gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Initiative der Verbraucherzentralen "Finanzmarktwächter"

Ergebnis der Erhebung der Verbraucherzentralen

Zwei von drei Banken und Sparkassen missachten gegenüber ihren Kunden die Pflicht zur Offenlegung von Provisionen.

Das betraf insbesondere Anfragen zu Zertifikate-Geschäften. Nur in zwei Prozent der Antworten legten Banken die erhaltenen Provisionen vollständig offen.

In rund einem Drittel der untersuchten Fälle informierten Banken und Sparkassen zwar über Provisionen, allerdings größtenteils völlig unzureichend. Nur vier Geldinstitute legten die Vergütungen in klarer, verständlicher und eindeutiger Weise offen, das heißt in Euro und Cent, aufgegliedert nach einzelnen Wertpapieren und Kalenderjahren.

"Das sind denkbar schlechte Voraussetzungen, um verlorengegangenes Vertrauen zurückzugewinnen", kritisiert Billen. "Das Spiel mit verdeckten Karten muss endlich ein Ende haben." Der vzbv fordert eine klare und einheitliche Regelung zur Offenlegung von Provisionen und sonstigen Vertriebsanreizen, damit Verbraucher den wahren Preis von vermeintlich kostenlosen Finanzberatungen erkennen können.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) fordert eine Sonderprüfung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). "Die Bafin muss sicherstellen, dass sich die Banken an Recht und Gesetz halten", so Vorstand Gerd Billen. Vom Gesetzgeber fordert der vzbv eine rechtliche Klarstellung. Den ganzen Bericht finden Sie beim Verbraucherzentrale Bundesverband.

Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband v. 14.09.11


Die europäische Kommission plant, ab 2014 ein europaweites Provisionsverbot für freie Finanzvermittler einzuführen. Ob auch die Vermittler der Banken davon betroffen sein werden, ist noch nicht geklärt.