Es wird empfohlen die Überweisungen zu den Schalterzeiten in der Bank abzugeben. Insbesondere sollten Einwurfzeiten an Wochenenden gemieden werden.
Neben der erhöhten Aufmerksamkeit raten Polizei, Banken und Sparkassen auch dazu, anstelle der "Briefkastenüberweisungen" in einigen Filialen speziell eingerichtete Überweisungsterminals zu nutzen.
Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, ob der für die Überweisungsträger vorgesehene Briefkasten aufgrund der Bauart eine Rückholung der Überweisungsformulare verhindert.
Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kontoauszüge
Eine Braunschweigerin beobachtete in der Nacht zwei Männer, die sich in verdächtiger Art und Weise am Briefkasten einer Bank in der Innenstadt zu schaffen machten. Die Frau rief die Polizei. Als die Beamten zugriffen, stand einer der Männer Schmiere. Der andere hatte mit einer gebogenen Gardinenstange bereits mehrere Bankaufträge aus dem in dem Briefkasten der Filiale "geangelt".
Die beiden 46 und 47 Jahre alten Beschuldigten wurden festgenommen und in das Polizeigewahrsam eingeliefert. Die Ermittlungen dauern an. Es besteht der Verdacht, dass die Originale zur Vorlage für falsche Überweisungen dienen, mit deren Hilfe Gelder von den betroffenen Konten abgezweigt werden.
Quelle: Polizeipresse Braunschweig, news aktuell gmbh v. 29.08.11
Unbekannte Täter manipulierten am vergangenen Wochenende an zwei Ingolstädter Banken die jeweiligen Sicherheitsbriefkästen mit dem Ziel an ausgefüllte Überweisungsträger zu gelangen.
Bereits am Samstagmorgen kurz nach 9 Uhr entdeckte ein Angestellter der Commerzbank in der Münchener Straße, dass im SB-Bereich der Bank von Unbekannten ein zusätzlicher Metallbriefkasten angebracht worden war. Am Einwurfschlitz des eigentlichen Sicherheitsbriefkastens der Bank befand sich ein Hinweis über eine angebliche Instandsetzung desselben. Der Bankangestellte informierte unverzüglich die Polizei über diese Manipulation. Die Beamten der Kripo Ingolstadt stellten den fremden Briefkasten sicher, der allerdings noch keine Überweisungsträger enthielt.
Auch in der Filiale der Sparda-Bank in der Münchener Straße wurde am Sonntagabend ein in gleicher Weise angebrachter fremder Briefkasten entdeckt. Hier hatte ein Kunde Verdacht geschöpft und die Polizei verständigt. Bis zum Eintreffen der Beamten hatten die Unbekannten allerdings das zusätzliche Behältnis bereits wieder entfernt. Ob in diesen bereits weitere Überweisungsträger eingeworfen wurden, ist derzeit noch unklar. Kunden der betroffenen Bank, die im Zeitraum von Sonntag 17 Uhr bis Montag 3 Uhr, Überweisungsträger in den fremden Briefkasten eingeworfen haben, sind aufgerufen ihre Kontobewegungen zu überprüfen und sich bei ihrer Bank zu melden.
Die Ermittler der Kripo Ingolstadt vermuten, dass es sich bei der Anbringung dieser Fremdbriefkästen um Vorbereitungshandlungen zu einem Betrug handelt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit versuchen die unbekannten Täter auf diese Weise an ausgefüllte und unterschriebene Überweisungsträger zu gelangen. Diese werden mit dem Ziel verfälscht, Überweisungen auf Konten der Täter umzuleiten.
Es ist nicht auszuschließen, dass auch an anderen Banken derartige Manipulationen von den Tätern versucht wurden oder noch versucht werden. Die Kripo rät deshalb in diesem Zusammenhang zu besonderer Aufmerksamkeit und empfiehlt, im Zweifelsfall umgehend die Polizei zu verständigen.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 04.07.11
In den zurückliegenden Monaten häufen sich in Bayern die Betrugsdelikte im Zusammenhang mit abgefischten Überweisungsträgern. Dabei verschaffen sich die Täter die Überweisungsformulare der Kunden aus den Überweisungsbriefkästen der Banken. Die Täter fischen mit Hilfe spezieller Werkzeuge die vom Kunden in Bankbriefkästen, die nicht über spezielle Sicherungstechnik verfügen, eingeworfenen Formulare heraus.
Mit den so erlangten Daten werden entweder neue Blanko-Überweisungsträger zu Gunsten der Täter erstellt oder die abgefischten Überweisungsformulare verfälscht. Der erste Überweisungsversuch findet zeitnah nach dem Abfischen der Daten statt. Meist werden einige Wochen später die Daten ein weiteres Mal missbraucht und auf dem Postweg an die Banken geschickt.
