Neben Darlehen im Drogeriemarkt wollen auch mehr Kreditinstitute das Geldabheben an der Supermarkt-Kasse anbieten. Dabei soll es auch möglich sein, den fälligen Betrag beim Einkauf gleich mit der abgehobenen Summe zu verrechnen. Kunden sollten sich dabei aber genau nach den Konditionen erkundigen, um hinterher keine bösen Überraschungen bei der Abrechnung zu erleben. Es kann sonst passieren, dass für das Abheben im Supermarkt hohe Gebühren anfallen. Postbankkunden können bei Shell-Tankstellen Bargeld erhalten.
Kunden können zur Zeit bundesweit in fast allen Rewe- und Pennymärkten ( mit der EC-Karte an den Kassen bis zu 200 Euro von ihrem Girokonto gebührenfrei abheben, wenn sie für mindestens 20 Euro einkaufen. Dieser Service ist unabhängig davon, bei welchem Kreditinstitut die Einkäufer Kunde sind. In Meißen können Sparkassenkunden sich bei Bäckern und Fleischern gebührenfrei Geld von Ihrem Konto auszahlen lassen.
In der Regel bewerben die Firmen diesen Service nicht, denn sie müssen umsatzabhängige Gebühren an die Banken zahlen.
An Shell-Tankstellen können Kunden der Postbank, Deutschen Bank, Commerzbank, Dresdner Bank, Hypovereinsbank sowie deren Tochterunternehmen. an sog. "bedienten Geldautomaten" Geld abheben und die Tankrechnung einzahlen. Für die Tankstellenpächter bedeutet dies ein vermindertes Raubüberfallrisiko, weil nicht mehr so viel Bargeld an der Tankstelle vorhanden ist. Weitere Banken werden künftig auch diesem System beitreten.
Die Postbank will 180 Geldautomaten in Obi-Märkten aufstellen.
Auch die Sparkassen ermöglichen Kunden das Geldabheben an der Supermarktkasse. Die Sparkasse Meißen z.B. bietet in Kooperation mit sieben örtlichen Einzelhändlern den Service an. Der Betrag wird in bar aus der Ladenkasse ausgezahlt und per Lastschrift vom Konto abgebucht. Kunden können 200 Euro pro Tag abheben, eine Mindest-Einkaufsumme gibt es nicht.