Immer wieder gelingt es Hackern in Datenbanken von Firmen einzubrechen.Nach dem Bundesdatenschutzgesetz können den Unternehmen maximal 300.000 Euro auferlegt werden wegen datenschutzrechtlicher Verstöße. Bei einem Sitz außerhalb der EU sei daher praktisch nichts zu holen
Industrie und Regierugenwerden im großen Stil ausgespäht. Hacker machen vor nichts halt. Nach einem Hacker-Angriff im Jahr 2011 mussten Bundeskriminalamt, Landeskriminalämter, der Zoll und die Bundespolizei ihre Server abschalten, die dazu dienen, Schwerkriminelle und Terrorverdächtige zu observieren.
Arztbriefe und Befunde, psychologische Dokumentationen von psychisch schwer kranken Menschen aus Schleswig-Holstein: 2.500 streng vertrauliche Patientendaten waren offenbar monatelang frei im Internet zugänglich. Grund ist eine Sicherheitslücke bei einem Dienstleister in Rendsburg.
Der Landesdatenschutzbeauftragte Schleswig-Holstein hat die Dienstleisterfirma informiert, das Sicherheitsleck wird geschlossen.
Newsletter Verbrauchrzentrale Bundesverband v. 08.11.11
Namen, E-Mail-Adressen und Passwörter von 48 000 Kunden des Handelskonzerns Rewe haben Hacker zu Wochenbeginn gestohlen. Die Daten stammen aus Internet-Tauschbörsen für Tierbilder, in denen sich Rewe-Kunden angemeldet hatten. Hacker haben die Daten der Kunden nun im Internet veröffentlicht. Betroffene müssen befürchten, dass Ihre Daten für Interneteinkäufe missbraucht werden. Also unbedingt Passwort ändern.
Quelle: Stiftung Warentest, www.test.de v. 21.07.11
Computer-Hacker haben sich Zugang zu den Daten Hunderttausender Kunden der US-Bank Citigroup verschafft. Die Angreifer hätten Namen, Kontonummern und Kontaktdaten einschließlich E-Mail-Adressen ausgespäht, räumte ein Citi-Sprecher ein. Unlängst war es verstärkt zu Hacker-Angriffen auf Großunternehmen gekommen. Zu den Opfern gehörten auch der US-Rüstungsriese Lockheed Martin und der japanische Unterhaltungskonzern Sony.
Quelle: www.ard.de v. 09.06.11
Unbekannte stahlen die Daten von 1,2 Millionen Gewinnspiel-Teilnehmern von den Servern des Unternehmens. Zum Online-Shop hätten die Hacker dagegen keinen Zugang erlangt. Stattdessen,hätten die Eindringlinge Vor- und Familiennamen sowie E-Mail-Adressen von 1,2 Millionen Gewinnspiel-Teilnehmern erbeuteT
Sony sperrt 93.000 User nach erneutem Angriff. Sony hat diese Accounts gesperrt, um zu verhindern, dass die Angreifer Schaden auf Kosten der jeweiligen Nutzer anrichten können. Die Kreditkartennummern seien nicht gefährdet
Quelle: www.golem.de v. 11.10.11
Bei einem Hackerangriff im April 2011 auf das Sony Online Entertainment Netzwerk SOE wurden Bankdaten von MCDs mit persönlichen Bankdaten von Bürgern weiterverkauftillionen Nutzern ausgespäht. Betroffen sind vor allem Kunden in Europa, auch in Deutschland.
Bei einem Hackerangriff Frühjahr 2011 auf das Playstation-Netzwerk (77 Millionen Nutzer) von Sony sind Daten (Name, Adresse, E-Mail oder Geburtsdatum verschafft) von Millionen Nutzern gestohlen worden - möglicherweise auch Kreditkarteninformationen. Auf den 3-stelligen Sicherheitscode auf der Rückseite von Kreditkarten sollen die Hacker keinen Zugriff gehabt haben. Der Konzern rät, Bankabrechnungen genau zu kontrollieren.
Noch nach Monaten können unberechtigte Abbuchungen auf Ihrem Kreditkartenkonto auftauchen. Am sichersten ist es, die Kreditkarte zu sperren, allerdings bleiben die Kosten dafür bei Ihnen hängen.
Wer muss zahlen, wenn ein Betrüger mit gestohlenen Kreditkartendaten einkauft?
Für Schäden aus möglichen Manipulationen muss der Kunde nicht haften. Nach einer Mitteilung des Zentralen Kreditausschussen wird das kartenausgebende Institut den ev. Schaden tragen
Ändern Sie auch das Passwort, fallen Sie nicht uf Spam-Mails herein.Sony fragt keine Konten- oder Kreditkartendaten ab.
TomTom, Hersteller von Navigationsgeräten, hat die Bewegungsdaten seiner Kunden an die niederländische Polizei verkauft. Die Freunde und Helfer im Nachbarland wollen mit den Infos nun dummerweise die optimalen Plätze für Radarfallen und Verkehrskontrollen ermitteln. Wer ein TomTom-Navi kaufte, hat also auch dafür Geld hingelegt, demnächst häufiger geblitzt zu werden. Immerhin: Die Fahrten-Infos wurden nur anonym weitergegeben.
Quelle: www.chip.de v. 28.04.11
Einem Hacker ist es gelungen, mehrere Tausend Kundendaten der Fastfoodkette McDonalds zu stehlen. Es seien Namen, Telefonnummern, Post- und Mailadressen von Kunden gestohlen worden, die sich für einen Schnaeppchen-Newsletter registriert hatten. Die Daten wurden einem amerikanischen Marketingpartner von McDonalds entwendet.
