gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Banken tun zu wenig gegen Geldautomaten-Manipulation

Der BVS (Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen e.V.) bedauert die schleppende Einführung der neuen Sicherheitstechnologien

Der Verband fordert die deutschen Banken auf, ihre Geldautomaten zügig und flächendeckend mit Anti-Skimming-Modulen aufzurüsten sowie die Versorgung ihrer Kunden mit modernen Chipkarten sicherzustellen.

In Europa sollen bis Ende 2010 alle Kreditkarten und Kartenterminals auf den sicheren EMV-Standard umgestellt sein, die meisten europäischen EC-Karten haben bereits einen solchen Chip. Allerdings sind die meisten Karten zusätzlich auch mit einem Magnetstreifen ausgerüstet, weil die Chip-Technologie noch nicht weltweit im Einsatz ist. In den USA wird bis heute ausschließlich mit der alten Magnetstreifentechnik gearbeitet.

Der BVS weist darauf hin, dass die Technik zur weitgehenden Verhinderung von Geldautomatenmanipulationen bereits vorhanden ist, aber noch nicht flächendeckend zum Einsatz kommt

Der Verband fordert die deutschen Banken auf, ihre Geldautomaten zügig und flächendeckend mit Anti-Skimming-Modulen aufzurüsten sowie die Versorgung ihrer Kunden mit modernen Chipkarten sicherzustellen.

Der BVS bedauert die schleppende Einführung der neuen Sicherheitstechnologien.

Die Banken scheuen die Kosten der Umrüstung und zahlen ihren Kunden lieber das gestohlene Geld zurück

Das ist unverantwortlich, denn auch die Schadensausgleichsfonds der Banken werden letztlich über Gebühren und damit von den Bankkunden finanziert. Es kann doch nicht sein, dass die Kunden über diesen Umweg quasi die Betrüger mitfinanzieren", kommentiert BVS-Präsident Vogel.

Quelle: Pressemitteilung Bundesverband der öffentlich bestellten und vereidigten sowie qualifizierten Sachverständigen (www.bvs- ev.de). v. 20.04.10


Auch nach Ansicht der Verbraucherschützer unternehmen die Banken zu wenig, um ihre Kunden vor Manipulationen zu schützen. Anti-Skimming-Module am Geldautomaten kosten nur rund 1.000 Euro, damit wird das Kopieren der Magnetstreifen von Bankkarten unmöglich. Dennoch haben längst nicht alle Banken diese Vorsorgemaßnahme getroffen.

Den einfachen Schutz, Sichtblenden an der Tastatur um das Ausspähen der PIN mittels Kamera zu verhindern, haben längst nicht alle Banken.

Nachdem neuerdings auch die Türöffner manipuliert und die Kartendaten dort ausgelesen werden, (die PIN wird am Geldautomaten mit einer Minikamera ausgepäht), haben bislang nur wenige Banken ihre Türöffner abgebaut. Anscheinend sind Ersatzleistungen an die Kunden billiger als Vorsorgemaßnahmen zum Schutze der Kunden.

Die Banken sollen durch verbesserte Hard- und Software das Ausspähen von Kontodaten erschweren.

Der Bundesverband Deutscher Banken sieht keinen Handlungsbedarf, er setzt auf den EMV-Chip, der 2010 europaweit den Magnetstreifen auf allen EC- und Kreditkarten ersetzen soll.

Da setzen Banken Milliardenbeträge in den Sand, holen sich Geld vom Staat , die Vorstände kassieren Millionen. Dann warten sie jahrelang auf den EMV-Chip.

Der Kunde bekommt ja Ersatz bei Skimming-Fällen, alles kein Problem. Einen Rechtsanspruch hat der Kunde darauf allerdings nicht. Und was interessieren die Banken schon der Ärger und die Unannehmlichkeiten der Kunden.

Durch den unzureichenden Schutz werden betrügerische Banden aus dem Ausland erst angezogen um hier die Schwachstellen auszunutzen.

Keine Videoüberwachung? Soll die Polizei doch sehen, wie sie die Betrüger fängt, dafür sind ja keine Bankengelder, sondern letzlich Steuergelder nötig.

Wie Kriminalhauptkommissar Ruhl von der Frankfurter Kripo in der Frankfurter Neuen Presse v. 09.03.09 informierte, verzichtet verzichtet die Postbank darauf, die Automaten, die draußen hängen, per Video zu überwachen. Andere Banken tun dies. Mit den Aufzeichnungen könne man Manipulationen und den Tätern schneller auf die Spur kommen.

Es gibt Banken, die von Betrügern bevorzugt heimgesucht werden, weil dort keine Video-Überwachungskameras installiert sind. Diesen Banken ist es anscheinend schnuppe, ob die Polizei die Täter ergreift oder nicht. Auf die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter zu setzen ist ja auch billiger als Videoüberwachung.


Zwar arbeiten Polizei, Banken und Automatenhersteller daran, die Geräte Skimming-sicherer zu machen. Dennoch scheuen die Kreditinstitute bislang den Aufwand, auf ein besseres System umzustellen. Das ist kaum verwunderlich: 15 000 bis 35 000 Euro kostet ein Geldautomat. Karten würden durch einen Sicherheitschip etwa 3 Euro teurer.

In Deutschland gibt es 50 000 Automaten. 90 Millionen Geld- und EC-Karten sowie 23 Millionen Kreditkarten. Offenbar ist der Leidensdruck angesichts der Schadenssumme bislang noch nicht so hoch, an dem bisherigen System etwas zu ändern.

Quelle: news aktuell gmbh v. 17.11.09.09