gegen Trickdiebe und Trickbetrüger

Trickdiebe am Geldautomaten, Ablenkungstricks

LKA warnt vor perfider Ablenkungsmasche

Für eine erfolgreiche Skimming-Attacke benötigen Betrüger neben den gespeicherten Daten aus dem Magnetstreifen der EC-Karte auch die persönliche Geheimzahl (PIN) des Opfers. Die Täter setzen üblicherweise auf Hightech, beispielsweise in Form von versteckten Kartenlesegeräten und Minikameras, um während des Geldabhebens an einem Geldautomaten an die Daten des potentiellen Opfers heranzukommen.

Das LKA Niedersachsen registriert aktuell eine neue und besonders perfide Variante des Skimming, bei der von den Tätern insbesondere ältere und oft auch gehbehinderte Menschen als hilflose Opfer ausgewählt werden.

Der LKA-Experte für Skimming Jürgen Wasmann erklärt: „Die Täter lauern bei dieser neuen Variante im Foyer des Kreditinstitutes auf ihre Opfer.

Mit Beginn des Abhebevorgangs ist einer der Täter dann sofort in penetranter körperlicher Nähe zur Stelle und versucht durch Ansprechen Einfluss auf die Person zu nehmen. Er gibt einen Defekt des Automaten vor und drückt sogar mit den Fingern des Opfers die Tastatur. So wird eine allgemeine Konfusion erzeugt, in der die PIN direkt ausgespäht oder einfach durch beharrliches oder scheinbar hilfsbereites Nachfragen herausbekommen wird.“

Nach hiesiger Einschätzung werden die erforderlichen Magnetspurdaten in dem herrschenden Durcheinander heimlich mit einem Mini-Lesegerät geskimmt.

Gaunerpärchen versucht Kunden am Geldautomaten abzulenken, um die PIN auszuspähen (Video von www. kartensicherheit.de)

Bankkunden, die auf diese aggressive Weise angegangen werden,

Niemand sollte sich scheuen, in einer solchen Situation auch andere Kunden unmissverständlich um Hilfe zu bitten. Machen Sie laut auf sich aufmerksam, sollten fremde Personen den Diskretionsabstand missachten und sich Ihnen nähern.

Wasmann: „In Einzelfällen standen sogar andere Kunden tatenlos daneben, während die Opfer derart frech und aggressiv bedrängt wurden! In solchen Situationen ist Zivilcourage gefragt. Zudem steigen die Chancen, die dreisten Täter zu fassen, je schneller die Polizei gerufen wird.“

Quelle: Landeskriminalamt Niedersachsen v.07.12.09


Vorsicht, wenn Sie nach Geldabhebung um Geldwechsel gebeten werden.

Zeigen Sie Ihre Geldbörse nicht, lehnen Sie die Bitte ab. Mehr dazu: Trickdiebe beim Geld wechseln

Maßnahmen der Banken genen Trickdiebe am Geldautomaten

Mit großen Hinweisschildern am Geldautomaten werden die Kunden zu erhöhter Aufmerksamkeit aufgefordert. Es gibt auch schon Banken, die Spiegel am Geldautomaten montiert haben, damit der Kunde sieht, was hinter ihm vorgeht.

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Geldschein-Ablenkungstrick

Eine alltägliche Situation: Sie wollen mit Ihrer EC-Karte am Geldautomaten Bargeld abholen. Hinter Ihnen warten bereits andere Personen. Sie geben Ihre PIN ein, nehmen das Geld und gerade als Sie Ihre Karte aus dem Karteneinzug nehmen wollen, macht Sie ein freundlicher Mann darauf aufmerksam, dass Ihnen ein Schein runtergefallen ist oder er lenkt Sie durch eine Frage ab, Achtung jetzt sollten Sie genau aufpassen!

Während Sie sich nach dem angeblich verlorenen Geldschein bücken, tauscht ein Ganove ihre EC-Karte, die sich noch im Schacht befindet aus und schiebt eine anderweitig entwendete Karte ein. Der Austausch wird leider von Ihnen nicht bemerkt. Sie nehmen die Karte und verlassen nichts ahnend das Geldinstitut.

In der Zwischenzeit heben die Täter mit Ihrer Karte und Ihrer PIN diverse Geldbeträge ab. Der Mann, der wartend hinter Ihnen stand, hat genau hingesehen, als Sie Ihre PIN eingegeben haben."

Quelle: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen v. 03.08.07


In Duisburg lockte ein Pärchen eine arglose Frau nach dem Geldabheben noch mal zum Automaten und händigten eine 10.- Euro Schein aus, den sie angeblich dort vergessen hätte. Mit dem Hinweis, das das Abheben nicht vollständig war, erreichten sie, dass die Frau ihre EC-Karte noch mal in den Geldautomaten steckte und die PIN eingab. Dabei konnten die Täter die Karte entwenden und in anderen Banken Geld abheben.

