermeintlichen Erben nun der falsche Anschein erweckt wurde, es ginge alles mit rechten Dingen zu, überwies er die nunmehr durch die Täter geforderten Steuern auf das Erbe in Höhe von über 19.000 Euro. Diese Steuern müssten nach Angaben der Täter erhoben werden, damit die angebliche Erbschaft ausgezahlt werden würde.

Aufkommende Zweifel an der Richtigkeit des Online-Kontos, die durch Fehlversuche bei anderen Geldtransaktionen des Geschädigten auf das Konto seiner Hausbank vorkamen, wurden durch den vermeintliche Bankmitarbeiter per Email mit vorgeschobenen, kleineren Schwierigkeiten, zerstreut.

Erst eine erneute hohe Geldforderung der unbekannten Online-Tätern, welche jetzt noch einen bestimmten Prozentsatz der Gesamterbschaftssumme betragen sollte, machte den Unternehmer stutzig. Als der 39-Jährige dabei rechnerische Fehler entdeckte, wendete er sich an die Polizei und nahm keine weiteren Zahlungen vor.

Besonders arglistig ist der Umstand, dass es die Bank, bei der das vermeintliche Online-Konto geführt wurde auch wirklich gibt. Die richtige niederländische Bank hat aber eine leicht abweichende Web-Adresse.

Quelle: news aktuell gmbh v. 12.03.10