Das Auslesen der Karten können Anti-Skimming-Module verhindern. Diese Module sind unsichtbar im Geldautomaten angebracht und stören die Daten-Übertragung. Anti-Skimming-Module erkennen, wenn fremdes Metall wie bei Aufsteck-attrappen angebracht wird, und verhindern mit einem Störsignal, dass die Daten auf dem Magnetstreifen der Zahlungskarte ausgelesen werden können
Das neue Anti-Skimming-II-Modul von Wincor Nixdorf erkennt nicht nur Skimming-Vorbauten, es löst im Verdachtsfall unmittelbar einen stillen Alarm aus und kann weitere Aktionen wie zum Beispiel Videoaufzeichnungen initiieren. Es strahlt darüber hinaus ein Störfeld aus und verhindert so, dass sensible Kartendaten ausgelesen werden. Dadurch ist es bei Skimming-Angriffen nicht notwendig, die Geschäftskontinuitäät und damit den Service für die Kunden zu unterbrechen.
Auf der Cebit 2005 hat die Firma Wincor Nixdorf Lösungen vorgestellt, mit denen die über 55.000 Geldautomaten in Deutschland vor solchen Übergriffen geschützt werden können.
Das so genannte Anti Skimmingmodul wird in den Geldautomaten eingebaut und überprüft mit speziellen Sensoren das gesamte Umfeld der Karteneingabe auf nachträglich angebaute Vorsatzgeräte. Im Verdachtsfall wird die Überwachungskamera aktiviert, der Automat sofort außer Betrieb genommen, eine Meldung an den Serviceprovider erstellt. Die Firma bietet so einen wirksamen Schutz gegen Manipulation.
Die Bremer Landesbank setzt ein Anti Skimmingmodul ein, das das Lesen der Daten unmöglich macht. Bei diesem System kann der Kunde allerdings ohne Unterbrechung den Geldabhebevorgang fortsetzen. Die Bank erhält vom Automaten eine elektronische Meldung und die Polizei wird verständigt.
Bei dem auch von der Postbank genutztem Verfahren des Herstellers NCR wird Karte wird beim Einzug ruckartig hinein- und herausbewegt, was verhindern soll, dass sich der EC-Kartenleser im Skimming-Modul auf den Magnetstreifen synchronisieren kann (Jittering).
Wenn die Daten auf dem Magnetstreifen der Karte aber nicht in Binär- sondern in Rohform gespeichert sind, schreckt es Betrüger nicht. Sie können das Jittering später wieder heraus filtern.
Die Postbank ist von ihrem Schutzsystem wohl auch nicht besonders überzeugt, denn an besonders gefährdeten Geldautomaten der Postbank sind grüne Plastikvorsätze (Froschmaul) angebracht, die verhindern sollen, dass Betrüger einen Skimmer am Eingabeschlitz anbringen.
Auch gibt es Aufsätze, die sind so geformt, dass falsche Kartenleser nicht mehr so problemlos wie bisher installiert werden können. Sie sehen aus wie ein Schnabel aus Plastik
Außerdem gibt es Software, die nicht nur Kartenskimmer erkennen, sondern auch das Abdecken der Überwachungskamera während der Manipulation und sogar auch zusätzliche Kameras erkennen. Fragt sich nur, ob alle Banken Geld für die Umrüstung der Automaten ausgeben oder ob sie gelegentliche Ersatzleistungen für billiger halten.
Die Volksbank an der Niers hat ihre Geldautomaten mit Antiskimming-Vorsätzen versehen, die ein Aufsetzen von Skimmern zum Ausspähen der Kartendaten unmöglich machen. Der Einzugsschacht ist halbkugelförmig, ein zusätzlicher Aufsatz kann nicht mehr angebracht werden.