Die Daten stammten von einem türkischen Call-Center, das nach Informationen der Verbraucherzentrale seit Jahren unter dem Namen "Deutsche Gewinner Zentrale" mit verschiedenen Betrugsmaschen in Deutschland aktiv ist. Brisant ist der Inhalt der Dateien: In ihnen sind nicht nur Namen und Adressen tausender Deutscher gespeichert, sondern auch Geburtsdatum und Bankverbindung - wertvolle Informationen, die nun auch anderen unseriösen Anbietern zur Verfügung stehen könnten.
Das Kreisverwaltungsreferat hatte die Briefumschläge mit den Adressen an das christliche Berchmanskolleg weitergegeben. Dort wurden die Briefmarken abgelöst und die Erlöse für karitative Zwecke verwendet (Quelle: Newsletter Verbraucherzentrale Bundesverband v. 17.06.10)
Wie der MDR am 27.10.09 in der "Umschau" mitgeteilt hat, konnten Journalisten gestohlene Kreditkartendaten erwerben und damit einkaufen.
Die Kartendaten inklusive Prüfziffer wurden im Internet für fünf Euro angeboten. Alles geht anonym, bezahlt wird mit einer Paysafecard, die Zusendung der geklauten Daten erfolgt an eine extra dafür eingerichtete E-Mail-Adresse. Die Betrüger erlangen die Daten durch Ausspähen z.B.bei Internet-Händlern.
Wie der NDR Info im Oktober 2009 berichtete, wurden dem Sender 27.000 zu 60.000 Vertragsabschlüssen Daten des Finanzdienstleisters AWD aus Hannover zugespielt, Namen, Adressen, Geburtstage und Berufsbezeichnungen von Kunden.
In Deutschland sind mehr als 20 Millionen Kreditkarten im Umlauf. Möglicherweise wurden bei einem spanischem Dienstleister Kreditkartendaten abgegriffen. Die Lufthansa hat daraufhin Tausende Karten aus dem Bonusprogramm Miles & More mit Bezahlfunktion gesperrt.
Bei mehr als 200.000 Spanien-Urlaubern, die ihre Master- oder Visa-Card in den vergangenen Monaten am Ferienort eingesetzt haben, wird die Kreditkarte aus Sicherheitsgründen umgetauscht. Nach Informationen des Bayerischen Fernsehens sind allein bei den Sparkassen 190.000 Karten betroffen. Insgesamt sollen Hunderttausende Kunden sämtlicher deutscher Bankinstitute betroffen sein.
Verbraucherschützer übten harsche Kritik: Die Geldhäuser müssten Kunden schneller aufklären und für mehr Schutz der Daten sorgen. Bereits vor vier Wochen hätten die Kartenunternehmen Mastercard und Visa die Institute über betroffene Karten informiert, kritisierte der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv). "Wer schon so lange über das Problem Bescheid weiß, sollte in der Lage sein, seine Kunden umfassend aufzuklären."
Von Abrechnungsdienstleistern fordert der Verbraucherzentrale Bundesverband größte Sorgfalt bei der Auswahl und Kontrolle ihres Personals. Außerdem müsste sichergestellt sein, dass Abrechnungsserver niCDs mit persönlichen Bankdaten von Bürgern weiterverkauftcht von Hackern geknackt werden können.
Bei dem jüngst bekannt gewordene Datenklau handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen kriminellen Angriff auf Kreditkarteninformationen. Betroffen ist ein Abrechnungsdienstleister in Spanien, wo anscheinend entweder Mitarbeiter die sensiblen Daten entwendet haben oder Hacker sich von außen Zugang zu einem Server verschafft haben. Von den Sicherheitsbehörden verlangt der vzbv eine schnelle Aufklärung des Datenklaus.
Quelle: Verbraucherzentrale Bundesverband v.18.11.09.09, www.tagesschau.de v.18.11.09
Im Oktober 2009 wurde eine Liste mit den Passwörtern von 10.000 Hotmail-Benutzern mit Zugangsdaten im Internet veröffentlicht.
Ebenso 20.000 E-Mail-Adressen von Hotmail, Gmail (Google), Yahoo und AOL. Informationen zur Identität wie etwa Geburtsdatum, Anschrift und sind Ziel der Angreifer. Mit den Daten werden krimiminelle Aktivitäten im Bereich von E-Commerce-Angeboten durchgeführt.
Wie das ZDF im Oktober 2009 mitgeteilt hat, sind offenbar Informationen zu hunderttausenden Telekom-Kunden samt Bankverbindung auf dubiosen Wegen ins Ausland gelangt, vor allem in die Türkei.
Nach einem Bericht der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein vom 11.08.08 liegen den Callcentern Listen vor, in denen die Kontoverbindungen der Angerufenen stehen. Es sind Fälle bekannt, in denen von Konten der betroffenen Verbraucher abgebucht wurde, obwohl diese unmissverständlich jegliche Teilnahme an einem Glücksspiel ablehnten
Die Verbraucherzentrale hat anonym eine CD mit über 17.000 Datensätzen erhalten. Neben dem Namen, der vollständigen Adresse mit Telefonnummer und dem vollständigen Geburtsdatum sind die kompletten Bankdaten von über 17.000 Verbrauchern auf dieser Diskette gespeichert. Die Namen der Exceldateien weisen auf die Süddeutsche Klassenlotterie (SKL) hin. Die Daten sollen von einer Firma in Nordrhein-Westfalen an andere Unternehmen verkauft worden sein.