gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Enkel mit Sprechblase:Rate mal wer dran ist
Geben Sie unbekannten Personen niemals Bargeld. Händigen Sie Geld nur bekannten Personen aus.

Vor allem Frauen sind betroffen

Es gibt keine zentrale Statistik über die Anzahl der Enkeltrick-Fälle. Im Bundeskriminalamt (BKA) werden sie nicht extra ausgewiesen, sondern unter der Straftat Betrug erfasst.

Nach Mitteilung des LKA Niedersachsens wurden von 2001 - 2011 insgesamt 3400 Fälle angezeigt. Die Dunkelziffer dürfte höher sein.

In Brandenburg sind die Fallzahlen des Enkeltricks seit 2007 ständig gestiegen. Waren es im Jahr 2007 noch 75 Fälle, sind es im 1. Halbjahr 2010 bereits 141 Fälle mit einem Schaden von 106.000 Euro.

Dem LKA Hessen wurden: von Februar 2008 bis August 2009 145 Fälle bekannt, dabei entstand Schaden von insgesamt 254.000 Euro.

Täter suchen im Telefonbuch oder einer Telefonauskunfts-CD nach älteren Vornamen z.B. Hildegard, Adolph, aus dem Telefonbuch können sie die Anschrift erfahren. Aus der Anschrift erfahren die Täter, ob die Personen in sozial schwachen oder in sozial stärkeren Bereichen wohnen. Sie versuchen in den Straßen ältere Menschen anhand der Balkonbepflanzung oder der Gardinen zu finden.

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Hier sind Angehörige gefragt

Angehörige und Nachbarn von älteren Menschen sollten mit den Senioren über diese fiese Masche der Straftäter sprechen und Verhaltenshinweise geben. Wenn jemand den Verdacht einer Straftat hat, kann er selbstverständlich auch über den Notruf 110 schnelle polizeiliche Hilfe erhalten. Nutzen Sie die Angebote der Polizei.

Besprechen Sie familieninterne Sicherungsmaßnahmen, z.B. telefonische Rückrufe, Kontaktaufnahme mit Nachbarn, der Bank oder Polizei.

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Helfen Sie Migranten-Nachbarn

In letzter Zeit sind vermehrt gutgläubige Spätaussiedler aus Russland, Polen und anderen ehemaligen Ostblockstaaten Opfer. Anrufer und Geldabholer sprechen die Opfer in ihrer Muttersprache an.

Am Telefon meldet sich ein Freund oder ein angeblicher Polizist. Meist ist der im Ausland wohnende Sohn in Schwierigkeiten, z.B. wegen eines selbst verschuldeten schweren Unfalls. Tausende von Euros werden benötigt, damit der Sohn nicht in Gefängnis muss.

Die Polizei berichtete: Als Rückrufnummer geben die Täter meistens eine litauische Pre-Paid-Nummer an. In einigen Füllen wurde auch eine litauische Festnetznummer genannt. Dort meldet sich dann jeweils ein angeblicher Polizeibeamter, der den Sachverhalt bestätigt. Dieser prophezeit bei Nichtzahlung eine erhebliche Haftstrafe für das Familienmitglied. Zum Teil wurde den Opfern auch suggeriert, dass die betroffenen Familienmitglieder selbst am Telefon sind und dringend Hilfe einforderten. Während der Telefonate wurde geschickt erfragt, wie viel Bargeld auf die Eile beschafft werden könne.

Die Polizei rät:

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So gehen die Täter und Täterinnen vor

Wie das ZDF am 23.01.11 berichtete, wurden im Jahr 2010 allein in NRW 5,7 Mio Euro mit dem Enkeltrick erbeutet, der mit diesem Trick verursachte Schaden wird bundesweit auf über 10 Mio Euro geschätzt.

Der Gesamtschaden in Brandenburg betrug in 2010 schon 110.000 Euro. In Berlin kamen im ersten Halbjahr 2010 mehr als 1.200 Fälle zur Anzeige


Psychlogisch geschickt wird das Opfer massiv unter Druck gesetzt, es soll keine Zeit zum Nachdenken haben. Selbst Menschen, die schon mal von dem Enkeltrick gehört haben, hören dann nicht auf ihr Bauchgefühl und fallen auf diesen gemeinen Trick herein.


