

W ir kaufen und unterschreiben nichts an der Haustür.
Wir haben an der Haustür ein Telefon/Handy in greifbarer Nähe.
Wir lassen keine Fremden in die Wohnung
Wir geben kein Geld an Personen, an die wir uns nicht erinnern können.
Wir sagen niemand unsere Kontonummer und Geheimzahl.
Wir sichern unsere Wohnungstür.
Trickbetrüger können uns mal!
Betrüger haben Menschenkenntnis, Fantasie und eine gute Gesprächstaktik.
Senioren haben Lebenserfahrung. Sie können sich behaupten und zur Wehr setzen. Wer die miesen Tricks der Betrüger kennt, ist besser gegen Betrug und Abzocke gewappnet.
Sie leben oft allein, freuen sich über Gespräche und Abwechslung. Aufgrund ihres Lebensalters und/oder einer Erkrankung sind sie schlichtweg überfordert, den Tätern gegenüber energisch aufzutreten. Mehr
Betrüger nutzen das Vertrauen Ihrer Mitmenschen schamlos aus. Besonders gern wird auf den Überraschungseffekt gesetzt: Der Sohn, Enkel ist in Not, hatte einen Unfall, muss heute noch die Eigentumswohnung bezahlen, braucht sofort Geld für die Operation, das neue Auto usw. .
Es sind nicht immer Einzeltäter, die Trickbetrüger sind oft bandenmäßig organisiert und reisen ggf. täglich in eine andere Stadt, was die Ergreifung der Täter durch die Polizei erschwert. Mehr
Die Täter sind meist freundlich, höflich und gut gekleidet. Mit ihrer psychologisch geschickten Gesprächsführung fällt es ihnen leicht, Vertrauen zu erwecken.
Trickbetrug wird in der zentralen polizeilichen Kriminalstatistik nicht separat erfasst, obwohl bestimmte Betrügereien wie z.B. Zetteltrick oder Enkeltrick ausschließlich Senioren zum Opfer fallen.
Allein im Bereich der Polzei Hannover.gab es im Jahr 2009 Enkeltrick: 250 Fälle, falsche Stadtwerker: 222 Fälle, Zetteltrick: 105 Fälle. Geldwechseltrick: 94 Fälle.
Halten Sie im Zweifel, bei einem schlechten "Bauchgefühl", Rücksprache mit einer , bevor Sie etwas unternehmen. Leider hat nicht jeder ältere Mensch eine Vertrauensperson, viele sind mit ihren Problemen ganz allein auf sich gestellt und sie wollen auch niemanden belästigen. Aber oft werden die Täter schon abgeschreckt, wenn man Ihnen sagt: "Ich möchte meine Nachbarin hinzuziehen". Vereinbaren Sie einen anderen Termin, bei dem eine Person Ihres Vertrauens anwesend ist. Sie können sich auch in jedem Fall an die Seniorenberatung in Ihrer Stadt wenden.
Angehörige und Nachbarn von älteren Menschen sollten mit den Senioren über diese fiese Masche der Straftäter sprechen und Verhaltenshinweise geben. Wenn jemand den Verdacht einer Straftat hat, kann er selbstverständlich auch über den Notruf 110 schnelle polizeiliche Hilfe erhalten.
Dort gibt es Sicherheitsbroschüren. Die Sicherheitsberater der Polizei informieren auch in Seniorenvereinen, auf Straßen und Wochenmärkten über Sicherheit im Alter. Sie können auch eine kostenlose persönliche Beratung der Polizei im Haus oder in Ihrer Wohnung vereinbaren, um Sicherheitsmängel aufzudecken.
Opfer schämen sich, dass sie auf die Täter hereingefallen sind oder haben das Entwendete bereits abgeschrieben und halten eine Anzeige für sinnlos. Aber jede angezeigte Tat bietet weitere Hinweise, die zur Ermittlung dieser Täter führen können.
Lassen Sie sich von einem Fachmann eine Kette oder ein
Kastenriegelschloss an Ihrer Wohnungstür anbringen.
Wenn das Kastenriegelschloss mit dem gleichen
Zylinder wie das
Haustürschloss ausgestattet ist, kann der Nachbar oder
Verwandter im
Notfall einfach die Tür öffnen, wenn man zur
Sicherheit bei ihm einen
Schlüssel hinterlegt hat.