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Zetteltrick am Geldautomaten

Die Polizei warnt vor einer neuen Masche, bei der Bankkunden am Geldautomaten ausgenommen werden. Die Kunden werden beim Geldabheben von den Straftätern, oft handelt es sich um Kinder, abgelenkt, meist durch Verdecken des Geldautomaten mit einem Zettel, und entnehmen unbemerkt das abgehobene Bargeld aus dem Schacht des Geldautomaten. Der Geschädigte bemerkt den Schaden oft erst später, wenn die Täter bereits über alle Berge sind.

Die Polizei rät

Quelle: Polizeipresse Olpe , news aktuell v.26.06.12

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Zeitungs-Ablenkungstrick

Fall 1

Diese Trickdiebstahlsmasche kommt derzeit immer häufiger zur Anzeige. Geschädigte berichten, dass sie von ein oder zwei Personen, oft auch Kinder, am Geldautomaten abgelenkt werden und anschließend einer der Täter ein Heft oder eine Zeitung über das Tastenfeld halten.

Vom Opfer unbemerkt gibt der Täter unter der Zeitung einen Betrag ein und zieht diesen aus dem Ausgabeschacht. Oft mit mehreren hundert EURO als Beute flüchten die Unbekannten und lassen einen ratlosen Geschädigten zurück.

Letzter bekommt zumeist eine abgeschlossene Transaktion angezeigt, die er selber ja gar nicht mitbekommen hat. Voraussetzung ist in diesen Fällen jedoch, dass der Geschädigte bereits seine PIN am Gerät eingegeben hat.

Was tun Banken gegen Trickbetrüger am Geldautomaten?

Manche Banken warnen im Geldautomaten-Display, andere stellen am Geldautomaten große Warnhinweise auf. Andere montieren Spiegel am Geldautomaten, damit der Kunde sieht, was hinter ihm vorgeht. Und es gibt Banken, bei denen man beim Auszahlungsvorgang die PIN erst am Schluss und nicht schon zu Beginn des Auszahlungsvorgangs eingibt.

Fall 2

Der Kunde will gerade Geld abheben. Plötzlich treten hinterlistige Kriminellen an ihn heran. Der eine hält ihm eine Zeitung vor und lenkt ihn so ab, der andere entwendet das am Automaten gezogene Geld.

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Ablenkung mit Spendenliste

1.
Kurz nachdem das Geld abgehoben wurde, steht plötzlich eine Person, oft ein Kind, neben dem Kunden und will ihn anhand einer Spendenliste ablenken. Die Ablenkung besteht darin, dass eine Sammelliste, meist auf einem Klemmbrett, zwischen Kunden und Tastatur des Automaten gehalten wird und dahinter eigene Eingaben getätigt werden beziehungsweise ausgezahltes Geld entnommen wird. Ein oder zwei weitere Täter übernehmen das Geld und flüchten, während das Opfer zurückgehalten wird. Wenn man den Trick bemerkt, kann es durchaus sein, dass man ausgeraubt wird.

2.
Sobald Bankkunden am Geldautomaten die PIN eingegeben haben, werden sie durch eine "Spendensammlung" von einem Täter abgelenkt. Ein zweiter Täter verdeckt mit einem Klemmbrett die Tastatur und wählt die höchstmögliche Auszahlungssumme. Ein Täter zieht die EC-Karte ein Stück zurück und entnimmt das Geld. So entsteht beim Opfer der Eindruck, dass der Geldauszahlungsvorgang abgebrochen wurde. Da die Opfer aufgrund des erreichten Höchstbetrags keine erneute Abhebung tätigen können, wenden sie sich an Angestellte der Geldinstitute. Diese Gelegenheit nutzen die Täter zur Flucht.

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Dreiste Diebstähle durch Kinderbanden

Die jungen Täter warten offensichtlich jeweils im Vorraum und beobachteten ihre späteren Opfer. Sie warteten so lange, bis die Geschädigten die PIN-Eingabe abgeschlossen haben. Es kommt zu einem Gerangel, in den provozierten Durcheinander heben sie selbst Bargeld ab. Meist handelt es sich um opsteuropäische Kinderbanden, die Kinder sind oft noch strafunmündig. Werden sie in ein Heim eingewiesen, fliehen sie bei nächster Gelegenheit und stehlen weiter.
Ein Junge trickst einen Mann am Geldautomaten aus (Youtube-Video von www. kartensichherheit.de)

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Geldautomat zieht Geld wieder ein

Sie sind zu langsam, abgelenkt, Ihnen geht so viel im Kopf herum, dass Sie vergessen, das vom Automaten ausgezahlte Geld mitzunehmen. Bei vielen Banken zieht es der Automat dann nach einer Minute automatisch wieder ein.

Da es ausgezahlt wurde, wird es auch abgebucht. Bei der Abrechnung des Automaten ist nun zuviel in der Kasse, der Kunde kann sein Geld zurückerhalten

Was aber, wenn der Automat keinen Fehlbetrag aufweist? Wenn der Automat mit einer Videokamera überwacht wird, wurde ja gefilmt, dass der Kunde das abgehobene Geld nicht mitgenommen hat. Diese Bilder dürfen aber trotz Einverständnis des Kunden nur genutzt werden, wenn vorher bei der Polizei eine Anzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahlsverdacht gestellt worden ist.