Der Täter beginnt den Anruf mit: "Rate mal, wer am Telefon ist?" . Wenn Sie daraufhin einige Namen raten, bestätigt der Täter: "Ja, das bin ich".
Wenn der Klang der Stimme nicht zum Enkel passt wird die Nutzung von Autotelefonen oder eine Erkältung vorgeschoben. Auf diesen Trick fallen immer wieder ältere Menschen herein und haben schon Tausende an den vermeintlichen Enkel gezahlt.

Enkel mit Sprechblase:Omi hilf mir Mit weinerlicher und tränenerstickter Stimme schildert der angebliche Enkel/Neffe, Kriegskamerad oder ehemaliger Arbeitskollege seine Notlage.

Entweder braucht er noch heute Geld ins Ausland, das ihm die Omi sofort schicken soll, oder er braucht Geld für einen Autokauf oder für den Wohnungskauf. Oft bittet der Täter noch: "Bitte nichts Papa, Mama usw. erzählen". Oft versprechen die "Enkel", die Oma nun wieder öfter zu besuchen, was die Hilfsbereitschaft der Opfer erhöht.

Raffinierte Enkeltrick-Betrüger geben ihren Opfern Anweisungen für die Bank

Haben die Opfer nicht genug Bargeld im Haus, werden sie zur Bank geschickt.. Dafür wird sogar ein schon bezahltes Taxi vorbei geschickt.

Bankangestellte könnten wegen der außergewöhnlich hohen Bargeldabhebung Verdacht schöpfen und die Polizei informieren. Um unliebsamen Fragen der Bankmitarbeiter vorzubeugen, wird den Angerufenen geraten, keine Auskunft über den Verwendungszweck der Geldes zu geben.

Neu ist auch die Masche, sich nicht mehr sofort große Geldbeträge, sondern mehrere kleinere Beträge auszahlen zu lassen. Wenn kein Bargeld vorhanden ist, werden auch Schmuckstücke als "Pfand" erbeten.


Die Masche mit dem Polizeianruf

Hierbei geben sich Enkeltrickbetrüger am Telefon als Polizeibeamte aus. Sie erklären der Großmutter, Tante usw. dass sie in der nächsten Zeit einen Anruf von einem Enkeltrickbetrüger erhalten werde, welcher Geld von ihr verlangen würde. Sie solle auf dieses Anliegen eingehen, da ihr Haus bereits von Polizeikräften umstellt wäre.

Tatsächlich meldet sich kurze Zeit später eine Person und gibt sich als Enkel, Neffe usw. aus. Der Betrüger gibt an, dass er einen hohen Geldbetrag benötige und nennt die horrende Summe. Die Angerufenen machen sich nun im guten Glauben, dass die Polizei bereits eingeschaltet sei, auf den Weg zur Bank, um das Geld abzuheben Und danach lässt sich entweder ein "Polizist" das Geld aushändigen oder ganz zufällig klingelt ein "Handwerker" und stiehlt das Geld.

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Krankenhaus-Variante des Enkeltricks

Nach einem Krankenhausaufenthalt erhalten der ehemalige Patient oder die Angehörigen ggf, nach vorheriger telefonischer Ankündigung, Besuch eins angeblichen Mitarbeiters der Krankenhausverwaltung Der will sich um den Schriftkram wie Zuzahlung und Rechnungen kümmern. Dabei kassiert er Geld, um die Formalitäten zu erledigen.

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Schulden eintreiben

Viele Senioren kennen inzwischen den Enkeltrick. Doch die Betrüger sind kreativ und versuchen auf andere Weise an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Sie rechnen mit der Vergesslichkeit der Älteren und behaupten am Telefon frech, sie müssten nun die Schulden eintreiben. Großzügig lassen sie die angeblichen Schuldbeträge herunterhandeln.