Die Sparkasse Jena tauscht ihre Geldautomaten gegen in Schottland hergestellte Automaten aus. So werde beispielsweise die Karte ruckweise eingezogen, um das Auslesen des Magnetstreifens zu verhindern. Zudem leuchtet ein grüner Vorsatz bei der Eingabetastatur, der den Datenklau erschweren soll.
Mittels eines modulierten Wechselmagnetfeldes stört es den Magnetkopf eines aufgesetzten Skimming-Moduls. Sobald die Karte am Aufsatz vorbei ist und im Automaten steckt, schaltet sich das Modul ab. Nach Angaben von Synfis arbeitet das Modul herstellerübergreifend. Bislang sind nach Herstellerangaben 1000 Stück in deutsche Automaten verbaut worden, weltweit zählt man knappe 20.000.Euro.
Unter anderem hat die Sparkasse Hannover inzwischen all ihre Geldautomaten von Wincor Nixdorf zum Stückpreis von 990 Euro nachträglich mit CPK+ ausgestattet. Nach Angaben des Institutes gab es hier bislang zwar noch keine Schäden durch Skimming, man wolle aber auf Nummer sicher gehen.
Die 96 Geldautomaten der Sparkasse Koblenz werden im Jahr 2008 mit dem speziellen Modul der Firma synfis ausgerüstet. (Quelle: www.heise.de)
Warum wird so ein Antiskimming-Modul nicht von allen Banken eingesetzt? Ein Grund dafür ist vermutlich, dass in den nächsten Jahren alle Karten in Deutschland mit dem EMV-Chip Ein Grund dafür ist vermutlich, dass in den zur Zeit alle Karten in Deutschland mit dem EMV-Chip ausgestattet werden. Mit dieser Technik können dann keine Dubletten mehr eingesetzt werden.
Aber nicht nur die Herstellung und der Versand aller deutschen Karten kostet Geld, auch die Geldautomaten müssen umgerüstet werden. Und warum soll man Anti-Skimming Module einbauen, wenn der EMV-Chip eh bald kommt.
Die Firma Wincor Nixdorf hat biometrische Verfahren zur Identitäts- und Zugangskontrolle im Fokus der Wincor World. So wird an verschiedenen Geldautomaten gezeigt, dass über biometrische Sensoren, wie Venenscanner und Fingerprintsensoren mit Lebenderkennung, eine sichere Authentifizierung am Geldautomaten ermöglichen.
NCR präsentierte auf der CeBIT 2007 ihr Lesegerät für den Fingerabdruck. Mit Hilfe des biometrischen Verfahrens können Bankkunden an "NCR Personas"-Geldautomaten eindeutig identifiziert werden. Ein sensitiver Scanner, der in das SB-System integriert ist, erfasst die individuellen physiologischen Merkmale des Kunden. Zusätzlich zu der konventionellen Authentifizierung über Karte und PIN-Eingabe, bietet das Unternehmen den Banken und deren Kunden damit eine ergänzende Sicherheitsmaßnahme und erschwert den Kartenmissbrauch an den SB-Systemen.
Wincor Nixdorf hat in der Schweiz Geräte mit Anti-Skimming-Modulen Anti-Lebanese-Loop-Hybridkartenlesern und auch spezielle Sicherheitsschlösser bei den Tresoren installiert. Mit dem nti-Lebanese-Loop-Hybridkartenleser können so genannte Lebanese-Loop-Angriffe verhindert werden. Bei dieser Manipulationsart wird der Kartenleser durch den Täter mit mechanischen Modulen so präpariert, dass die vom Bankkunden eingeführte Karte nicht wieder ausgegeben werden kann - wenn der Kunde sich vom Bancomaten entfernt, entnimmt der Täter die Karte mit einem speziellen Werkzeug.
Der Anti-Lebanese-Loop-Hybridkartenleser verhindert durch eine mechanische Blockade, dass der Täter die einbehaltene Kundenkarte entnehmen kann: Die Karte bleibt im Kartenleser und kann dem Kunden später durch die Bank wieder ausgehändigt werden.