Die Polizei hat bislang bereits ca. 500 Betrugsfälle im Zusammenhang mit gestohlenen Überweisungsträgern erfasst. Dabei verursachten die Täter eine Vermögensschaden von knapp 1,2 Mio. Euro.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 27.05.11
Eine auffällige Häufung von Fällen des Überweisungsbetruges ist im Bereich des Landkreises Neustadt an der Waldnaab bei dortigen Geldinstituten festzustellen.
Zwischen dem 20.01. und dem 18.02.2011 waren es fünf Geldinstitute in Neustadt/Waldnaab, Weiden und Wiesau, bei denen Unbekannte durch das Herausfischen von Überweisungsträgern aus den Briefkästen versucht haben, an das Geld der Bankkunden oder deren Adressaten zu kommen.
Glücklicherweise blieb es bei den Versuchen, dies aber nur auf Grund der Aufmerksamkeit der Bankbediensteten, ansonsten wäre der Schaden bei ca. 70.000 Euro gelegen. Nachdem die Täter bei denen es sich nach den bisherigen Erkenntnissen vorwiegend um Schwarzafrikaner handelt, die Überweisungsträger aus den offensichtlich nicht entsprechend gesicherten Briefkästen gefischt hatten, fälschten sie mit den erlangten Daten entsprechende Blankodokumente mit neuen Zielkonten in Spanien, Belgien oder auch anderen im Ausland gelegenen Städten.
Straftaten gleichen Musters sind derzeit bayern- ja deutschlandweit zu verzeichnen. Verdächtige Wahrnehmungen an Bankbriefkästen sollten unverzüglich an die Polizei gemeldet werden. Bankkunden sollten generell auch die persönliche Abgabe der Überweisungsträger in Betracht ziehen, bzw. sich mit ihrem Geldinstitut wegen einer gesicherten Transaktion absprechen.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 21.02.11
Seit Ende Oktober 2010 häufen sich die Anzeigen im Bereich des Zuständigkeitsbereichs der KPI Ingolstadt (Stadt Ingolstadt und die Landkreise Eichstätt, Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen) über Überweisungsbetrügereien. Bisher unbekannte Schwarzafrikaner haben dabei aufgrund ihrer Vorgehensweise insgesamt über 50.000 Euro widerrechtlich erlangt.
Zuletzt wurde am 30. Januar 2011 eine Bank in Baar-Ebenhausen und eine Bank in Eitensheim angegangen. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von 12.000 Euro.
Die Täter gingen immer nach dem gleichen Schema vor. Um an die Daten der Geschädigten zu gelangen, „fischen“ sie Originalüberweisungsträger aus den meist im Eingangsbereich oder vor den Banken aufgestellten Briefkästen. Mit den erlangten persönlichen Daten erstellen sie Auslandsüberweisungen und fälschen dazu die Unterschriften. Diese gefälschten Überweisungsträger werfen sie in die Briefkästen der Banken ein bzw. schicken sie per Post an die Banken der Geschädigten. Die Gelder werden auf Bankkonten im Ausland überwiesen und unverzüglich nach Gutschrift bar abgehoben.
Die Kriminalpolizei Ingolstadt rät deshalb: Kontrollieren Sie in kurzen regelmäßigen Abständen und sorgfältig ihre Kontoauszüge, um sich vor einem Missbrauch zu schützen.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 12.02.11
Bisher unbekannte Täter konnten im Landkreis Erding durch Fälschung von Überweisungsträgern rund 5800 Euro ergaunern.
Insgesamt 10 derartige Fälle registrierte die Kripo Erding seit Dezember 2010 im Landkreis Erding. Die Täter legen dabei eine raffinierte Vorgehensweise an den Tag, indem sie ausgefüllte Überweisungsträger aus den dafür vorgesehenen Briefkästen der Banken fischen. Durch die dadurch erlangten persönlichen Daten und mittels Nachahmung der Unterschriften der Kontoinhaber konnten die Betrüger in zwei Fällen Überweisungen auf eigene Konten im Ausland bewirken. Dabei entstand den betroffenen Kontoinhabern ein Schaden in Höhe von rund 5.800 Euro.
Der Aufmerksamkeit der Banken ist es zu verdanken, dass es in den weiteren acht Fällen nicht zu Überweisungen kam. Bankmitarbeiter entdeckten an den Überweisungsträgern Auffälligkeiten und setzten sich mit den Kontoinhabern in Verbindung. So wurden diese Überweisungen nicht ausgeführt und ein möglicher Schaden von insgesamt knapp 63.000 Euro verhindert.
Quelle: Polizeipresse Bayern v. 21.01.11