Egal ob das Geld vom Betrüger persönlich abgeholt wird, auf ein Konto überwiesen oder mit Ukash Karten gezahlt werden soll: Zahlen Sie Nicht, verständigen Sie umgehend die Polizei.

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Weltweite Enkeltrick-Banden - Millionen Beute

Es sind beileibe nicht nur Einzeltäter, die Senioren mit dem Enkeltrick betrügen.

Im letzten Jahr wurden von der Kriminalpolizei in Friedberg operative Maßnahmen gegen eine Bande von Wohnungstrickbetrügern geführt. Hierbei konnte eine Telefonnummer in Erfahrung gebracht werden, welche einer Täterin gehört, die seit Jahren für eine Vielzahl von Enkeltricks in ganz Deutschland verantwortlich ist. Bei ihr handelt es sich um eine 31-jährige Polin. Sie rief ihre potentiellen Opfer von Polen aus an -wo sie sich auch die ganze Zeit über aufhielt- und organisierte die Abholerteams, die vor Ort tätig wurden.

Es war bekannt, dass gegen sie u.a. beim Polizeipräsidium Stuttgart ein EU-Haftbefehl vorlag. Mehrere Ermittlungen im Wetteraukreis und ein versuchter "Enkeltrick" aus dem Jahr 2009 im Bereich Büdingen brachten die Ermittler auf die entscheidende Spur. Hier war die private Handynummer der Polin ein Hinweis mit dem ihr Aufenthaltsort ermittelt wurde. In Zusammenarbeit mit den polnischen Behörden konnte die 31-Jährige im Rahmen einer Zielfahndung am 13.08.2010 in Polen festgenommen werden. Ein Auslieferungsersuchen läuft bereits. Der durch sie verursachte Vermögensschaden kann nur geschützt werden und dürfte knapp unterhalb eines zweistelligen Millionenbetrags liegen.

Quelle: news aktuell gmbh v. 16.08.10


Im Raum Stuttgart wurde im Oktober 2008 eine Bande von Enkeltrick-Betrügern, die im 120.000 Euro erbeutet haben, von der Polizei zerschlagen. Die 24 und 30 Jahre alten Chefs, Angehörige einer ethnischen Minderheit, wurden festgenommen.

Ermittlungen ergaben, dass die Täter Mitglieder eines großen Familienclans osteuropäischer Abstammung sind. Die Chefs wurden im Raum Frankfurt-Offenbach ausfindig gemacht. Es handelt sich 24-Jährigen mit schwedischem Pass sowie um einen 30-Jährigen mit US-Staatsbürgerschaft. Sie hatten von Hessen, Schweden und Polen aus die Opfer angerufen und die Geldabholertrupps dirigiert.

Quelle: Stuttgarter Nachrichten v. 21.11.08


Wie der Kölner Stadtanzeiger am 02.06.09 berichtete, ist der Polizei im Mai 2009 mit der Festnahme einer Betrügerin ein empfindlicher Schlag gegen die weltweit operierende Enkeltrick-Bande gelungen. 44 vollendete Taten mit einer Gesamtbeute von mehr als 300 000 Euro sowie hunderte erfolglose Versuche warf die Staatsanwaltschaft ihr vor.

Erheblichen Anteil an der Festnahme der Betrügerin hatte der Kölner Kommissar Joachim Ludwig. Er gilt bundesweit als Experte bei der Aufklärung der "Enkeltaten". Überführt hat er die Betrügerin durch Auswertung von Handydaten und Telefonüberwachung.

Die Anruferin soll vorwiegend aus Belgien und den Niederlanden bei älteren Menschen in Deutschland angerufen und sich als ihre Enkelin ausgegeben haben. Sie brauche Geld für ein Auto, log sie ihren Opfern vor. Ein Freund werde gleich vorbei kommen und das Geld abholen.