Der Hauswirt muss die Montage eines Kastenriegelschloss dulden. Allenfalls kann er bei Auszug Wiederherstellung des alten Zustandes verlangen. In der Regel freut sich aber der Nachmieter über diese Sicherung. Bei Zweifel fragen Sie Ihren örtlichen Mieterbund. Zentrale des Mieterbundes:
Deutscher Mieterbund Littenstr. 10, 10179 Berlin Zentrale Rufnr: 01806/836 836 email: info@mieterbund.de
Es
gibt
auch Türgriffketten, bei deren Anbau das Türblatt
nicht beschädigt
wird.
Das Trägerprofil wird auf die Wand montiert, der
Bügel wird über den
Türgriff gehängt. Beim Umzug können Sie die
Kette problemlos mitnehmen.
Allerdings haben Ketten den Nachteil, dass sie mit einem
Bolzenschneider durchtrennt werden können. Einen Nachteil
haben
Türketten noch. Bei einem Notfall würde zum Beispiel
der Notarzt nur mit
Werkzeug reinkommen, welches er nicht dabei hat.
Freundlichen und "hilfsbereiten" Menschen gelingt, es das Vertrauen Ihrer Opfer schon auf der Straße zu gewinnen, gutgläubige Senioren nehmen die freundlichen "Helfer" dann mit in die Wohnung. Z.B.: Ein freundlicher Mensch bietet sich an, die schwere Tasche zur Wohnung hoch zu tragen und bittet dann um ein Glas Wasser. Verwehren Sie auch fremden "Helfern" den Zutritt zu Ihrer Wohnung.
Haben Sie beim Öffnen der Wohnungstür ein Telefon in greifbarer Nähe. Schreien Sie laut, wenn Besucher sich gewaltsam Zutritt zu Ihrer Wohnung verschaffen wollen. Aufsehen scheuen die Täter. Versuchen Sie, sich das Aussehen der Täter zu merken. Sind Sie Opfer eines Trickbetruges geworden, verständigen Sie die Polizei.

Sie können die Polizei auch über den Notruf 110 verständigen, in einem solchen Fall ist das kein Missbrauch der Notfallrufnummer. Notrufe sind gebührenfrei. Sie können die 110 von jedem Münztelefon ohne Münzen und von jedem Kartentelefon ohne Karte erreichen.
Ab Juli 2009 können Notrufe mit dem Handy nur noch getätigt werden, wenn die SIM-Karte eingelegt ist. Der Notruf ist auch ohne Guthaben möglich.
Die Pflicht zur eingelegten SIM-Karte wird durch die Notrufverordnung des Bundeswirtschaftsministerium festgeschrieben, die am 18.03.2009 in Kraft tritt.
Verständigen Sie die Polizei auch, wenn Sie nicht Opfer eines Trickbetruges geworden sind und die Betrugsabsicht rechtzeitig erkannt haben. Die Polizei kann dann über die Presse die Leser warnen. Die Ergreifung der oft schon gesuchten Täter ist außerdem leichter, wenn man weiß, in welcher Gegend sie sich aufhalten.
Holen Sie sich auch Rat bei Ihrer örtlichen Verbraucherzentrale; Die regionalen Adressen und Telefonnumern finden Sie unter Verbraucherzentralen
Sind Sie Opfer einer Gewalttat geworden und haben gesundheitlichen Schaden oder einen finanziellen Verlust erlitten, können Ihnen Versorgungsansprüche nach dem Opferentschädigungsgesetz zustehen. Nach Gewaltverbrechen an Deutschen im Ausland gibt es Bundessozialgerichts Kassel Az B 9 VG 7/01 R).
Infos erhalten Sie bei den Versorgungsämtern und bei der Opferhilfe
Weisser Ring e.V.
Bundesgeschäfsstelle
Weberstr. 16
55130 Mainz
E-Mail: info@weisser-ring.de
Der
Weisse
Ring kümmert sich um die Opfer von
Kriminalität, denn die
Opfer verlieren nicht nur ihr Geld, sondern oft auch ihren Lebensmut.
Der Weisse Ring steht Ihnen bei, bei Bedürftigkeit
werden ggf. finanzielle Hilfen
gewährt.
Opfer-Telefon 0800 0800 343 - Kostenfreie Rufnummer "Schnelle Hilfe für Kriminalitätsopfer"
Lassen Sie Ihre Telefonnummer entweder gar nicht erst im Telefonbuch eintragen, oder, falls Sie einen Eintrag wünschen, dann nur mit abgekürztem Vornamen, z.B. M. Müller, ohne Straßennangabe. Sie können bei Ihrem Telefonanbieter jederzeit eine Löschung bzw.Änderung des Telefonbucheintrags beantragen.