In ihrem Hotelzimmer soll sie sich vormittags in ein Chat-Programm im Internet eingeloggt haben. Auf diesem Weg soll sie mit ihren Komplizen in Deutschland Handynummern ausgetauscht und ihnen mitgeteilt haben, in welchen Städten sie an diesem Tag ihre Opfer anrufen würde. Während sich die Mittäter dorthin begaben, soll die 37-Jährige bei älteren Menschen in der Region angerufen und sie um Geld gebeten haben. "Fiel ein Opfer auf den Trick herein, hat sie sofort ihre Komplizen per Handy informiert", schilderte ein Ermittler. Mithilfe von Luftaufnahmen am Computer soll M. ihre "Abholerteams" dann zu der exakten Adresse gelotst haben.

Die Betrügerin wurde im Oktober 2009; zu 6 Jahren Haft verurteilt. Weiter Einzelheiten dazu lesen Sie im Kölner Stadtanzeiger.


Wie werden die Enkeltrick-Betrüger bestraft

Eine 30-Jährige wurde 2010 vom Landgericht Paderborn zu einer dreijährigen Gefängnisstrafe verurteilt.

Zwei Polinnen sind in 2010 vom Amtsgericht Berlin Tiergarten wegen gemeinschaftlichen Betrugs zu Haftstrafen von eineinhalb Jahren sowie 14 Monaten verurteilt worden. Die beiden Frauen hatten eine Rentnerin um 10 000 Euro betrogen.

Ein 29-jähriger Pole wurde im Novenmer 2010 vom Landgericht Stuttgart zu vier Jahren Haft verurteilt. Er hatte Senioren als Geldabholer um ihr Erspartes gebracht.

Das Görlitzer Landgericht verurteilte einen 39-jährigen Polen, der die Opfer angerufen hatte, im April 2010 zu 3 Jahren Haft.

Das Amtsgericht Wennigsen hat einen 55-jährigen aus Polen stammenden Mann zu einer Haftstrafe von fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Er wurde beim Geldübergabetermin von der Polizei erwischt.

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Bundesweite Ermittlungsgruppe gegen Enkeltrickbetrüger

Eine Karlsruher Ermittlungsgruppe nimmt erstmals bundesweit die Bandenstrukturen so genannter Enkeltrick-Betrüger unter die Lupe. Seit Beginn der Ermittlungen konnten fast alle seitdem angezeigten Taten aufgeklärt werden, teilte der Chef der Kriminalitätsbekämpfung, Gerhard Regele, am 23.02.11 mit.

Knapp 300 Fälle mit einem Schaden von 1,6 Millionen Euro konnten die 14 Ermittler der Gruppe "Cash down" bundesweit innerhalb eines knappen Jahres aufklären, teilte Regele mit. 23 Verdächtige seien festgenommen worden, fünf würden mit europäischem Haftbefehl gesucht. Beim "Enkeltrick" wird älteren Menschen vorgetäuscht, ihr Enkel sei in Not und brauche dringend Geld.

Die Landespolizeidirektion Karlsruhe ist die erste bundesweit, die sich überregional um dieses Phänomen kümmert. Nur so könnten die Täter gefasst und angemessen betraft werden, da es sich um organisierte Kriminalität über Landesgrenzen hinweg handele.

Die Betrüger sind meist ohne Schulabschluss und einschlägig vorbestraft

Nach Angaben des Ermittlers sind die Trickbetrüger vor allem deutsche, rumänische und polnische Staatsbürger. Ihre Hintermänner säßen meist in Polen. Die Verdächtigen seien fast immer wegen Betrugs vorbestraft und hätten keinen Schulabschluss. Die Banden seien hierarchisch aufgebaut, erklärte Regele: Manche Mitglieder würden im Ausland "die Strippen ziehen", andere riefen die alten Menschen an." Im Telefonbuch werde gezielt nach Einträgen mit einem altmodischen Vornamen gesucht, der auf einen betagten Menschen hindeute. Anschließend zögen wieder andere Bandenmitglieder los und holten das Geld ab, so Regele.

Quelle: www.swr.de v. 22.02.11

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Zeitdruck

Manchmal hat der angebliche "Verwandte" angeblich einen Autounfall und braucht dringend Geld für den Unfallgegner, damit die Polizei nicht eingeschaltet wird. Oder es wird Geld für eine dringende Operation benötigt. Hier wird ganz gezielt mit dem Überraschungseffekt gearbeitet. Das Opfer soll nicht zum Nachdenken kommen.

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Der Enkel wird das Geld nie persönlich abholen

Es wird ein Bote, der das Geld abholen soll, angekündigt, weil der Enkel, Neffe selbst nicht kommen kann. Mal wird ein "Rechtsanwalt", ein "Kollege" oder ein "Freund" vorbei geschickt. Auf jeden Fall muss ganz schnell Geld von der Bank geholt werden, falls es zu Hause nicht vorrätig ist. Der Geldabholer fährt die Oma auch schon mal selbst zur Bank.

Es gibt pfiffige Bankangestellte, die angesichts der hohen Barabhebung nachfragen und die Polizei vertändigen und so das Ersparte retten. Das wissen auch die Betrüger und schärfen dem Opfer ein, ja nichts bei der Bank zu erzählen.

Die Täter nutzen die Aufregung und Hilfsbereitschaft brutal aus. Und sie werden immer erfinderischer. Wenn das Opfer bei der Geldübergabe zögert, ruft der Bote mit seinem Handy den vermeintlichen Enkel an. Dann reicht er dem Opfer das Handy und der "Enkel" bestätigt noch einmal die Richtigkeit des Geschäfts.

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Neue Variante mit Kripotrick

Wie das Landeskriminalamt Hessen mitteilt, gibt es eine neue Variante des Enkeltricks: Haben die Betrüger mit dem ersten Anruf keinen Erfolg, folgt ein zweiter Anruf. Sie erklären dem Opfer, dass man bei den Tätern seitens der Polizei die Telefone abhören würde und den Versuch mitgehört habe, Geld bei dem Opfer zu ergaunern. Man bräuchte nun die Mithilfe des Opfers, um die Betrüger auf frischer Tat erwischen zu können.

Dem Opfer wird erklärt, dass gleich Kriminalbeamte kommen würden und sie gemeinsam zur Bank fahren würden. Dort solle das Opfer das Geld vom Konto abheben und den Kriminalbeamten übergeben. Das Geld würden die Kriminalbeamten dann anschließend bei einem Scheingeschäft den Tätern übergeben und sie bei dieser Gelegenheit der Tat überführen und festnehmen. Nach erfolgter Festnahme bekäme das Opfer das Geld von der Polizei zurück. In Wirklichkeit sieht das Opfer das Geld nie wieder.

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Angehöriger in Not

Da viele Senioren inzwischen den sogenannten Enkeltrick kennen, scheinen nun die Betrüger auf diese Art und Weise zu versuchen an das Geld zu kommen.

Nicht nur der vermeintliche Enkel oder anderer Verwandte braucht dringend Geld. Der Polizei sind Fälle bekannt, in denen ein "Angehöriger" oder ein vermeintliches Clubmitglied oder ein Angehöriger vermeintlicher Clubmitglieder auf diese Weise Geld erbeutet hat, was nie zurück gezahlt wurde.

Die Geldforderungen von angeblichen Verwandten kommen auch per eMail. Um die Spuren zu den Betrüger zu verwischen, wird um Übermittlung der Codes von U-Kash-Karten oder um Überweisung per Western-Union gebeten.

Mal wurde angeblich Bargeld gestohlen, mal das Zugticket. Die Gründe für den vermeintlichen Notfall sind auch hier vielfältig.

Mehr zum Thema bei Enkeltrick des Internets

Egal, ob das Geld persönlich abgeholt wird, auf ein Konto überwiesen oder per UKash oder Western Union eingezahlt werden soll, rät die Polizei dringend von der Überweisung der geforderten Geldsummen ab. Informieren Sie sofort die Polizei. Sollten Sie bereits Opfer geworden sein, können Sie sich an jede Polizeidienststelle wenden und eine Anzeige erstatten.